Augen auf beim Honigkauf: Wie man heimischen Honig erkennt

Heute, am 7. Dezember, wird der internationale Tag des Honigs gefeiert und dem heiligen Ambrosius, dem Schutzpatron der Imkerinnen und Imker, gedacht. Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Petra Haslgrübler vom Bienenzentrum OÖ haben diesen Festtag für die Bienen- und Imkerwelt zum Anlass genommen, um auf die bedeutende Rolle des Naturprodukts Honig aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für die Bienen- und Bestäuberwelt zu stärken.

Natur:rein aus Oberösterreich – unser Honig, dein Genuss!

Beim heimischen Honig handelt es sich um ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel, das von Honigbienen geschaffen wird und eine erstaunliche Vielfalt an Aromen bietet.

Oberösterreich ist ein vielfältiges Land – vom Salzkammergut mit seinen Bergen und Seen bis ins Mühlviertel mit seinen malerischen Hügellandschaften. Die regionale und botanische Vielfältigkeit aus Nektar, Pollen oder Honigtau spiegelt sich im Honiggeschmack, im Aroma und der Farbe des Honigs wieder. Ich lade die Konsumentinnen und Konsumenten dazu ein, diese Vielfalt ihres Landes zu genießen und zu entdecken“, so Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Den Tag versüßen: Honigverteilaktion entlang der Linzer Promenade

„Um die Vielfalt und Qualität des oberösterreichischen Honigs hervorzuheben und gleichzeitig die Arbeit der Imkerinnen und Imker zu würdigen verteilen wir heute in Kooperation mit Radio Arabella Honig in der Linzer Innenstadt“, erklärt Petra Haslgrübler, Leiterin des Bienenzentrum OÖ. Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger ergänzt: „Der Honig kommt natürlich garantiert aus Oberösterreich, dem Bundesland mit der höchsten Anzahl an Bienenvölkern und Imkerinnen und Imker. Rund 80.000 Bienenvölker werden von 8.080 engagierten Imkerinnen und Imker betreut. Erfreulich ist auch, dass die Imkerei in Oberösterreich immer jünger und weiblicher wird.“

Hohe Importquote, lange Flugroute

Nach den aktuellsten Zahlen von Statistik Austria werden in Österreich insgesamt rund 9.355 Tonnen Honig als Nahrungsmittel konsumiert. Dies entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund einem Kilogramm pro Jahr. Der Selbstversorgungsgrad liegt bei etwa 44 Prozent. Somit wird über die Hälfte des in Österreich konsumierten Honigs importiert. Oftmals legen diese Honige weite Wegstrecken zurück. China, Türkei, Mexiko und die Ukraine sind die Hauptimporteure in die EU.

Wie man heimischen Honig erkennt

Importierte Ware wird gern als Mischhonig (Honige verschiedener Herkunft vermengt), der oftmals auch noch verfälscht oder mit Zuckersirup und Wasser gestreckt wurde, verkauft. „Deshalb Augen auf beim Honigkauf“, erklärt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger: „Garantiert aus Österreich ist Honig der am Etikett die Bezeichnung ‚Österreichische Landwirtschaft‘ und ‚Ursprungsland: Österreich‘ ausweist.“

Die rot-weiß-rote Fahne sowie die Aufschrift „abgefüllt in Österreich“ führe Konsument:innen hingegen oft in die Irre, denn bei derart etikettierten Produkten handelt es sich in der Regel nicht um Österreichischen Honig. „Eindeutig gegen österreichische Herkunft sprechen Formulierungen wie: Mischung von Honig aus EU-Ländern, Mischung von Honig aus Nicht-EU-Ländern sowie Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“, ergänzt Petra Haslgrübler und fügt hinzu: „Wir vom Bienenzentrum OÖ unterstützen den Appell der Landesrätin mit der heutigen Aktion und ermutigen alle, sich für regionalen Honig zu entscheiden“.

Fotos: Land OÖ/Daniel Kauder

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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