Landesrat Achleitner: Neue Bundesmittel treiben oö. Spitzenforschung für eine klimafitte Industrie weiter voran

Wirtschafts- und Forschungslandesrat Markus Achleitner: „Je effizienter wir mit Energie sowie Ressourcen umgehen und je intelligenter wir die Wende Richtung Klimaneutralität gestalten, desto erfolgreicher wird Oberösterreich im internationalen Wettbewerb sein – 3 neue Forschungsvorhaben werden hier einen wichtigen Beitrag leisten“

„Als starker Industriestandort ist Oberösterreich ein besonders energie- und ressourcenintensives Bundesland. Die ökologische Transformation der Industrie ist deshalb ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Mit den nun freigegebenen Mitteln aus dem COMET-Forschungsförderprogramm des Bundes können drei neue kooperative Innovationsvorhaben umgesetzt werden, die vom Land Oberösterreich mit rund 1,2 Mio. Euro in den nächsten vier Jahren mitfinanziert werden,. Die Projekte, die von Forschungszentren aus dem Innovation Network der UAR, der Leitgesellschaft für Forschung des Landes Oberösterreich, geleitet werden, sollen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Oberösterreich zum Vorreiter bei klimafitter Industrie zu machen“, betont Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner. Insgesamt umfasst das Volumen der drei neuen COMET-Forschungsvorhaben 13,2 Mio. Euro.

„Je effizienter wir mit Energie sowie Ressourcen umgehen und je intelligenter wir die Wende Richtung Klimaneutralität gestalten, desto erfolgreicher wird Oberösterreich im internationalen Wettbewerb sein“, unterstreicht Landesrat Achleitner. „Die Herausforderungen in der produzierenden Industrie wie der Metallurgie oder im Bereich der Kunststoffverarbeitung sind vielfältig – von Effizienz verbessern über Ressourcen schonen bis hin zu klimaneutralen Produktionsprozessen. Dieser Transformationsprozess fordert große Innovationen und intensive Forschungsanstrengungen“, so Landesrat Achleitner. Eine wichtige Rolle nimmt dabei die kooperative Forschung ein.

Die drei neuen Forschungsvorhaben – Kooperationen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen – werden im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms COMET (Competence Centres for Excellent Technologies) mit einem Gesamtvolumen von rund 13,2 Mio. Euro und einer Laufzeit von 4 Jahren unter der Leitung von Forschungszentren aus dem UAR Innovation Network gestartet. Sie widmen sich den Themenkreisen Digitalisierung, Produktion und Umwelt.

Die drei neuen COMET-Forschungsvorhaben im Detail:

Digitalisierung als Hebel

Im Fokus des COMET Projekts „ProMetHeus“ steht die Verschränkung von Metallurgie und Digitalisierung, woraus sich hohe Effizienzsteigerungen sowie neue Fertigungsmöglichkeiten ergeben sollen. Teil des schlagkräftigen Konsortiums mit insgesamt 20 Partnern, angeführt vom Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen (LKR) sind unter anderem die Firmen Hammerer Aluminium Industries, EREMA Engineering Recycling Maschinen und Anlagen und voestalpine sowie die wissenschaftlichen Partner FH OÖ Campus Hagenberg, RISC Software und RECENDT.

Transformation zu CO2-neutralen Prozessen

Ziel des COMET-Moduls „PlasmArc4Green“ im Rahmen des metallurgischen Kompetenzzentrums K1-MET ist der nachhaltige Wissensaufbau im Bereich plasma- bzw. lichtbogenbasierter Metallproduktionsprozesse, um die Transformation hin zu CO2-reduzierten und CO2-neutralen Produktionstechnologien zu ermöglichen bzw. zu beschleunigen.  Partner in diesem Forschungsvorhaben sind unter anderem die Unternehmen voestalpine Stahl und Primetals Technologies Austria, sowie die Johannes Kepler Universität Linz (JKU).

Hohe Lebensdauer bei voller Funktionalität

Das COMET Modul „Repairtecture“ fokussiert auf innovative Ansätze für die Wiederverwendung von Kunststoffprodukten, um die Lebensdauer bei voller Funktionalität zu verlängern – wie u.a. Vorhersagemodelle für den Reparaturbedarf, sogenannte selbstheilende Kunststoffe sowie Klebstoffe mit speziellen Eigenschaften. Konsortialführer ist das Polymer Competence Center Leoben (PCCL), welches das Vorhaben unter anderem mit namhaften Industriepartnern wie z.B. FACC Operations und Wilhelm Schwarzmüller aus Oberösterreich umsetzt. Zudem leitet PCCL ein weiteres neues COMET Modul.

Die genannten Innovationsvorhaben haben im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms COMET (Competence Centres for Excellent Technologies) eine Finanzierungszusage erhalten. Zwei höchst wettbewerbsintensive Förderausschreibungen wurden zeitgleich entschieden (3. Ausschreibung COMET Module und 9. Ausschreibung COMET Projekte). Neben den genannten Projekten sind das Linz Center of Mechatronics (LCM) aus dem UAR Innovation Network sowie die Industriepartner Pierer Innovation und Wintersteiger zudem am COMET Projekt „DiMo-NEXT” beteiligt, welches sich der Analyse von Bewegung im Kontext von Sport & Fitness widmet und zu dem das Land Oberösterreich rund 0,15 Mio. Euro beisteuert.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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