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Österreichische Bundesforste

Anschrift Pummergasse 10-12 Niederösterreich Purkersdorf Österreich A-3002 Austria Telefon: +43 2231 600-0 Webseite: https://www.bundesforste.at/

Biography

Foto von Österreichische Bundesforste

Die Österreichischen Bundesforste im Inneren Salzkammergut

 

 

Notes

Die Österreichischen Bundesforste

NACHHALTIGKEIT ALS OBERSTES PRINZIP

Wie kein anderes Unternehmen tragen die Österreichischen Bundesforste Verantwortung für das Naturland Österreich. Wir pflegen, schützen und bewirtschaften die natürlichen Ressourcen der Republik– Wälder, Seen, Berge – und damit jeden zehnten Quadratmeter der Staatsfläche. 


Oberstes Prinzip für die ÖBf ist die Nachhaltigkeit. Im engeren Sinn heißt das, dass wir nur so viel der Natur entnehmen wie wieder nachwachsen kann. Nicht umsonst ist die Hauptkennzahl der ÖBf der so genannte Hiebssatz. Er stellt das geplante nachhaltige Holzernteziel dar, an dem die tatsächliche Erntemenge, der Einschlag, gemessen wird. Stimmen Hiebssatz und Einschlag überein, ist eine nachhaltige Holznutzung sichergestellt.

In einem weiter gedachten Sinn bedeutet Nachhaltigkeit aber auch, dass die heutigen Generationen nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben sollen. Nachhaltige Unternehmen dürfen sich also nicht nur an den Finanzkennzahlen orientieren, sondern müssen sich auch über die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Tätigkeit im Klaren sein. Ein besonders nachhaltiges Unternehmen wie die ÖBf trägt daher bei seiner ökonomischen Tätigkeit auch dem Schutz von Natur und Umwelt Rechnung – und hat die Bedürfnisse der Gesellschaft im Auge. Darum haben wir in unserer jährlichen Unternehmensberichterstattung nicht nur den Finanzreport im Mittelpunkt, sondern berichten auch über Soziale- und Umweltfragen.


Insbesondere am Begriff der „Multifunktionalität des Waldes“ wird deutlich, dass der Wald als Ökosystem mit einer Vielfalt an Tieren und Pflanzen mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllt. Sie alle kommen den Menschen zugute:

  •     Gewinnung von Holz (Nutzwirkung)
  •     Schutz vor Naturgefahren (Schutzwirkung)
  •     Gesunde Luft und sauberes Wasser (Wohlfahrtswirkung)
  •     Raum für Freizeitgestaltung (Erholungswirkung)

Damit bildet der Wald, wie es im ersten Satz des österreichischen Forstgesetzes – §1, Absatz 1 unter dem Titel „Nachhaltigkeit“ –  heißt, „eine wesentliche Grundlage für die ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung Österreichs“.

NUR SO VIEL ENTNEHMEN, WIE AUCH WIEDER NACHWÄCHST

Der Waldbau spielt bei der Waldbewirtschaftung eine zentrale Rolle. Er beschäftigt sich mit der Begründung, der Pflege und dem Schutz von Waldbeständen sowie dem richtigen Zeitpunkt und der optimalen Technik für die Holzernte. Seine zentrale Aufgabe ist die Sicherstellung der kontinuierlichen Verfügbarkeit von Holz in der gewünschten Menge und Qualität. Wir richten uns dabei in erster Linie nach dem natürlichen und bis zu 100 Jahre dauernden Kreislauf von Keimen, Wachsen, Reifen und Ernten von Bäumen. So wird dem Wald nur soviel Holz entnommen, wie wieder nachwächst.

Seit 1997, dem Jahr der Ausgliederung und Neugründung der Bundesforste als Aktiengesellschaft, gab es Übernutzungen aufgrund von Naturereignissen. Windwürfe, dadurch ausgelöste Borkenkäferausbreitung oder Schneebrüche sorgten für hohe Schadholzmengen und jährliche Gesamteinschlagsmengen jenseits der 2-Mio.-Festmeter-Marke. Das geplante Holzernteziel, der Hiebssatz, war damit überschritten. Um diese Entwicklung auszugleichen, wurde der Einschlag trotz reger Holznachfrage konsequent zurückgefahren. Seit 2011 bewegt er sich wieder auf dem nachhaltigen Niveau von 1,5 Mio. Festmetern. Die Windwurfflächen wurden mit hohem Aufwand wieder aufgeforstet und dabei bestmöglich auf künftige Klimabedingungen Rücksicht genommen.

