Red Bull Salzburg: Sensation bleibt trotz überragender Leistung gegen LASK aus 

Mit unserer womöglich besten Saisonleistung dieser ADMIRAL Bundesliga-Saison beschließen wir die Spielzeit 2023/24 und siegen mit 7:1 gegen den LASK. Aufgrund des heutigen Grazer 2:0-Sieges gegen Klagenfurt müssen wir uns allerdings mit Rang zwei begnügen und dem SK Sturm zum Titel gratulieren. Trotzdem: Es ist ein versöhnlicher Abschied in die Sommerpause, bei dem es schon vor Anpfiffemotional zur Sache geht.

Spielbericht Red Bull Salzburg

Knapp 20 Minuten vor dem Anpfiff gab es nach 16 gemeinsamen Saisonen den gebührenden Abschied von Kapitän Andreas Ulmer, auch Abgänger Sekou Koita wurde geehrt – und sollte sich mit einer sensationellen Leistung bei euch Fans bedanken.

Den spielerischen Startschuss lieferte ein Eckball, so hart erarbeitet, dass es das perfekte Sinnbild unseres heutigen Siegeswillens sein sollte. Karim Konate erlief im Vollsprint einen verloren geglaubten Ball und zog den Flügel entlang. Dass seine Hereingabe ins Toraus geblockt wurde, sollte uns nicht stören, denn bei der folgenden Flanke klärte LASK-Goalie Lawal nur unzureichend und Sekou Koita versenkte die Kugel gnadenlos aus dem Rückraum heraus (7.).

Doch wir hatten damit nicht genug, wir wollten den Druck auf die parallel spielenden Grazer noch weiter erhöhen! Keine Minute war verstrichen, da legten wir prompt den nächsten Treffer nach. Goalgetter Koita erkämpfte sich die Kugel dieses Mal mit purer Willenskraft am Mittelkreis und leitete den Angriff ein. Ein abgefälschter Steilpass landete bei Luka Sucic, der aus spitzem Winkel auf 2:0 erhöhte – die Red Bull Arena bebte vor Euphorie (8.)!

Der Spielstand sollte allerdings nicht über die Intensität der Partie hinwegtäuschen. Die Linzer hielten dagegen und verlangten uns defensiv sowie offensiv einiges ab. Auf zwei weitere gute Möglichkeiten unserer Burschen (Konate in Minute 18 und Koita in Minute 20) folgte die stärkste Spielphase der Darazs-Elf.

Zuerst gab es nach knapp 21 Minuten den vermeintlichen Anschlusstreffer der Stahlstädter, der aufgrund eines Foulspiels jedoch keinen Bestand hatte, doch wenig später sollte unser Netz regelkonform zappeln. Maksym Talovierov bediente Moses Usor, der das Leder aus etwa 16 Metern kaltschnäuzig ins Eck zimmerte (25.). Der Anschlusstreffer hatte dem LASK sichtlich Mut gegeben, die Gäste waren nun für einige Zeit am Drücker und wir mussten uns erst wieder sammeln – doch wir sollten die Nerven bewahren!

Mit einem Eckball holten wir uns schließlich noch vor der Pause die Zwei-Tore-Führung zurück, als Luka Sucic das Rund perfekt hineinzwirbelte und Strahinja Pavlovic mit einem gewaltigen Luftstand per Kopf vollendete (36.). Somit ging es als Blitztabellen-Führender – im Parallelspiel stand es 0:0 – in die Katakomben.

Nach dem Seitenwechsel ging es erstmal sichtlich ruhiger zur Sache, es sollte jedoch nicht lange dauern, bis wir das Tempo erhöhten und sich der LASK zunehmend im eigenen Strafraum wiederfand. Das Ganze gipfelte schließlich darin, dass Philipp Ziereis den entwischten Konate im eigenen Sechzehner umgrätschte – Elfmeter, klare Sache. Kapitän Luka Sucic zeigte sich vom Punkt eiskalt, 4:1 (61.).

Doch damit nicht genug, wir hatten endgültig Oberwasser. Mit einer prächtigen Kombination spielten wir uns über links durch, in der Mitte baute schließlich Karim Konate seinen Vorsprung in der BL-Torschützenliste aus (66.).

Kurz nach dem Treffer zum 5:1 nahm die elektrisierte Stimmung in der Red Bull Arena einen herben Rückschlag hin. Die Kunde machte sich breit, dass die Grazer gegen Klagenfurt in Führung gegangen und damit in der Tabelle obenauf waren.

Unsere Roten Bullen zeigten sich davon allerdings total unbeeindruckt. Nach einem Eckball landete der zweite Ball vor dem anlaufenden Koita, der ihn wuchtig zum 6:1 einschoss (71.). Ein mehr als gelungener Abschied für den Malier, der uns nach dieser Saison verlassen wird.

Zur Schlussviertelstunde wechselte Coach Onur Cinel ordentlich durch und brachte gleich vier frische Spieler. Es sollte sich als die richtige Entscheidung erweisen, denn mit Dorgeles Nene netzte einer von ihnen nach Gloukh-Steckpass prompt (78.). Dies tat leider nur noch wenig zur Sache, da Sturm mit seinem 2:0 kurz vor dem Schlusspfiff in Graz-Liebenau den Meistertitel fixieren konnte.

Trotz allem war es ein mehr als versöhnlicher Abschied, der jetzt schon Lust auf die neue Saison macht – in dieser wollen wir gemeinsam wieder voll angreifen!

Statements

Zunächst einmal Glückwunsch an Sturm Graz zur Meisterschaft! Klar sind wir enttäuscht, aber meine Laune ist nicht im Keller, weil wir einfach einen 7:1-Heimsieg gegen eine extrem formstarke Mannschaft geholt und ein super Spiel gemacht haben. Dementsprechend ist es in diesem Moment ein bisschen bitter, auf der anderen Seite bin ich froh, dass wir uns selbst, unseren Familien, aber auch den Zuschauern einen richtig schönen Abschluss bereitet haben.

Onur Cinel

Wir sind glücklich, dass wir die Spieler, die jetzt gehen, mit einem Sieg verabschieden konnten. Trotzdem ist die Enttäuschung da, weil wir wussten, dass es die Möglichkeit gibt, wenn wir unseren Job erledigen. Aber Sturm hat es einfach besser gemacht, Glückwunsch an sie! Jetzt müssen wir schauen, woran es in dieser Saison gelegen hat und es in der nächsten besser machen.

Flavius Daniliuc

Aufstellung

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Wechsel

Terzic für Guindo (76.), Ratkov für Simic (76.), Gourna-Douath für Diambou (76.), Nene für Konate (76.), Solet für Koita (88.)

Gelbe Karten

Daniliuc (45.+2/Unsportlichkeit), Simic (49./Foul)

Personelles

  • Nicht einsatzbereit für dieses Spiel waren Mads Bidstrup (Schulter), Amar Dedic (Wade), Fernando (Oberschenkel), Maurits Kjaergaard (Oberschenkel), Leandro Morgalla (rekonvaleszent), Alexander Schlager (Knie) und Andreas Ulmer (Wade).
  • Nicolas Capaldo steht nach langer Verletzungspause erst seit Kurzem wieder im Mannschaftstraining.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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