Es geht um weit mehr als um Skifahren oder Tourismus. Für die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer im Almtal steht die wirtschaftliche Zukunft einer ganzen Region auf dem Spiel. Eine aktuelle volkswirtschaftliche Studie der Johannes Kepler Universität Linz besagt, dass die Kasberg Bergbahnen für den Wirtschaftsstandort Almtal eine zentrale Rolle spielen – und warum ein weiteres Zögern fatale Folgen haben könnte.
Die Junge Wirtschaft Gmunden fühlt sich auf Grund der Universitätsstudie alarmiert: Der Weiterbetrieb und die dringend notwendigen Investitionen in den Kasberg sind kein Luxusprojekt, sondern ein Standortfaktor für Betriebe, Arbeitsplätze und Investitionen über den Tourismus hinaus.
88 Millionen Euro Investitionen – 900 Arbeitsplätze auf dem Spiel
Laut JKU-Studie könnten geplante Investitionen von rund 88 Millionen Euro in Beherbergung und Infrastruktur eine regionale Wertschöpfung von mehr als 68 Millionen Euro sowie rund 900 Arbeitsplätze auslösen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein abgesicherter, zukunftsfit aufgestellter Bergbahnbetrieb am Kasberg.
„Ohne eine klare Perspektive für den Kasberg bleiben Investitionen aus – und damit auch Wertschöpfung, Beschäftigung und Entwicklungschancen für die gesamte Region“, betont Sophie Wittmann, Ortsgruppenvorsitzende Almtal der Jungen Wirtschaft Gmunden.
Nicht nur Tourismus: Regionale Betriebe unter Druck
Im Almtal sind zahlreiche große und mittelständische Unternehmen angesiedelt, die nicht unmittelbar vom Tourismus leben, aber maßgeblich zur regionalen Wertschöpfung, zu stabilen Arbeitsplätzen und hohen Steuereinnahmen beitragen. Diese Betriebe sind auf einen starken Standort angewiesen: „Funktionierende Infrastruktur, hohe Lebensqualität und attraktive Freizeitangebote sind auch ein Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte“ betont in dem Zusammenhang Thomas Schöfbänker, Bezirksvorsitzender JW Gmunden.
Optimistischer Ausblick statt Stillstand
Trotz aller Sorgen überwiegt bei den Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern im Almtal der Blick nach vorne. Die Studie zeige nicht nur Risiken, sondern vor allem enorme wirtschaftliche Chancen, wenn jetzt die richtigen Entscheidungen getroffen werden.
„Wir sind Unternehmer, wir denken in Chancen – nicht in Problemen. Die Zahlen der JKU-Studie zeigen klar, welches Potenzial im Kasberg und in der gesamten Region steckt. Jetzt braucht es den Mut, diesen Weg auch zu gehen“, betont die Junge Wirtschaft Gmunden.
Klare Erwartung an die Politik
Die Junge Wirtschaft Gmunden sieht die Landesregierung in der Pflicht und hofft, dass auch auf politischer Ebene dieser Optimismus geteilt wird. Eine Investition in die Kasberg Bergbahnen sei aus Sicht der regionalen Wirtschaft eine Investition in den gesamten Standort Almtal – und würde sich laut der JKU-Studie für das Land Oberösterreich in kurzer Zeit rechnen. „Unsere Betriebe leisten Jahr für Jahr einen erheblichen Beitrag. Jetzt erwarten wir, dass die Landesregierung in das Almtal investiert – so wie es in Nachbarregionen üblich ist!“, heißt es von den Jungunternehmer:innen aus dem Almtal.
Fazit: Entscheidung mit Langzeitwirkung
Die Junge Wirtschaft Gmunden appelliert daher an die politischen Entscheidungsträger, rasch und entschlossen im Interesse der gesamten Region zu handeln, eine Eingliederung der Kasberg Bergbahnen in die OÖ Seilbahnholding zu beschließen und die enormen wirtschaftlichen Chancen zu nutzen.
Studie der JKU Linz: www.fg-almtal.at

[Hinten links] Thomas Schöfbänker (JW Bezirksvorsitzender Gmunden) & [Vorne Mitte] Sophie Wittmann (JW Ortsgruppenvorsitzende Almtal) inmitten von besorgten Jungunternehmer:innen aus dem Almtal
Foto: JW Gmunden









