Eisschwimmen – im Schatten von Olympia

Bronze für Österreich und starke Leistungen bei Eisschwimm-EM in Molveno

Molveno (ITA) – Während olympische Sportarten im Rampenlicht stehen, liefern Eisschwimmerinnen und Eisschwimmer unter extremsten Bedingungen internationale Höchstleistungen.

Bei den European & African Ice Swimming Championships in Molveno überzeugte das österreichische Team mit einer Bronzemedaille, mehreren starken Einzelplatzierungen und einem Ausblick auf den Königsbewerb über 1000 Meter. Die Wassertemperaturen lagen in den vergangenen Tagen zwischen 1,1 und 1,7 Grad Celsius.

Für den rot-weiß-roten Medaillenerfolg sorgte Eva Hergel aus Landeck, die über 50 Meter Brust in der Altersklasse 30–34 die Bronzemedaille gewann. Mit einer Zeit von 44,25 Sekunden schwamm sie auf Rang drei und setzte damit ein sportliches Ausrufezeichen für Österreich. Über 100 Meter Brust belegte Hergel zudem Rang vier und verpasste eine weitere Medaille nur knapp.

Für Österreich Bronze zu gewinnen und diesen Moment mit einem so starken Team zu erleben, war etwas ganz Besonderes. Diese Medaille steht nicht nur für meine sportliche Leistung, sondern auch für mentale Stärke und den besonderen Zusammenhalt im Team“, sagte Eva Hergel.

Auch auf den Langstrecken zeigte das österreichische Team solide Leistungen: Über 500 Meter Freistil belegte Sabrina Lederle in der Altersklasse 35–39 den 5. Platz, Bettina Hausmann wurde in der Altersklasse 40–44 Neunte. Bei den Herren erreichte Josef Köberl über 500 Meter Freistil in der Altersklasse 45–49 den 6. Platz (8:38,26). Ulrich Fürlinger belegte in derselben Altersklasse Rang 8 (9:11,15).Der Präsident des österreichischen Eisschwimmverbandes zeigte sich mit den Leistungen sehr zufrieden:
Ich bin sehr stolz auf unsere Athletinnen und Athleten. Noch im vergangenen Jahr waren Markus Rogan und Jürgen Spitzbauer als ausgewiesene Medaillengaranten Teil mit im  Team. Heute zeigt sich, dass in Österreich weiterhin enormes Potenzial im Eisschwimmen vorhanden ist. Ohne Sponsoren wird es jedoch schwierig, unsere starken Schwimmerinnen und Schwimmer zu den Weltmeisterschaften im kommenden Jahr zu entsenden. Gleichzeitig sind wir laufend auf der Suche nach engagierten Athletinnen und Athleten – denn jeder, der Eisschwimmen einmal live erlebt, will mehr davon sehen.

Am Freitag steht mit den 1000 Metern Freistil der „Königsbewerb“ des Eisschwimmens auf dem Programm. Für Österreich werden Christoph Sivich, Josef Köberl und Ulrich Fürlinger an den Start gehen – unter Bedingungen, die Eisschwimmen zu einer der härtesten Disziplinen im internationalen Sport machen.

Am Livestream kann man dabei sein: https://www.iisamolveno2026.it/

Foto:  Hergel

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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