Grundlsee/Totes Gebirge: Nächtlicher Bergrettungseinsatz von zwei Schneeschuhwanderern

Zu einem Bergrettungseinsatz in der Gemeinde Grundlsee im Bereich Lahngangsee/Vordernbachalm im Toten Gebirge kam es am Montag, den 18.12. in den Nachtstunden. Zwei Schneeschuhwanderer, die am Samstag von Hinterstoder starteten, wollten das Tote Gebirge überqueren. Sie übernachteten zweimal in einem Winternotraum (Prielschutzhaus und Pühringerhütte) von den geschlossenen Hütten. Sie verließen am Montagmorgen die Pühringerhütte und wollten nach Grundlsee absteigen. Aufgrund der tiefwinterlichen Schneeverhältnisse im Toten Gebirge kamen sie am Montag mit ihren Schneeschuhen nur langsam voran. Nach Einbruch der Dunkelheit verloren sie die Orientierung und kamen von der Route ab. Sie setzten einen Notruf ab.


Die Bergrettung wurde von der Landeswarnzentrale alarmiert: „Zwei Schneeschuhwanderer nahe der Vordernbachalm verirrt/verstiegen, Kontakt abgebrochen”. Die Bergretter rückten aus, stiegen auf und konnten mittels einer Wärmebilddrohne die zwei Personen sofort lokalisieren, die bereits
Lichtzeichen abgaben. Die beiden Schneeschuhwanderer saßen in steilem, felsigem Gelände fest und konnten weder vor noch zurück. Die Bergretter bauten ein Seilgeländer auf und konnten die beiden aus ihrer unglücklichen Lage sicher auf die Forststraße und anschließend mit dem Einsatzfahrzeug ins Tal bringen.

Im Einsatz waren: 8 Bergretter, 1 Alpinpolizist, Wärmebilddrohne und BRD-Einsatzraupenfahrzeug

„Das Tote Gebirge ist kein Spielplatz, nicht im Sommer und schon gar nicht im Winter” sagt Ortsstellen- und Einsatzleiter der Bergrettung Ausseerland
Markus Raich.

Bilder: ©Bergrettung Ausseerland/Markus Raich

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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