Oberösterreichische Handel verbuchte kleines Wachstum

Sonntag: „Die Preisentwicklung im Handel war mit einem Plus
von 1,5 Prozent 2025 sogar inflationsdämpfend.”

„Die Preise stiegen in Österreich 2025 mit 3,6 Prozent zwar stärker an als 2024 mit 2,9 Prozent, was insbesondere auf deutlich gestiegene Preise für Energie mit einem Plus von 11,1 Prozent und im Tourismus mit 5,8 Prozent zurückzuführen ist. Entgegen der von vielen Menschen gefühlten Situation und zahlreicher Aussagen wirkte die Preisentwicklung im Handel mit einem Plus von 1,5 Prozent sogar inflationsdämpfend, wie der aktuelle Konjunkturbericht 2025 des Instituts für Österreichs Wirtschaft (iföw) für den Handel in Oberösterreich zeigt“, sagt Martin Sonntag, Obmann der Sparte Handel in der WKOÖ.

„Erfreulich ist, dass der Handel in Oberösterreich mit einem Umsatzplus von nominell 2,3 Prozent positiv bilanziert und die Umsätze um rund 1,5 Milliarden Euro auf in Summe rund 60 Milliarden Euro steigern konnte“, zitiert Sonntag die Studie. Sogar real, also preisbereinigt, verbuchte der Handel ein kleines Konjunkturwachstum von 0,8 Prozent. Alle Handelssektoren entwickelten sich 2025 in Oberösterreich konjunkturell positiv mit unterschiedlichen Steigerungsraten.

Die Einzelhandelsumsätze stiegen nominell um 2,3 Prozent bzw. real um 0,4 Prozent an. Der Großhandel konnte nach zwei Jahren mit Umsatzrückgängen wieder ein positives Konjunkturergebnis mit einem nominellen Plus von 1,9 Prozent und einem realen Plus von 1 Prozent einfahren. Und der Konjunkturaufschwung in der Kfz-Wirtschaft gewann mit einem nominellen Plus von 6,5 Prozent (real + 3,6 Prozent) noch an Dynamik.

Wie bereits 2024 war auch 2025 die Zahl der Beschäftigten in Oberösterreichs Handel rückläufig. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das Minus 1,6 Prozent. Sowohl relativ als auch absolut ist die Veränderung im Großhandel mit einem Minus von 2,1 Prozent bzw. 797 Jobs besonders groß. Der Einzelhandel liegt bei einem Minus von 1,5 Prozent und die Kfz-Wirtschaft bei einem vergleichsweise moderaten Rückgang von 0,6 Prozent. 

„Für 2026 stehen die Zeichen auf Konjunkturerholung. Die WIFO-Prognosen gehen für 2026 und für 2027 von einer steigenden Bruttowertschöpfung im Handel um real 1,4 Prozent bzw. 1,7 Prozent aus. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sollen den Prognosen nach um real 0,8 Prozent bzw. 0,9 Prozent ansteigen, die Sparquote kontinuierlich zurückgehen und die Inflation mit prognostizierten 2,6 Prozent für 2026 und 2,4 Prozent für 2027 deutlich geringer als zuletzt ausfallen“, ist Sonntag optimistisch.

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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