Oö. Umweltkongress 2026: Sehen, was kommt. Verstehen, was zählt. Handeln, was wirkt

LR Kaineder: Oö. Umweltkongress 2026: Sehen, was kommt. Verstehen, was zählt. Handeln, was wirkt.

Oö. Umweltkongress 2026 „Verbunden” lädt ein, Mensch und Umwelt in einer neuen Realität zu denken und anders wahrzunehmen.

Unsere Umwelt verändert sich: In Landschaften und Lebensräumen ist diese Veränderung sichtbar, in Datenreihen messbar und in unserem Alltag zunehmend spürbar. Gleichzeitig verändern digitale Technologien, Sensorik und Künstliche Intelligenz die Art und Weise, wie wir die Umwelt wahrnehmen, verstehen und gestalten.

„Wir können heute genauer hinschauen und Entwicklungen früher erkennen als je zuvor. Entscheidend ist aber nicht allein, was wir messen können, sondern was wir daraus machen. Wir müssen verstehen, was unsere Lebensgrundlagen trägt, und dieses Wissen in wirksames Handeln übersetzen“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder. Der Oö. Umweltkongress folgt einer klaren Dramaturgie: von der vermessenen Umwelt über die geschützte Umwelt bis hin zur transformierten Umwelt.Sehen, was kommt – die vermessene Umwelt
Was können wir heute bereits erkennen, bevor Veränderungen für alle sichtbar werden? Von der Luft über Abfallströme bis zu unseren Flüssen: Der Umweltkongress zeigt, wie Messdaten Entwicklungen sichtbar machen und zur Grundlage für vorausschauende Planung und Zukunftsgestaltung werden.

Verstehen, was zählt – die geschützte Umwelt
Was müssen wir verstehen, um das zu schützen, was uns trägt? „Vom Regentropfen zum Brunnen“ zeigt, warum Trinkwasserschutz lange vor dem Wasserhahn beginnt. Unter „Die Vielfalt auf den Boden bringen“ wird Boden als Lebensraum, Wasserspeicher und Ernährungsgrundlage unmittelbar erfahrbar – sogar mit allen Sinnen. Und auch die Nacht braucht Schutz: Wie viel Licht benötigen wir und wo braucht die Nacht wieder Dunkelheit? 

Wenn Veränderung sichtbar wird – die transformierte Umwelt
Was passiert, wenn eine vertraute Landschaft ihr Gesicht verändert? Der Dachstein-Gletscher ist ein eindrucksvoller Referenzort: Seit 20 Jahren dokumentiert das Gletschermessprogramm den Rückgang des Eises und die Veränderungen im Hochgebirge. Was wissenschaftlich als Daten beginnt, wird am Dachstein sichtbar und erlebbar. Der Gletscher zeigt, wie eng Messen, Verstehen und Handeln miteinander verbunden sind – und stellt die Frage, was dieses Wissen für unser eigenes Handeln bedeutet.

Nicht nur denken, sondern die Umwelt anders wahrnehmen
Der Umweltkongress setzt deshalb bewusst nicht nur auf klassische Wissensvermittlung. Beim „Parliament of Senses“ wechseln die Teilnehmenden die Perspektive: Was verändert sich, wenn wir die Welt nicht nur analysieren, sondern uns selbst als Teil eines lebendigen Ökosystems begreifen? Wie wäre es, die Welt aus der Perspektive von Myzel, Baum oder Boden zu betrachten? Unter dem Titel „Vom Denken zum Fühlen“ wird zudem der Frage nachgegangen, welche Rolle Verbundenheit dabei spielt, nachhaltige Veränderung nicht nur rational zu verstehen, sondern auch persönlich erfahrbar zu machen.

Digitale Werte für eine humane Zukunft
Mit neuen technologischen Möglichkeiten wächst auch die Verantwortung. Unter dem Schwerpunkt „Digitale Werte, humane Zukunft“ richtet der Kongress deshalb den Blick auf die ethischen Grundlagen neuer Mensch–Umwelt-Beziehungen. Es geht um einen digitalen Humanismus, der Wissen und technologische Möglichkeiten mit Verantwortung, gesellschaftlichen Werten und einer lebenswerten Zukunft verbindet. 

Oö. Umweltkongress 2026

„Verbunden. Mensch–Umwelt-Beziehungen in einer neuen Realität“

Dienstag, 29. September 2026

9.00 bis 17.00 Uhr

Ursulinenhof, OK-Platz 1, 4020 Linz

Die Teilnahme ist kostenlos. Das Vormittagsprogramm kann von 9.00 bis 10.30 Uhr auch via Livestream verfolgt werden. Anmeldeschluss ist der 20. September 2026. (Land Oberösterreich⁠)

Anmeldung und Detailprogramm:www.land-oberoesterreich.gv.at/uko.htm

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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