Alternde Gesellschaft erhöht den Druck auf Pflegesysteme – Oberösterreich legt mit der Betreuungsarchitektur 2040 ein Zukunftskonzept vor
Die Bevölkerung Europas wird in den kommenden Jahrzehnten deutlich älter. Laut einer aktuellen Prognose der Europäischen Kommission steigt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in der EU von derzeit rund 36 Millionen auf voraussichtlich 48 Millionen im Jahr 2070. Gleichzeitig nehmen der Fachkräftemangel und der Druck auf die öffentlichen Haushalte sowie die Pflege- und Betreuungssysteme zu.
Für Oberösterreichs Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel bestätigen die Prognosen die Notwendigkeit, Begleitung, Betreuung und Pflege bereits heute langfristig weiterzuentwickeln. Mit der Betreuungsarchitektur 2040 hat Oberösterreich ein Gesamtkonzept vorgelegt, das die Angebote am tatsächlichen Bedarf der Menschen ausrichtet.
„Die Menschen werden älter und damit steigt auch der Pflege- und Betreuungsbedarf. Mit der Betreuungsarchitektur 2040 stellen wir bereits heute die Weichen, um mit neuen Modellen die Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Unser Ziel ist klar: Die Menschen sollen so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können – bedarfsgerecht, leistbar für den Einzelnen und finanzierbar für die öffentliche Hand“, betont Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel.
Vielfalt an Angeboten für unterschiedliche Bedürfnisse
Die steigende Lebenserwartung ist eine positive Entwicklung, bringt aber neue Anforderungen an Pflege, Betreuung und Wohnen mit sich. Die Betreuungsarchitektur 2040 setzt daher auf ein abgestimmtes Zusammenspiel unterschiedlicher Angebote: mobile Dienste, Tagesbetreuung, altersgerechte Wohnformen, Unterstützung für pflegende Angehörige sowie moderne Alten- und Pflegeheime.
„Die Pflege der Zukunft braucht eine Vielfalt an Angeboten, die sich am individuellen Bedarf der Menschen orientiert. Gleichzeitig bleiben unsere Alten- und Pflegeheime eine zentrale Säule in der Versorgung – insbesondere für Menschen mit einem hohen Pflege- und Betreuungsbedarf“, so Dörfel.










