Nächtlicher länderübergreifender Bergrettungseinsatz beim Unteren Eissee am Dachstein

Um 22:22 Uhr wurden die Rettungsleitstellen der Steiermark und Oberösterreich alarmiert: Eine fünfköpfige Gruppe kam beim Unteren Eissee nicht mehr weiter.

Die Bergrettungsdienste Hallstatt und Ramsau am Dachstein nahmen umgehend Kontakt miteinander auf und leiteten parallel erste Maßnahmen ein. Der Hüttenwirt der Simonyhütte machte sich sofort mit Notfallausrüstung, Verpflegung sowie heißem Tee auf den Weg, um so rasch wie möglich zur Gruppe zu gelangen. Gleichzeitig wurde der Notarzthubschrauber C14 aus Niederöblarn alarmiert, der seinen Einsatz jedoch aufgrund von dichtem Nebel nach kurzer Zeit abbrechen musste.

In der Zwischenzeit erreichte der Hüttenwirt – selbst Bergretter beim Bergrettungsdienst Hallstatt – die in Not geratene Gruppe. Eine Person war stark unterkühlt und völlig erschöpft. Nach einer kurzen Erstversorgung und gutes Zureden begann er gemeinsam mit der erschöpften Person und den weiteren Gruppenmitgliedern in sehr langsamen Tempo den Aufstieg in Richtung Simonyhütte.

Eine Mannschaft der Bergrettung Ramsau am Dachstein fuhr mit der Hunerkogel-Seilbahn auf und gelangte anschließend mit Skiern über den Gletscher zum Eissee. Eine zweite Gruppe machte sich mit einem Skidoo und einem Schlitten über die Ratrakroute auf den Weg zur Simonyhütte.

Von Hallstatt startete ebenfalls eine Mannschaft über das Wiesberghaus hinauf zur Simonyhütte.

Um 01:02 Uhr erreichte die Bergrettungsmannschaft aus Ramsau die Gruppe mit der erschöpften Person. Alle gemeinsam setzten nun den Weg zur Simonyhütte fort. Kurze Zeit später erreichten sie ihr Ziel, wo sich die unterkühlte Person bei einem warmen Getränk wieder langsam erholen konnte.

Alle Einsatzkräfte machten sich anschließend noch in der Nacht auf den Rückweg ins Tal.

Ein großer Dank gilt allen Beteiligten – besonders unseren Freunden von der Bergrettung Ramsau am Dachstein für ihre Unterstützung.

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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