Wirtschafts- und Energielandesrat Markus Achleitner: „Außenliegender Sonnenschutz und vorausschauende Gebäudeplanung sorgen für angenehme Raumtemperaturen – kostenlose Energieberatung des OÖ. Energiesparverbandes unterstützt bei der Umsetzung“
„Die vergangenen Sommerwochen haben deutlich gezeigt: Der sommerliche Wärmeschutz ist längst zu einem wichtigen Bestandteil zeitgemäßen Bauens und Sanierens geworden. Unser Ziel ist, dass die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher auch bei anhaltend hohen Temperaturen von einem angenehmen Raumklima profitieren und zugleich bewusst mit Energie umgehen. Entscheidend ist, die Erwärmung von Wohnräumen durch gute Planung und wirksamen Sonnenschutz von vornherein möglichst gering zu halten“, unterstreicht Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.
Die Sommermonate stellen Gebäude und ihre Bewohnerinnen und Bewohner zunehmend vor Herausforderungen. Besonders hohe Wärmeeinträge entstehen durch große, unbeschattete Fensterflächen sowie durch Beleuchtung, Elektrogeräte und andere Wärmequellen im Gebäude. Entscheidend ist daher, die Hitze möglichst gar nicht erst in die Wohnräume gelangen zu lassen.
Außenliegender Sonnenschutz kann Wärmeeintrag um bis zu 90 Prozent reduzieren
Außenliegender Sonnenschutz ist dabei die wirksamste Maßnahme. Rollläden, Raffstores oder Außen-Screens halten einen Großteil der Sonnenstrahlung bereits vor der Fensterscheibe ab. Je nach System, Farbe und Steuerung kann der solare Wärmeeintrag um bis zu rund 90 Prozent und der Kühlenergiebedarf um bis zu 50 % reduziert werden. Innenliegende Lösungen wie Vorhänge oder Jalousien erreichen meist nur 20 bis 50 Prozent. Außenliegender Sonnenschutz kann damit etwa zwei- bis viermal wirksamer sein.
„Wir wollen hohe Sommertemperaturen nicht mit möglichst viel Energie ausgleichen, sondern den Wärmeeintrag bereits an der Gebäudehülle reduzieren. Wirksamer Sonnenschutz verbessert unmittelbar den Wohnkomfort und verringert zugleich den Bedarf an technischer Kühlung“, betont Landesrat Achleitner.
Mit guter Planung für den Sommer vorsorgen
Bei Neubauten und Sanierungen sollte der sommerliche Wärmeschutz von Beginn an mitgeplant werden. Eine gute Wärmedämmung verlangsamt das Aufheizen des Gebäudes, ausreichende Speichermasse in Wänden und Decken kann Wärme aufnehmen und Temperaturspitzen abfedern. Auch Balkone, Dachvorsprünge und Bepflanzungen leisten einen wichtigen Beitrag, um direkte Sonneneinstrahlung zu begrenzen. Zusätzlich sollten Wärmequellen im Gebäude möglichst geringgehalten werden: LED-Beleuchtung und energieeffiziente Haushaltsgeräte erzeugen weniger Abwärme, nicht benötigte elektrische Geräte sollten ausgeschaltet werden.
„Zeitgemäßes Bauen bedeutet, Gebäude ganzjährig zu denken. Sommerlicher Wärmeschutz ist daher ebenso ein Qualitätsmerkmal wie Energieeffizienz im Winter. Wer diese Anforderungen frühzeitig berücksichtigt, schafft dauerhaft bessere Wohnbedingungen“, erklärt Landesrat Achleitner.
Kostenlose Energieberatung des OÖ. Energiesparverbandes
Wer ein Haus baut oder saniert, einen Heizungstausch, eine Photovoltaikanlage, die Anschaffung eines Elektroautos oder Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung plant, kann das kostenlose und produktunabhängige Beratungsangebot des OÖ. Energiesparverbandes nutzen. Eine Beratung kann online angefordert werden – für erste Fragen steht außerdem die kostenlose Energiespar-Hotline unter 0800/205 206 zur Verfügung.
„Mit einer frühzeitigen Planung und den richtigen Maßnahmen lässt sich der Wohnkomfort auch während längerer Hitzeperioden erheblich verbessern. Die Expertinnen und Experten des OÖ. Energiesparverbandes unterstützen die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher dabei kostenlos, produktunabhängig und praxisnah“, so Gerhard Dell, Geschäftsführer des OÖ. Energiesparverbandes.







