Schwierige Bedingungen und glückliche Gesichter
Die Durchführung des Skibergsteiger-Rennens Zwieselalm-Aufstieg in Gosau im Skigebiet Dachstein
West war durch den Schneemangel im Vorfeld schwierig zu planen. Pünktlich zum Rennen schickte
Frau Holle aber eine Ladung Neuschnee. Zwar war der eiskalte Schneesturm für die Sportler
unangenehm, spätestens beim gemütlichen Zusammensitzen nach dem Rennen waren aber alle
glücklich und zufrieden. Siegerin der Mittelwertung wurde Barbara Trawöger aus Gschwandt bei
Gmunden.
Die traditionelle Veranstaltung einen Tag vor dem Jahreswechsel wurde heuer bereits zum 16. Mal
von der Sektion Ausdauersport des ASKÖ Raiffeisen Gosau abgehalten, mit genau 100 Nennungen
war sie auch sehr gut besetzt. Beim Aufstieg über 760 Höhenmeter liegt das Hauptaugenmerk auf den
„Normalo-Tourengehern“, deshalb wird ein mit Vorteil für die hinteren Finisher gewichteter Mittelwert
zur Ermittlung des Tagessiegs angewendet. Die legendären Ausblicke zum Dachstein und Gosaukamm
an der Rennstrecke wurden zwar dieses Mal vom Schneesturm geschluckt, der steilste Teil der
Strecke, das „Kanonenrohr“ knapp vor dem Ziel war aber umso mehr gefürchtet.
Am genauesten an den Mittelwert von 1:07:10 Stunden kam Barbara Trawöger mit 1:09:24 Stunden.
Politikprominenz war an den weiteren Plätzen stark vertreten. Die NR Abgeordnete Bettina Zopf
landete mit 1:09:26 auf Platz 2, der Gosauer Bürgermeister Markus Schmaranzer – ein früherer Kader
Skifahrer – setzte sich in der beachtlichen Zeit von 1:01:41 auf Platz 5 der Mittelwertung.
Die ersten 15 platzierten der Mittelwertung durften sich über Sachpreise der Partner Augment, Martini
Sportswear und Pomoca im Wert von EUR 2.000,– freuen.
Weil der Zwieselalm-Aufstieg durchaus auch von Top-Athleten als lohnendes Ziel gesehen wird, sind
die Tagesschnellsten keine unbekannten. Linda Fölsner (La Sportiva Mountain Attack Team) markierte
mit 41:13 Minuten eine hervorragende Zeit, der ehemalige bayrische Nationalteamathlet Josef Huber
war mit 32:49 Minuten nur eine gute Minute über dem 11 Jahre alten Streckenrekord.
Der Profi-Mountainbiker und mehrmalige Race Across Amerika Finisher Lukas Kaufmann konnte sich
mit 39:21 Minuten einen beachtlichen 14. Platz in der Tageswertung sichern.
Sektionsleiter und Organisator Karl Posch nach der Veranstaltung:
„Super wars! Ich bin stolz, dass mein Team die Strecke trotz schwieriger Bedingungen so
hingebracht hat, dass sie für alle Teilnehmer gut zu bewältigen war. Ohne Unfälle, harmonisch
als Kombination zwischen Breiten- und Spitzensport, genau so haben wir uns die Abwicklung
gewünscht. Mein Dank gilt allen Helfern, die die Veranstaltung möglich gemacht haben und
natürlich allen Startern.“
Der Ausklang nach dem Rennen fand traditionell in der Sonnenalm statt, wo bei Kasspatzen aus der
Eisenpfanne und Live-Musik des Goiserer „Elferkogel-Trios“ die Nachbesprechung stattfand.
Gemeinsam wurde nach der Siegerehrung mit der Kabinenbahn abgefahren, um die
Präparierungsarbeiten für den kommenden Tag nicht zu stören.




Bericht: Karl Posch









