OÖ Bauernbund: Weltfleischtag: Heimisches Schweinefleisch im Fokus

Österreichs Bäuerinnen und Bauern produzieren unter – international betrachtet – höchsten
Standards. Tierwohl, Qualität und Lebensmittelsicherheit stehen an oberster Stelle. Rund um den
Weltfleischtag am 26. Februar machen die OÖ Bäuerinnen und Bauern im Bauernbund auf den Wert
von Fleisch in der Ernährung sowie auf einen bewussten und verantwortungsvollen Konsum
aufmerksam. Heuer steht das heimische Schweinefleisch im Mittelpunkt.
Bereits am Samstag, 21. Februar 2026, luden die Welser Bäuerinnen ins max.center Wels ein.
Gemeinsam mit Landesbäuerin Johanna Haider, Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck sowie den
Ortsbäuerinnen Maria Mittermayr und Petra Wimmer suchten sie das Gespräch mit Konsumentinnen
und Konsumenten. Neben Information und Aufklärung wurden Kostproben von selbstgemachtem
Speck aus bäuerlicher Produktion angeboten.
Der Weltfleischtag wurde ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung einer nachhaltigen
Fleischproduktion und eines bewussten Einkaufs hinzuweisen. Konsumenten sollen sich mit Herkunft,
Qualität und Produktionsbedingungen auseinandersetzen. Gerade in Oberösterreich, einem der
stärksten Schweinebundesländer Österreichs mit rund 2.000 Haupterwerbs
Schweinehaltungsbetrieben, spielt die Branche eine zentrale Rolle für Wertschöpfung und
Versorgungssicherheit.
Bewusster Fleischkonsum und regionale Verantwortung
Landesbäuerin Johanna Haider betont: „Der Weltfleischtag führt uns vor Augen, welch zentrale Rolle
Fleisch seit jeher in unserer Ernährung einnimmt. Umso entscheidender ist es, bewusst zu wählen und
auf Qualität zu achten. Wer sich für Fleisch aus Oberösterreich entscheidet, entscheidet sich für
Verantwortung, für Transparenz und für eine Produktion nach höchsten Standards.“
Die heimischen Schweinebäuerinnen und -bauern stehen für hohe Produktionsstandards, kurze
Transportwege und streng kontrollierte Qualität – und damit für Lebensmittel, die Vertrauen
verdienen.
Gleichzeitig sieht sich die Branche mit großen Herausforderungen konfrontiert. Fehlende
Planungssicherheit und Unsicherheit hinsichtlich langfristiger Rahmenbedingungen – etwa bei der
Industrieemissionsrichtlinie, bei Vorgaben zur freien Abferkelung, bei Tierwohlstandards oder bei
Diskussionen rund um den Spaltenboden – erschweren notwendige Investitionen. „Unsere Betriebe
brauchen Verlässlichkeit. Wer Tierwohl weiterentwickeln will, muss auch stabile gesetzliche
Grundlagen garantieren“, so Haider.

Regional kaufen heißt Landwirtschaft stärken
Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck appelliert an die Konsumentinnen und Konsumenten: „Mit jedem
Einkauf wird eine Entscheidung getroffen – nicht nur für ein Produkt, sondern für eine Form der
Landwirtschaft. Wer bewusst zu österreichischem Fleisch greift, stärkt unsere bäuerlichen
Familienbetriebe und trägt zur regionalen Wertschöpfung bei. Besonders empfehlenswert ist der Kauf
direkt bei unseren Direktvermarktern: Dort stehen Frische, nachvollziehbare Herkunft und höchste
Qualität im Mittelpunkt. Orientierung bietet zudem das AMA-Gütesiegel, das klar für den Ursprung
aus Österreich steht und Vertrauen schafft.“

Wie viel Handwerk und Wissen hinter der Produktion stecken, zeigten die Ortsbäuerinnen
eindrucksvoll. Petra Wimmer hält selbst Schweine am Hof, schlachtet für den Eigenbedarf und selcht
ihren Speck traditionell. „Zu Hause schmeckt er besser als jeder gekaufte. Es ist eine Wertschätzung
unserer Tiere und unserer eigenen Arbeit“, sagt sie. Besonders wichtig ist ihr, das Wissen rund ums
Speckselchen und Brotbacken zu erhalten und weiterzugeben, damit diese Traditionen nicht verloren
gehen.
Maria Mittermayr betreibt eine Direktvermarktung von Bio-Schweinefleisch und ist mit der Nachfrage
sehr zufrieden. Bei ihr wird das Schwein „nose to tail“ verarbeitet – vom Edelstück bis zum
Veredelungsprodukt. „Unsere Kunden schätzen die Transparenz und die Vielfalt. Das ganze Tier zu
verwerten, ist für uns selbstverständlich“, betont sie.
Verantwortungsvoller Konsum für eine sichere Zukunft
Ein bewusster Einkauf hat unmittelbare Auswirkungen auf die heimische Produktion. Wer zu
regionalem Schweinefleisch greift, stärkt bäuerliche Familienbetriebe und sichert Arbeitsplätze im
ländlichen Raum. Der Weltfleischtag 2026 setzt damit ein klares Zeichen für Qualität, Regionalität und
für eine zukunftsfähige Schweinehaltung in Oberösterreich.

OÖ Bäuerinnen zum Weltfleischtag

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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