Salzburg setzt Maßnahmen gegen Nikotinbeutel

Gesetz zu Verbot für Jugendliche vor Begutachtung

Auch wenn sie harmlos aussehen, sind sie doch ein Suchtmittel – die Nikotinbeutel. Sie sind zwar – im Gegensatz zum ebenso häufig konsumierten „Snus“ – ohne Tabak, enthalten aber Nikotin und sind derzeit zunehmend bei jungen Menschen beliebt. Das Land Salzburg ergreift nun die Initiative und schickt demnächst ein Gesetz zum Verbot für Jugendliche in Begutachtung.

Bei der Konferenz der Landesjugendreferentinnen und -referenten wurde bereits im Juni dieses Jahres eine Einigung erzielt, dass es eine länderübergreifende und konsequentere Lösung braucht. Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek betont: „Wir haben damals schon gesagt, dass wir nicht einfach auf eine bundeseinheitliche Regelung warten können, sondern vorsorglich auf Landesebene aktiv werden müssen. Dieses Versprechen wird in Salzburg nun eingelöst.“

Landeshauptmannstellvertreterin Marlene Svazek 
(C) Land Salzburg / Franz Neumayr

Prävention vorrangig

Die Ausgestaltung des Gesetzesvorschlags und die Erweiterung des Begriffes Tabakwaren auf sämtliche nikotinhaltige Produkte sei vor allem als präventionsunterstützende Maßnahme zu verstehen, so Svazek. Und weiter: „Mit dem Gesetz schaffen wir es, dass junge Menschen erst später und möglicherweise dadurch erst gar nicht zu nikotinhaltigen Waren greifen.“

Keine Nikotinbeutel für unter 18-Jährige

Konkret geht es um ein Verbot des Verkaufs von Nikotinbeutel an Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Dafür bedarf es einer entsprechenden Gesetzesnovelle. Weiters treten die Länder für die Bereitstellung finanzieller Mittel für Prävention und Aufklärung in diesem Bereich ein.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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