Informations- und Consultingwirtschaft: 2025 reales Plus, erhöhte Investitionen geplant

45 Prozent der Betriebe konnten ihre Umsätze im vergangenen Jahr steigern

Der positive Trend in der Informations- und Consultingwirtschaft (IC) hält an. Das Wachstum ist im Jahr 2025 höher ausgefallen als in den Vorjahren und auch für 2026 sind die Branchenvertreter optimistisch. 

In Oberösterreich sind in der Sparte Information und Consulting die Umsätze im Jahr 2025 nominell um durchschnittlich 6,0 Prozent gestiegen (Österreich: +4,9 Prozent). 45 Prozent der Betriebe konnten ihre Umsätze 2025 im Vergleich zum Vorjahr steigern, 27 Prozent meldeten stabile Umsätze und 28 Prozent mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Real, also unter Berücksichtigung des Preiseffekts, haben sich die Umsätze im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 3,8 Prozent erhöht, da die Preise im Durchschnitt um 2,1 Prozent angehoben wurden.

„Die Unternehmen der Informations- und Consultingbranche sind wichtige Begleiter der heimischen Betriebe und spüren daher ganz direkt, wie es der gesamten Wirtschaft geht. Das Wachstum in unserer Branche zeigt uns, dass es in Oberösterreich wirtschaftlich langsam aufwärtsgeht“, sagt Christoph Schumacher, Obmann der WKOÖ-Sparte Information und Consulting. „Unsere Betriebe schauen auch optimistisch in die Zukunft. Um diese positive Tendenz beizubehalten, ist es wichtig, dass die Branche gute Unterstützung bekommt, etwa durch Entlastung von Bürokratie.“

Positiver Ausblick auf 2026

Die Auftragslage wurde zu Jahresbeginn 2026 im Durchschnitt von den Branchenvertretern der Sparte Information und Consulting in Oberösterreich mit „befriedigend“ beurteilt. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten die Unternehmen weitere Umsatzzuwächse (+3,3 Prozent) und planen eine Erhöhung der Investitionen um 9,0 Prozent sowie des Beschäftigtenstandes um 3,3 Prozent. Die Unternehmen beabsichtigen für 2026 eine Erhöhung der Verkaufspreise um 2,8 Prozent. Dies würde bedeuten, dass die Umsätze real um 0,5 Prozent steigen werden.

Bürokratie und hohe Abgaben sind herausfordernd

Die Unternehmer und Unternehmerinnen wurden nach den bedeutendsten Herausforderungen für ihr Unternehmen für die nächsten ein bis zwei Jahre gefragt. 68 Prozent der Unternehmen der Sparte Information und Consulting in Oberösterreich fühlen sich durch die Steuern und Abgaben in ihrer Geschäftstätigkeit beeinflusst, 62 Prozent durch die Bürokratie und Verwaltung sowie 61 Prozent durch die schwache Kundennachfrage. 54 Prozent sehen die Wettbewerbsintensität als eine große Herausforderung und 53 Prozent die Arbeitskosten.

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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