Veranstaltung des Stadtregion-Impuls-Programms OÖ 2026 im Feuerwehrhaus Gschwandt

Stadtregion Gmunden vor den Vorhang: drei Projekte in Gschwandt zeigen, was gemeinsam möglich ist!

Gschwandt. Was kann eine vergleichsweise kleine Gemeinde bewegen, wenn sie Verantwortung für ihre eigene Entwicklung übernimmt und gleichzeitig über die Gemeindegrenzen hinausdenkt? Genau das zeigt die Stadtregion Gmunden. Bei der Veranstaltung des Stadtregions-Impuls-Programms OÖ 2026 am Mittwoch 30.9.2026 im Feuerwehrhaus Gschwandt wurden drei Projekte vor den Vorhang geholt, die beispielhaft zeigen, wie aus regionaler Zusammenarbeit konkrete und sichtbare Lösungen entstehen. Im Mittelpunkt stand dabei Gschwandt: eine Gemeinde, die ihre eigene Entwicklung aktiv vorantreibt und dort, wo es sinnvoll ist, konsequent auf Zusammenarbeit in der Stadtregion Gmunden setzt. Die Beispiele reichen von der interkommunalen Funsporthalle über die Ortskernentwicklung bis zum Radstern Gmunden. Nach der Begrüßung durch Bgm. Fritz Steindl wurden von Mag. Monika Hohenecker, Dr. Helmut Poppe und von Bgm. Fritz Steindl die Projekte ausführlich erklärt und vorgestellt. Quasi als Moderator fungierte Mag. Christian Söser vom Regionalmanagement OÖ GmbH. 

Drei Projekte – eine gemeinsame Idee

Die interkommunale Funsporthalle Gschwandt zeigt, wie regionale Infrastruktur gemeinsam gedacht und genutzt werden kann. Die Halle wurde von Gschwandt errichtet und wird heute von Kindern, Jugendlichen, Schulen und Vereinen aus den neun Gemeinden der Stadtregion Gmunden genutzt. So konnte ein stadtregionaler Bedarf gemeinsam abgedeckt werden, ohne Angebote mehrfach schaffen zu müssen.

Mit der Ortskernentwicklung Gschwandt verfolgt die Gemeinde einen anderen, aber ebenso regional wirksamen Ansatz: Nahversorgung, multifunktionale Nutzung des Gemeindezentrums, Gastronomie, Wohnen und Begegnung werden im Ortszentrum gebündelt. Aus einem Leerstand in zentraler Lage entsteht Schritt für Schritt ein neuer, lebendiger Mittelpunkt der Gemeinde.

Auch der Radstern Gmunden zeigt, was stadtregionale Zusammenarbeit bewirken kann. Bei der Sanierung der Nordumfahrungsbrücke konnte gemeinsam mit dem Land Oberösterreich und allen Stadtregions-Gemeinden eine Radverbindung ermöglicht werden, die für die Standortgemeinden Gschwandt und Ohlsdorf allein nur schwer finanzierbar gewesen wäre. Heute ist sie Teil des Radstern-Netzes, das mit einer einheitlichen Beschilderung die Radrouten der neun Gemeinden als gemeinsames regionales Netz sichtbar macht.

„Regional denken. Vor Ort gestalten. Gemeinsam nutzen. Genau darum geht es: Gschwandt übernimmt Verantwortung für die eigene Entwicklung und weiß gleichzeitig, dass viele Herausforderungen gemeinsam mit den Gemeinden der Stadtregion Gmunden besser gelöst werden können“, bringt es Bgm. Fritz Steindl auf den Punkt.

Die drei Projekte zeigen zugleich, dass regionale Zusammenarbeit nicht immer dasselbe bedeutet: gemeinsam nutzen, gemeinsam entwickeln oder gemeinsam Lösungen für regionale Infrastruktur finden. Für RMOÖ-Regionalmanager Mag. Christian Söser ist genau das die Stärke der Stadtregion: „Die drei Projekte zeigen auf unterschiedliche Weise, wie aus stadtregionaler Zusammenarbeit konkrete Lösungen entstehen können – durch gemeinsame Nutzung, gemeinsame Entwicklung und gemeinsame Finanzierung.“

Bei der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer vor Ort ein Bild davon machen. Neben fachlichen Inputs der beteiligten Planer standen Besichtigungen der Funsporthalle, des Bewegungsbands, des neuen Kindergartens, des Gemeindezentrums und des neuen SPAR-Marktes auf dem Programm. Dabei wurde auch deutlich, welchen Stellenwert die multifunktionale Nutzung des Gemeindezentrums für die Gemeindeentwicklung hat: Es schafft Raum für unterschiedliche Angebote und Begegnungen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der sorgenden Gemeinschaft – einem Zukunftsthema, das für die Entwicklung lebenswerter Gemeinden zunehmend an Bedeutung gewinnt. 

Das Stadtregions-Impuls-Programm OÖ 2026 ist eine Initiative des Regionalmanagements OÖ (RMOÖ) und wird aus Mitteln der Abteilung Raumordnung des Landes Oberösterreich unterstützt.

Fotos: Peter Sommer Fotopress

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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