Am 30.06.2026 wurden die vier Feuerwehren des Pflichtbereiches Ebensee – Langwies, Rindbach, Roith und Ebensee – um 10:15 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Brand Wald“ alarmiert. Nördlich des Arikogels war ungewöhnlich aufsteigender Rauch wahrgenommen worden.
Zur genauen Lageerkundung wurden zwei Erkundungsflüge mit der Einsatzdrohne der FF Roith sowie des BRD Ebensee durchgeführt. Dabei konnte ein Waldbrand in schwer zugänglichem alpinem Gelände mit einer betroffenen Fläche von rund 30 m² bestätigt werden. Parallel dazu machte sich eine kleine Truppe aus Holzarbeitern und Einsatzkräften zu Fuß zum Brandherd. Aufgrund der anhaltenden Hitzeperiode herrschte im betroffenen Bereich große Trockenheit, wodurch eine rasche Ausbreitung des Brandes nicht ausgeschlossen werden konnte.
Wegen der Lage und der schwierigen Erreichbarkeit des Brandherdes wurden in weiterer Folge die Einsatzführungsunterstützung (EFU), der Waldbrandstützpunkt der FF St. Agatha sowie der Kerosinanhänger der FF Scharnstein nachalarmiert. Zur Sicherung der Einsatzkräfte wurde der Bergrettungsdienst mit der Ortsstelle Ebensee dazugeholt. Zeitgleich erfolgte die Alarmierung der Flugpolizei mit mehreren Hubschraubern. Im weiteren Einsatzverlauf wurde zusätzlich das Österreichische Bundesheer mit einer Agusta Bell 212 zur Unterstützung angefordert. Diese Luftfahrzeuge konnten Löschmittel aus der Luft am Brandherd auftragen sowie zwei Flughelfer auffliegen.
Parallel dazu machte sich eine rund 20-köpfige Mannschaft zu Fuß auf den Weg zum Brandherd. Der Fußmarsch durch das alpine und unwegsame Gelände dauerte rund eine Stunde. Unter den Einsatzkräften befanden sich neben Kameraden der Feuerwehr auch drei Bergretter.
Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten war der Aufbau eines Löschmittelbehälters im Bereich des Brandherdes leider nicht möglich. Daher wurden durch die eingesetzten Hubschrauber mehrere 300-Liter-Löschwasserbehälter aufgeflogen. Von diesen konnten direkt Schläuche angeschlossen und die Brandbekämpfung in mühevoller Handarbeit durchgeführt werden.
Zur Kontrolle des betroffenen Bereiches werden am Morgen des 01.07.2026 Flüge mit der Einsatzdrohne durchgeführt, um mögliche übrig gebliebene Glutnester frühzeitig erkennen und gegebenenfalls gezielt ablöschen zu können.
UPDATE 01.07.2026
Noch kann kein Ende vom Waldbrandeinsatz am Arikogel in Ebensee vermeldet werden. Bei einer morgendlichen Kontrolle mittels Wärmebild-Drohne wurden noch mehrere vorhandenen Glutnester festgestellt.




© FF Roith









































