OÖ Medieninfo: Aktueller Stand der Hochwassersituation in Oberösterreich – Hydrographischer Dienst informiert aktuell über Gefahrenlage

„Die Niederschläge der letzten Tage, welche bis in höhere Lagen als Regen fielen, führten im Zusammenspiel mit der Schneeschmelze vor allem an den mittelgroßen bis kleinen oberösterreichischen Gewässern zu teilweise recht deutlichen Anstiegen der Wasserstände“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder. Im oberen Mühlviertel (Ranna, Gr. Mühl) wurde ein HQ1 erreicht.

Aktuell herrschen an allen oberösterreichischen Gewässern erhöhte Wasserführungen vor. Momentan herrscht laut Geosphere Austria eine Nordstaulage mit Niederschlagsschwerpunkt im südlichen Bergland sowie in der Region Pyhrn-Eisenwurzen.

Die erwarteten Niederschlagsraten ab heute Nacht bis morgen Nachmittag:

  • Schneefallgrenze 1200m (punktuell auch knapp unter 1000m)
  • Südliches Bergland, Pyhrn-Eisenwurzen, Salzkammergut: 30-50m
  • Übriges OÖ (Innviertel, Hausruck, Mühlviertel, Zentralraum): 5 – 10 mm
  • Ab Dienstag Nachmittag wird zunehmend trockenes Wetter erwartet
  • Tauperiode, 0°-Grenze steigt bis 3000m

Die für heute Nacht bis morgen mittags vorhergesagten Niederschläge mit Schwerpunkt im südlichen Bergland und der Pyhrn-Eisenwurzen-Region werden, im Zusammenhang mit der ziemlich hoch gelegenen Schneefallgrenze von ca. 1200m (punktuell auch niederer), schnell abflusswirksam. Im Zusammenspiel mit dem Abtauen der Schneedecke sind bei den kleinen und mittelgroßen Gewässern Wasserstandsanstiege zu erwarten, welche zu kleinräumigen, lokal begrenzten Überflutungen führen können.

Bei den kleinen und mittelgroßen Gewässern im übrigen Oberösterreich (Innviertel, Hausruck, Mühlviertel, Zentralraum) herrschen aktuell bereits erhöhte Wasserführungen vor. Die vorhergesagten Niederschläge können auch dort ab den Nachtstunden lokal begrenzte Überflutungen auslösen.

Auch an den großen oö. Gewässern Donau, Inn, Salzach, Traun und Enns werden vor allem im morgigen Tagesverlauf ansteigende Wasserstände erwartet. Aus jetziger Sicht ist aber dort mit keiner außergewöhnlichen Hochwasserwelle zu rechnen. 

„Wir haben in den letzten Jahren die Messstellen in Oberösterreich weiter ausgebaut. Der Hydrographische Dienst des Landes OÖ betreibt an den oö. Gewässern rund 180 Pegelmessstellen, an denen die Wasserstände kontinuierlich erfasst werden. Diese dienen als wichtiges Frühwarnsystem für Hochwasser. Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Hydrographischen Dienst, die rund um die Uhr im Einsatz sind“, so Landesrat Kaineder.

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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