Boden schützen & Zukunft ermöglichen – OÖ setzt nachhaltige Raumordnungspolitik konsequent um

Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner zum Weltbodentag morgen: „Bundesländer-Vergleichszahlen der Österreichischen Raumordnungskonferenz belegen, dass unsere Bodenschutzmaßnahmen wirken: Oberösterreich ist am 3-sparsamsten bei Flächeninanspruchnahme und Versiegelung”

„Wir haben mit dem OÖ. Raumordnungsgesetz und der OÖ. Raumordnungsstrategie nicht nur ein klares Ziel festgelegt, sondern setzen das auch konsequent um: Wir gehen mit unseren Bodenressourcen möglichst sparsam um, wollen aber zugleich eine positive Weiterentwicklung unseres Landes ermöglichen. Familien sollen Wohnraum schaffen und Betriebe sich ansiedeln oder erweitern können, um so auch neue Arbeitsplätze zu schaffen”, stellt Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner im Hinblick auf den Weltbodentag morgen fest. „Dass unsere Bodenschutz-Maßnahmen wirken, belegen auch die am vergangenen Freitag von der Österreichischen Raumordnungskonferenz veröffentlichten Bundesländer-Vergleichszahlen: Laut diesen vom Umweltbundesamt erhobenen Daten ist Oberösterreich sowohl beim Anteil der Flächeninanspruchnahme als auch der Versiegelung am Dauersiedlungsraum am 3-sparsamsten von allen Bundesländern”, unterstreicht Landesrat Achleitner. Der Dauersiedlungsraum umfasst den potenziell für Landwirtschaft, Siedlungen, Betriebsflächen und Verkehr verfügbaren Raum.

„Unter dem Motto ‚Wir schützen, was wir schätzen’ setzt Oberösterreich die umfassenden Maßnahmen für einen nachhaltigen und sparsamen Umgang mit unseren wertvollen Bodenressourcen auch künftig mit Nachdruck um “, so Landesrat Achleitner. „Denn vieles, was in der aktuellen Debatte an Bodenschutzmaßnahmen gefordert wird, ist in Oberösterreich schon seit 1. Jänner 2021 mit dem Inkrafttreten des OÖ. Raumordnungsgesetzes bereits geltendes Recht und wird entsprechend angewendet”, hebt Landesrat Achleitner hervor: „So müssen Supermärkte mit mehr als 800 m2 Verkaufsfläche dreigeschossig errichtet werden und bei Parkplätzen in Geschäftsgebieten ist nur noch die Mindeststellplätze erlaubt, alles was darüber errichtet werden soll, muss in Tiefgaragen gebaut werden.”

Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner: „Mit dem ‚Raumbild OÖ’ und den Zahlen der Österreichischen Raumordnungskonferenz liegen jetzt alle relevanten Zahlen, Daten & Fakten für Oberösterreich vor, und mit der OÖ. Raumordnungsstrategie #upperREGION2030 liegt auch die fachliche Grundlage für eine nachhaltige OÖ. Raumordnungspolitik nach dem Grundsatz ‚Boden schützen & Zukunft ermöglichen’ vor.”
(C) Land OÖ/Ernst Grilnberger

„Nachhaltige OÖ. Raumordnungspolitik nach dem Grundsatz ‚Boden schützen & Zukunft ermöglichen’ bedeutet daher konkret in Oberösterreich”, so Landesrat Achleitner:

  • Wir begrenzen die Bauland-Neuwidmung durch Baulandsicherungsverträge, damit bereits gewidmetes Bauland tatsächlich genutzt wird.
  • Wir begrenzen den Flächenverbrauch: Keine neuen Supermärkte an der Peripherie, stattdessen Neubelebung der Ortskerne, insbesondere durch das OÖ. Aktionsprogramm zur Orts- und Stadtkernbelebung.
  • Wir begrenzen den Flächenverbrauch: Ab 800 Quadratmeter Verkaufsfläche müssen Gebäude in Geschäftsgebieten 3-stöckig errichtet werden
  • Wir begrenzen Versiegelung durch Parkplätze in Geschäftsgebieten: Nur noch die Anzahl der Mindeststellplätze ist erlaubt, alles was darüber errichtet werden soll, muss in Tiefgaragen gebaut werden.
  • Wir setzen um: Sparsame Flächeninanspruchnahme durch kleinere Bauparzellen.
  • Wir setzen um: Entwicklung nach Innen statt an den Ortsrändern.
  • Wir setzen um: Nutzung von Leerständen und Brachflächen vor Neuwidmungen.
  • Wir schützen unseren Grünraum durch regionale Grünzonen-Programme.
  • Wir schützen unsere Ernährungssicherheit durch die Absicherung der fruchtbaren landwirtschaftlichen Böden durch Erhalt des Grünlandes und der Ackerbauflächen.
  • Wir schaffen Bewusstsein und holen dazu Best-Practice-Beispiele mit dem #upperREGION-Award vor den Vorhang.

Regionale Grünzonen-Programme schützen unseren Grünraum – alleine die Fläche von 14.000 Fußballfeldern in der Region Eferding:

„In Oberösterreich wird nicht nur geredet, sondern auch gehandelt: So hat die OÖ Landesregierung am 23. Oktober 2023 eine regionale Grünzone in der Region Eferding beschlossen. Damit sind 10.000 Hektar Grünraum vor einer Umwidmung in Bauland geschützt, das entspricht alleine hier der Fläche von rund 14.000 Fußballfeldern”, betont Landesrat Achleitner.

Derzeit werden Raumordnungsprogramme mit regionalen Grünzonen in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Gemeinden für die Projektgebiete „Trattnach- und Innbachtal” (Raum Grieskirchen) sowie für das „Unteres Trauntal” (Raum Wels) ausgearbeitet. Parallel dazu werden bereits die Planungsgrundlagen für die Region Ried erstellt.

Erstmals einheitlich erhobene Bundesländer-Vergleichszahlen zu Flächeninanspruchnahme und Versiegelung:

Am vergangenen Freitag hat die Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) erstmals bundesweit einheitlich erhobene Bundesländer-Vergleichszahlen zu Flächeninanspruchnahme und Versiegelung veröffentlicht. Diese Daten hat das Umweltbundesamt im Auftrag der Österreichischen Raumordnungskonferenz erhoben:

  • Beim Anteil der Flächeninanspruchnahme am Dauersiedlungsraum ist Oberösterreich das 3.-sparsamste Bundesland:

Grafik: upart/Daten: ÖROK

  • Beim Anteil Flächeninanspruchnahme pro Einwohner ist Oberösterreich das 5.-sparsamste Bundesland.
  • Beim Anteil versiegelte Fläche am Dauersiedlungsraum ist Oberösterreich das 3.-sparsamste Bundesland.

Grafik: upart/Daten: ÖROK

  • Beim Anteil versiegelte Fläche pro Einwohner ist Oberösterreich das 6.-sparsamste Bundesland.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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