Klärung von 62 Einbruchsdiebstählen in Wohnungen

Landeskriminalamt OÖ

Anfang 2022 wurde festgestellt, dass es im Bundesland Oberösterreich zu einem starken Anstieg von Wohnungseinbrüchen in Mehrparteienhäuser zu Nachtzeiten kam. Dabei waren vor allem Wohnungen, die zur Tatzeit unbewohnt waren, betroffen. Die vorerst unbekannten Täter brachen jeweils die Schließzylinder ab, gelangten so in die Wohnungen und stahlen neben Wertgegenständen auch Elektrogeräte und Bekleidung. Die Ermittlungen der Diebstahlermittler des Landeskriminalamtes Oberösterreich führten, in Zusammenarbeit mit tschechischen und polnischen Polizeibehörden, zum Bekanntwerden mehrerer verdächtiger Fahrzeuge.

Nach entsprechenden Ermittlungen, Observationen und Auswertungen konnten vier Verdächtige, drei georgische Staatsbürger und eine ukrainische Staatsangehörige, ausgeforscht werden. Ihnen wurden 62 Einbruchsdiebstähle bis Dezember 2022 in Wohnungen in Oberösterreich, Vorarlberg, Tirol und Kärnten nachgewiesen. Um festzustellen, welche Wohnungen unbewohnt waren, markierten die Verdächtigen die Wohnungstüren jeweils in der Vornacht, wodurch sie ein Öffnen bzw. Nichtöffnen der Türen tagsüber feststellen konnten.

Die Verdächtigen reisten jeweils zu den Einbrüchen von Polen, wo sie ihren Aufenthalt hatten, nach Österreich, verübten hier die Einbrüche und verließen unmittelbar danach wieder das Bundesgebiet. Mittlerweile konnten in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Wels drei Beschuldigte in diversen europäischen Ländern verhaftet werden und befinden sich derzeit in der JA Wels. Ein Beschuldigter ist derzeit noch flüchtig, ein entsprechender Haftbefehl besteht. Bei mehreren in Georgien durchgeführten Hausdurchsuchungen konnte auch in Österreich gestohlenes Diebesgut gefunden werden. Die Hauptverhandlung gegen die drei Beschuldigten findet Anfang Jänner im Landesgericht Wels statt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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