WMO bestätigt dramatische Zuspitzung der Klimakrise – Dachsteingletscher zeigt Entwicklung in Echtzeit

Der neue Bericht „State of the Global Climate 2025“ der Weltwetterorganisation WMO zeigt unmissverständlich: Die Jahre 2015 bis 2025 waren die heißesten elf Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen. 2025 lag die globale Durchschnittstemperatur rund 1,43 Grad über dem vorindustriellen Niveau, 2024 sogar bei rund 1,55 Grad.

„Die Klimakrise ist längst Realität. Sie ist keine abstrakte Zukunftsfrage mehr, sondern messbar in den globalen Temperaturreihen und sichtbar direkt bei uns in Oberösterreich. Was die WMO weltweit dokumentiert, sehen wir am Dachstein in Echtzeit: Das ewige Eis verschwindet, die Systeme geraten aus dem Gleichgewicht und die Folgen werden immer drastischer“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Mehr als 91 Prozent der überschüssigen Wärme werden in den Ozeanen gespeichert, die Erwärmungsrate der Meere hat sich gegenüber früheren Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Gleichzeitig steigen die Treibhausgaskonzentrationen weiter an, die Atmosphäre speichert immer mehr Hitze, Gletscher und Eisflächen schmelzen in rasantem Tempo.

„Wer noch immer glaubt, die Klimakrise sei ein fernes Problem, muss nur auf unseren Dachstein blicken. Dort zeigt das aus meinem Ressort mitfinanzierte Forschungsprogramm seit Jahren mit wissenschaftlicher Präzision, wie rasch sich unsere Lebensgrundlagen verändern. Allein zwischen 2015 und 2025 hat der Hallstätter Gletscher mit rund 500.000 Quadratmeter eine Fläche von über 70 Fußballfeldern und knapp 30 Millionen Kubikmeter an Eismasse unwiederbringlich verloren“, so Kaineder.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder am Dachstein vorm Hallstätter Gletscher, der von 2015 bis 2025 eine Eisfläche von über 70 Fußballfeldern unwiederbringlich verloren hat.

Foto: Land OÖ/Werner Dedl

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Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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