Am 2. Oktober 2026 wurde die Bergrettung Obertraun zur Unterstützung bei einer Personensuche im Dachsteingebiet alarmiert. Laut ersten Informationen galt der Wanderer bereits seit dem Vortag als vermisst.
Seinen Angehörigen hatte der Mann am Vortag gegen 15:00 Uhr noch einige Fotos seiner Wanderung geschickt und dabei auch sein geplantes Ziel im Dachsteingebiet mitgeteilt. Durch umfangreiche Ermittlungen von Polizeikräften aus der Steiermark und Oberösterreich konnte das mögliche Suchgebiet schließlich auf den Raum Obertraun eingegrenzt werden.
Nachdem das Fahrzeug des Vermissten auf einem Schotterparkplatz nahe der Talstation der Krippenstein-Seilbahn aufgefunden worden war, bestätigte sich die Annahme über das Zielgebiet.
Suche in schwierigem und steilem Gelände
Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei alarmierte daraufhin die Bergrettung Obertraun zur Unterstützung bei der Personensuche. Zusätzlich wurde das Gebiet mit einem Polizeihubschrauber aus der Luft abgesucht. Dabei konnte im Bereich des „Großen Roten Grabens“ auf einer Seehöhe von rund 900 Metern ein orangefarbenes Zelt entdeckt werden.
Die Mannschaft der Bergrettung Obertraun teilte sich daraufhin in mehrere kleine Suchgruppen auf und begann mit der Suche im unwegsamen und teilweise sehr steilen Gelände. In besonders ausgesetzten Bereichen mussten sich die Einsatzkräfte teilweise mit Seilen sichern.
Bereits eines der ersten Suchteams konnte schließlich den vermissten Wanderer gemeinsam mit seinem Hund auffinden. Das Bellen des Hundes war für die Bergretter bei der Suche eine wertvolle Hilfe. Der Hund konnte rasch beruhigt und angeleint werden.
Rettung mittels Notarzthubschrauber
Bei der Erstversorgung des Verletzten durch einen Bergrettungssanitäter stellte sich heraus, dass aufgrund der Verletzungen eine Bergung mit einem zusätzlichen Rettungshubschrauber notwendig war.
Der Notarzthubschrauber Martin 3 wurde hinzugezogen und führte die Bergung mittels Tau aus dem engen und steilen Graben durch. Auch für die erfahrenen Bergretter war die Taubergung in diesem anspruchsvollen Gelände beeindruckend.
Während der Verletzte ausgeflogen wurde, stiegen weitere Einsatzkräfte zum aufgefundenen Zelt auf, um die persönlichen Gegenstände des Mannes zu bergen und mit ins Tal zu nehmen.
Nach über zweieinhalb Stunden konnte der aufwendige Sucheinsatz erfolgreich abgeschlossen werden. Sämtliche Einsatz-kräfte rückten wieder ins Einsatzzentrum Obertraun ein. Nach einer gemeinsamen Einsatznachbesprechung wurde die verwendete Ausrüstung kontrolliert und wieder einsatzbereit gemacht.
Bundesländerübergreifende Zusammenarbeit
„Ohne die reibungslose und professionelle Zusammenarbeit sämtlicher beteiligter Organisationen, auch über die Bundesländergrenzen hinweg, wäre eine derart schnelle Auffindung und Rettung des Verunglückten nicht möglich gewesen.“
Die Bergrettung Obertraun bedankt sich bei allen beteiligten Einsatzkräften und Organisationen für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.
Dem Verunfallten wünschen wir eine rasche und vollständige Genesung.