JAGEN BEI DEN BUNDESFORSTEN – ERLEBNIS UND VERANTWORTUNG

Die Jagdkunden der Österreichischen Bundesforste spielen in Österreich eine ganz besondere Rolle: Erstens sind sie mitverantwortlich dafür, dass die feine Balance zwischen forstlichen, jagdlichen und naturschützenden Interessen im Gleichgewicht bleibt. Zweitens brauchen sie Verständnis dafür, dass öffentliche Naturflächen auch eine Erholungsfunktion haben. Das zusammen erfordert nicht nur Fachwissen, sondern vor allem jede Menge Erfahrung und Sensibilität, wenn es um den Umgang und den Interessensausgleich zwischen den unterschiedlichen Gruppen geht.

SEEFISCHEREI

Eingebettet in die eindrucksvolle Berglandschaft und umgeben von alpinen Wäldern liegen die kristallklaren Seen und Flüsse des Salzkammerguts. Seit Jahrzehnten bewirtschaften die Bundesforste ursprüngliche Naturjuwele wie Hallstätter See, Grundlsee oder Toplitzsee und betreiben darüber hinaus eine eigene Wildfang-Seefischerei mit Berufsfischern in der Region.

Gefischt wird im Rhythmus der Natur – nur während der Saison von Juni bis Oktober. Nach der Schneeschmelze im Frühling braucht es Zeit, bis die Fische ausreichend Nahrung in Form von Plankton vorfinden. Anfang November beginnt bereits die Laichzeit, also Schonzeit, um die natürliche Reproduktion zu gewährleisten.

Die Bundesforste betreiben ihre Seefischerei so wie es seit Jahrhunderten im Salzkammergut Tradition ist. Gefischt wird mit Netzen und traditionellen Holzplätten. Die Mengen bestimmt allein die Natur: Es wird nur so viel Fisch entnommen, wie wieder nachwächst. In allen Salzkammergut-Gewässern der Bundesforste sind dies nur wenige tausend Kilogramm pro Saison.

Hallstätter Reinanke, Grundlsee-Saibling oder Traunforelle wachsen vom Ei bis zum Fang mindestens vier Jahre lang in kristallklaren Gewässern heran. Damit wird eine Mindestgröße und die natürliche Nachkommenschaft garantiert.

 

UNTERNEHMENSPROFIL

Wie kein anderes Unternehmen tragen die Bundesforste Verantwortung für das Naturland Österreich. Mit der Betreuung und Bewirtschaftung von 10% der Staatsfläche ist die ÖBf AG größter Naturraumbetreuer und -manager, größter Forstbetrieb und größter Jagdflächen- und Fischereigewässerinhaber.

Oberstes Prinzip für die Bundesforste und auch im Leitbild verankert ist die Nachhaltigkeit. Aus der Forstwirtschaft kommend bedeutet es, dass der Natur nur so viel Rohstoff entnommen wird, wie laufend nachproduziert wird. Weiterentwickelt und in einen globalen Kontext gestellt, bedeutet es, dass dem Schutz der Natur, den Bedürfnissen der Gesellschaft sowie dem betriebswirtschaftlichen Erfolg gleichermaßen Rechnung getragen wird.

Die vier Standbeine Forstwirtschaft, Immobilien, Dienstleistungen und Erneuerbare Energie bilden das Fundament für ein unternehmerisches Streben, das stets um den Ausgleich zwischen drei Spannungsfeldern bemüht ist: ökologische Ziele, gesellschaftliche Interessen und wirtschaftliches Bewusstsein müssen permanent in ihrem Verhältnis zueinander neu bewertet werden – darin liegt die unternehmerische Herausforderung der Österreichischen Bundesforste AG.

