“…weil wir alle Künstler sind!”
Ein beherztes Kunstprojekt der Jüngsten der Goiserer Volksschule mit Roswitha Wieder hat erstaunliche Ergebnisse gebracht.
“Darum lieb ich alles was so bunt ist, weil wir alle Künstler sind!”, sangen die Mädchen und Buben der 1.c der Volksschule Bad Goisern bei der Vernissage als Abschluss eines Kunstprojektes. Hier konnte man sehen und erleben, dass Kunst wirklich kein Alter hat, sondern von Begeisterung, Engagement und Herz zu einer Sache lebt. In diesem Fall hingeführt und ausgelöst von der Ischler Künstlerin und Kunsttherapeutin Roswitha Wieder, die es geschafft hat, ausnahmslos allen Kindern der Klasse erstaunliche Arbeiten zu ermöglichen. “Kleine Hände – große Achtsamkeit” war das Ausgangsthema und wie Roswitha Wieder erklärte, wurde schon bei der Auswahl der Materialien auf Natürlichkeit und Nachhaltigkeit geachtet: Sand, Asche oder Ziegelstaub für die Grundierung, Verarbeitung von “Abfall” wie Styroporkugeln oder Zwiebelnetzen für dreidimensionalen Bildaufbau und starke, freie Farbigkeit – direkt dem Empfinden und der Kreativität der Persönlichkeiten der Kinder entsprungen. Das sind keine niedlichen Kinderzeichnungen, sondern ausdruckstarke Motive, kraftvoll, ästhetisch und unmittelbar. Daher bemüht sich Roswitha Wieder, diese Arbeiten im Sommer im Ischler Sudhaus im Rahmen der Ausstellung “Tradition und Wandel” zu zeigen, eine größere Bühne, die diese Arbeiten unbedingt verdient haben.
Unterstützt wurde dieses bemerkenswerte Projekt von der Gemeinde Bad Goisern, weshalb Bürgermeister Leopold Schilcher “mit großer Freude” die Vernissage besuchte und den Lions Dachstein-Welterbe. Die Leiterin der Volksschule, Beate Leimer hatte auch allen Grund zur Zufriedenheit über Arbeit und Leben an “ihrer” Schule. Die Lehrerinnen Nina Ellmauer und Linda Kurz gaben dem Projekt Raum und Zeit und blickten auf ein Jahr der Kinder ganz am Anfang ihrer Schullaufbahn zurück: “Ihr seid über euch hinausgewachsen!”

Auch ein dreiteiliges Gemeinschaftsbild erarbeiteten die Mädchen und Buben mit Roswitha Wieder. Die Freude über die eigenen Arbeiten war greifbar!
Foto: Savel
