Anhaltende Trockenheit setzt Oberösterreichs Landwirtschaft massiv unter Druck. Neben rascher Hilfe aus öffentlichen Mitteln braucht es jetzt auch Rückenwind aus der Bevölkerung.
OÖ Bauernbund: „Jeder Griff zum heimischen Produkt stärkt unsere Landwirtschaft“
Die anhaltende Trockenheit trifft Oberösterreichs Landwirtschaft hart: Ernteausfälle, fehlendes Futter und sinkende Erträge belasten Ackerbau, Grünland und Tierhaltung gleichermaßen – und damit auch die regionale Lebensmittelversorgung.
Der Oberösterreichische Bauernbund fordert deshalb eine raschere Umsetzung des Dürrepaketes mit zusätzlichen finanziellen Mitteln für die betroffenen Betriebe. „Wir erwarten uns vom Finanzministerium mehr als die ewige Frage nach der Gegenfinanzierung. Es geht hier nicht um ein ‚Koste es, was es wolle‘. Wenn Ernten ausfallen, Futter knapp wird und Betriebe vor existenziellen Herausforderungen stehen, kann man den Bäuerinnen und Bauern nicht in die linke Hosentasche greifen und das Geld in die rechte zurückstecken – das ist keine Dürrehilfe. Wir brauchen zusätzliches Geld und keine Umschichtung auf dem Papier. Es geht um eine Ausnahmesituation, um die Existenz unserer bäuerlichen Betriebe und letztlich um unser tägliches Brot. Wer unsere Lebensmittelproduktion im Land erhalten will, muss jetzt auch bereit sein, dafür Verantwortung zu übernehmen“, so OÖ Bauernbund-Landesobfrau LR Michaela Langer-Weninger.
Regionaler denn je: 97 Prozent für 3 Prozent
Neben den politischen Verhandlungen unter Hochdruck, appelliert der OÖ Bauernbund einmal mehr für den bewussten Griff zu heimischen Lebensmitteln. Gerade jetzt kann regionaler Einkauf einen wichtigen Beitrag leisten, um die heimische Landwirtschaft und damit unsere Lebensmittelproduktion zu stärken. „Unsere Bäuerinnen und Bauern machen rund drei Prozent der Bevölkerung aus und versorgen uns tagtäglich mit besten heimischen Lebensmitteln. Jetzt braucht es die anderen 97 Prozent dringender denn je. Jeder Einkauf eines heimischen Lebensmittels stärkt unsere bäuerlichen Familienbetriebe, hält Wertschöpfung in der Region und hilft mit, dass Lebensmittel auch künftig bei uns produziert werden können“, betont Landesobfrau Langer-Weninger und sagt abschließend: „Wir können die Dürre nicht wegkaufen. Aber wir können mit unserer täglichen Einkaufsentscheidung einen wichtigen Beitrag leisten. Regionaler denn je – das ist gelebte Solidarität mit unserer Landwirtschaft.“

OÖ Bauernbund-Landesobfrau LR Michaela Langer-Weninger
© OBERÖSTERREICHISCHER BAUERNBUND




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