NACHHALTIGE SEENBEWIRTSCHAFTUNG

Österreich ist Seenreich: Mehr als 25.000 stehende Gewässer – von artenreichen Auseen bis hin zu eiskalten Hochgebirgsseen – verteilen sich über das ganze Land. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) sind der größte Gewässerbewirtschafter des Landes. 74 Seen mit mehr als einem Hektar Wasserfläche sowie zahlreiche Kleinseen pflegen, schützen und bewirtschaften die Bundesforste für die Republik Österreich.

Neben weltberühmten Badeseen wie Wörthersee oder Attersee und touristisch ebenso bedeutsamen Gewässern – etwa Traunsee, Millstätter See, Weißensee, Grundl- oder Altauseersee – befinden sich auch versteckte Naturjuwele wie der Ödensee (Stmk.) oder die Langbathseen (OÖ) in ÖBf-Besitz.

Die Verantwortung für die heimischen Gewässer ist groß. So wie in der Waldbewirtschaftung gilt daher auch im Seenmanagement als oberstes Prinzip die Nachhaltigkeit.

Mit insgesamt 42 Naturbadeplätzen bzw. 200 km Naturufer schaffen die Bundesforste freien und kostenlosen Seezugang, der auch in den touristisch reizvollsten und begehrtesten Lagen einen Sprung ins kühle Nass ermöglicht.

Darüber hinaus entwickeln und unterstützen die ÖBf zahlreiche gewässerökologische Schutzmaßnahmen wie etwa Projekte zur Renaturierung von Seeufern oder zum Schutz heimischer Fischarten.

Bei der Verpachtung und Vermietung von Bojen oder Flächen für Seeeinbauten setzen die Bundesforste auf transparente und marktkonforme Tarife. Die ÖBf-Seen-Experten in ganz Österreich stehen Ihnen gerne für Anfragen zur Verfügung!

Die 11 größten Bundesforste-Seen

Attersee 46,2 km2
Traunsee 24,4 km2
Wörthersee K 19,4 km2
Millstätter See K 13,3 km2
Wolfgangsee* S/OÖ 12,0 km2
Ossiacher See K 10,8 km2
Hallstätter See 8,6 km2
Weißensee K 6,5 km2
Grundlsee St 4,1 km2
Fuschlsee S 2,7 km2
Altausseer See St 2,1 km2

 

 

 

 

MANAGEMENT

Der Vorstand ist für Gesamtsteuerung der Unternehmensentwicklung verantwortlich. Er wird vom Aufsichtsrat beraten und kontrolliert.

Vorstand

DI Dr. Rudolf Freidhager
Funktion: Vorstandssprecher, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz
Geburtsdatum: 9. Oktober 1957
Höchste abgeschlossene Ausbildung: Doktor der Bodenkultur

Wichtigste Stationen der Berufslaufbahn: Bereichsleiter Forstwirtschaft und Europäisches Geschäft ÖBf AG, Vorstandsvorsitzender Bayerische Staatsforsten AöR
ÖBf-Vorstand seit: 2015

Mag. Georg Schöppl
Funktion: Vorstand für Finanzen und Immobilien
Geburtsdatum: 3. August 1966
Höchste abgeschlossene Ausbildung: Magister der Rechtswissenschaften

Wichtigste Stationen der Berufslaufbahn: Kabinettschef des Landwirtschaftsministers, Vorstandsvorsitzender der Agrarmarkt Austria
ÖBf-Vorstand seit: 2007

 

FORSCHUNG

Es ist uns ein großes Anliegen, die Forschung zu unterstützen, zur Themenfindung und -bearbeitung im wissenschaftlichen Bereich beizutragen und uns an der Projektumsetzung zu beteiligen.

In Kooperation mit kompetenten Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft werden praxisrelevante Forschungsaufgaben in klar definierten Themenbereichen behandelt, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unternehmensgegenstand stehen. Dabei treten die Bundesforste entweder als Auftraggeber oder – mit unterschiedlich hohen Barzahlungs- und/oder Eigenleistungsanteilen – als Projektpartner auf.

Koordiniert werden die bundesforstlichen Forschungsaktivitäten im Servicefeld Forschung und Entwicklung.

 

 

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