Landeskulturpreise und Talentförderungsprämien vergeben

„Herausragendes künstlerisches Schaffen ist eine große Bereicherung für unser Land. Mit der Verleihung der Landespreise betonen wir die Bedeutung der Kultur. Sie ist prägend für das Bild unseres Landes. Oberösterreich ist das Land der Kultur – das wird 2024 mit dem Brucknerjahr und der Kulturhauptstadt Bad Ischl/Salzkammergut besonders spür- und erlebbar”, sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer anlässlich der Ehrungen am Dienstag. Der „Große Landespreis für Kultur” ging an Anselm Glück in der Sparte Literatur sowie an Margit Palme in der Sparte bildende Kunst. Dazu wurden auch vier „Landespreise für Kultur” vergeben sowie elf Talentförderungsprämien überreicht. Das Land Oberösterreich vergibt jährlich in wechselnden Sparten Landespreise für Kultur und Talentförderungsprämien, um künstlerisches Schaffen anzuerkennen und auszuzeichnen. 

Landeshauptmann Thomas Stelzer streut den beiden Preisträgern der „Großen Kulturpreise des Landes OÖ” Rosen: „Anselm Glück ist ein unerschöpflicher Bilderfinder, Margit Palme ist eine Größe in der Welt der Drucktechnik – beide  haben in ihren Bereichen Herausragendes geleistet. Sie sind Inspirationen für viele Kunstfreunde und Kunstschaffende”, so der Landeshauptmann. „Der Dichter und Maler Friedrich Anselm Glück ist als Künstler seiner idiosynkratischen Weltwahrnehmung ausgeliefert und lässt sie in seine Texte und Bilder einfließen. Als autobiographisch Identifizierbares schlägt in den Text so um, dass die Verhältnisse von Vorlage und Bericht bzw. Imagination und Kreation ins Trudeln geraten”, erklärte die Jury, warum Anselm Glück den Adalbert-Stifter-Preis, den „Großen Kulturpreis des Landes OÖ” in der Sparte Literatur, verliehen bekam.

Margit Palme wurde der Alfred-Kubin-Preis, der „Große Kulturpreis des Landes OÖ” in der Sparte für Bildende Kunst überreicht. „Margit Palmes Frauenfiguren treten in einer von patriarchalen Strukturen geprägten Welt auf. In dynamischen und mitunter provokanten Posen streben sie danach, ihr Leben mit Geschick und Elan zu meistern. Seit mehr als sechs Jahrzehnten bedient sich die Künstlerin dazu der Aquatinta-Radierung. Diese Tiefdrucktechnik, die lineare Präzision mit farblicher Reduktion kombiniert, beherrscht Margit Palme virtuos”, schwärmte die Jury.

Der „Große Landespreis für Kultur” ist mit jeweils 11.000 Euro dotiert.

Weiters wurden am Dienstag die Landespreise für initiative Kulturarbeit ergeben.

Der mit 7.500 Euro dotierte Große Landespreis für Initiative Kulturarbeit geht an

FIFTITU% – Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur in Oberösterreich, Linz. Den Kleinen Landespreis für Initiative Kulturarbeit in Höhe von je 2.700 Euro erhalten dasMEDIEN KULTUR HAUS, Wels, sowie der Kulturverein FRIKULUM, Weyer. 

Zudem wurden am Dienstag auch die mit je 7.500 Euro dotierten „Landespreise für Kultur” vergeben. Die Preisträge sind:

  • Bildende Kunst:  Mag.a Nicole Six und Univ.-Prof. Mag. Paul Petritsch, Wien
  • Experimentelle und interdisziplinäre Formen künstlerischen ArbeitensKulturverein Time`s Up, Linz
  • Kultur- und Geisteswissenschaft-Prof.in Dr.in Gabriella Hauch, Wien
  • Literatur: Karin Peschka, Wien

Auch Talentförderungsprämien in Höhe von 5.400 Euro wurden übergeben:                   

Bildende Kunst:
Beate Gatschelhofer, BA, Linz
Mag.a Ruth Grösswang, Linz
Linda Luse Weigl, MA, Leonding

Experimentelle und interdisziplinäre Formen künstlerischen Arbeitens:
Daniel Haas, St. Roman bei Schärding
Clara Hildegard Hirschmanner, MA, Wien
Mag.a Irene Garcίa Villanueva, BA MA, Kematen a.d. Krems

Kultur- und Geisteswissenschaft:
Katharina Mitter, BEd MEd, Bad Hall
MMag.a Ilona Stütz, BA, Linz

Literatur:
Leander Fischer, Ebensee
Franziska Füchsl, Wien
Dr.in Marlen Mairhofer, MA, Salzburg und Steyr

„Mit der Talentförderprämie möchten wir einerseits die bisherigen Leistungen der Preisträger honorieren und Ehren, gleichzeitig sie auch dabei bestärken, den von ihnen eingeschlagenen Weg weiterzugehen”, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer abschließend.

Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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