Kitzbühel. Eisig, gnadenlos, legendär – der Ganslernhang zeigte sich am 21. Jänner 2026 von seiner kompromisslosesten Seite. Und mittendrin: Katharina Unterdechler, die mit einer furiosen Aufholjagd beim Longines Future Hahnenkamm Champions Rennen ein kräftiges Ausrufezeichen setzte.
Nur wenige Tage bevor die Weltcup-Stars an gleicher Stelle um Ruhm, Punkte und Geschichte kämpfen, trafen sich die besten Nachwuchstalente aus neun Nationen zum prestigeträchtigen Slalom in der wohl berühmtesten Skistadt der Welt. Der Hang: spiegelglatt, hart wie Beton, ein Prüfstein selbst für Routiniers. Fehler verzeiht er keine.
Nach dem ersten Durchgang lag Unterdechler noch auf Zwischenrang zehn – solide, aber unscheinbar. Doch was dann folgte, war ein echter Kitzbühel-Moment: Mit Mut, Angriffslust und perfekter Linienwahl stürzte sich die Athletin im zweiten Lauf den Hang hinunter, riskierte alles und ließ eine Konkurrentin nach der anderen hinter sich.
Als die Ziellinie überquert war, brandete Jubel auf: Rang vier – und damit beste Österreicherin des Rennens.

„Der Ganslernhang gilt nicht umsonst als schwierigster Slalomhang im Herren-Weltcup“, meinte ein Betreuer nach dem Rennen. Total vereist, extrem steil, technisch brutal – Bedingungen, die Charakter zeigen. Und genau den bewies Unterdechler eindrucksvoll.
Mit diesem Auftritt empfahl sich Katharina Unterdechler nachhaltig als vielversprechendes Talent im österreichischen Skisport. Wer am legendären Ganslernhang so auftrumpft, dem darf man für die Zukunft Großes zutrauen.
Kitzbühel hat ein neues Gesicht gesehen – und wird es sich merken.










