Kongress Lebenswerter Alpenraum in Hallstatt

Ein INTERREG-Projekt über die Forschung zur nachhaltigen Ausrichtung Tourismus

Tourismus in Zeiten des Klimawandels und kann nachhaltiger Tourismus gelingen? Diese wichtigen Fragen für Österreich und Bayern soll das INTERREG-Projekt „Lebenswerter Alpenraum“ (BA0100008) klären unter der Leitung der Johannes Kepler Universität Linz klären. Der Lebensraum in den Alpen ist ein wertvolles Erbe, das es zu bewahren und weiterzuentwickeln gilt. Diesem Ziel widmete sich ein wegweisender Kongress, der am 28. September 2023 in Hallstatt stattfand.

„Das Innere Salzkammergut mit Bad Ischl, Bad Goisern, Obertraun, Gosau und vor allem Hallstatt, ist von seiner Schönheit kaum zu überbieten. Das wissen Einheimische als auch Gäste zu schätzen. War Hallstatt seit jeher Synonym für den Salzabbau und die Epochengeschichte – der Hallstattkultur, so steht es heute vermehrt in Diskussion darum, wie viele Gäste eine Region nachhaltig verträgt.

Im grenzüberschreitenden Interregprojekt „Lebenswerter Alpenraum“ (BA0100008) stellen wir uns dieser Diskussion, beziehen die regionale Bevölkerung in Befragungen und Workshops mit ein und machen uns mit digitalen Tools Gedanken, das Gästeaufkommen zu entzerren.

Gemeinsam mit Projektpartner*innen der Fachhochschule Salzburg, der Technischen Hochschule Rosenheim, hey.bayern als Technologiepartner*innen, Chiemgau Tourismus, dem Tourismusverband Inneres Salzkammergut als Tourismuspartner und Bad Ischl Salzkammergut 2024 – Kulturhauptstadt Europas, der Salzkammergut Tourismus und Marketing GmbH als assoziierte Partner*innen und OÖ. Tourismus in beratender Funktion, arbeiten wir dafür drei Jahre grenzüberschreitend zusammen.“, leitet Projektleiterin Dr.in Herta Neiß ein.

Der Kongress versammelte erstklassige Speaker*innen aus den Bereichen Tourismus und Wirtschaft, die ihr Fachwissen, die Zukunftsdenkweisen und ihre Erfahrungen teilten. Teilnehmer*innen freuten sich auf spannende Vorträge, die die Herausforderungen und Chancen beleuchteten, die in der Gestaltung eines lebenswerten Alpenraums liegen.

Kongress Lebenswerter Alpenraum: Vortrag Mario Pabst
(C) Edwin-Husic-Fotografie

„Ein nachhaltig ausgerichteter und somit zukunftsfitter Tourismus spielt eine entscheidende Rolle für einen lebenswerten Alpenraum. Damit wird eine ausgewogene Balance zwischen touristischer Attraktivität und nachhaltiger Entwicklung geschaffen und maßgeblich zu Wirtschaft und Beschäftigung in der Region beigetragen. Besonders wichtig ist dabei, die natürliche Umwelt zu schützen, die lokale Kultur zu respektieren und die Lebensqualität für Einheimische und Gäste gleichermaßen zu verbessern. Nur ein nachhaltiger Tourismus im Alpenraum – vor allem in Hinblick auf den Klimawandel – trägt dazu bei, die Einzigartigkeit der Region für zukünftige Generationen zu bewahren und den Menschen vor Ort wirtschaftliche Chancen zu bieten. Das grenzüberschreitende Interreg-Projekt ‚Lebenswerter Alpenraum‘ unter der Führung der Johannes Kepler Universität Linz leistet dazu einen wichtigen Beitrag,“ zeigt sich Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler überzeugt.

Einer der Höhepunkte war zweifellos der inspirierende Abschlussvortrag von Johannes Gutmann, Gründer von Sonnentor. Als renommierter Experte für nachhaltiges Wirtschaften zeigte er den Teilnehmern*innen neue Perspektiven und Ideen für die nachhaltige Entwicklung auf und dass man mutig sein muss.

Der Kongress bat jedoch nicht nur die Möglichkeit, von erstklassigen Speakern zu lernen. Die Pausen und das Mittagessen wurden genutzt, um in angenehmer Atmosphäre wertvolle Kontakte zu knüpfen und sich über Projekte auszutauschen. Netzwerken stand hier im Vordergrund, denn oft sind es die Kontakte und gemeinsamen Anstrengungen, die zur erfolgreichen Umsetzung beitragen.

Mario Pabst, Aufsichtsrats-Vorsitzender des Tourismusverbands Inneres Salzkammergut: „Das Salzkammergut und die gesamte Region steht für höchste Lebensqualität verbunden mit herausragenden Ausflugszielen. Es ist uns daher eine Ehre und zugleich große Freude, dass wir diesen Kongress in unserer Welterberegion ausrichten dürfen.“

Mario Pabst (Vorstandsvorsitzender der Ferienregion Dachstein Salzkammergut), Dr. Elisabeth Schweeger (künstlerische Leitung Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut 2024), Staatssekretärin Mag. Susanne Kraus-Winkler, Dr. Herta Neiß (Projektleitung INTERREG-Projekt Lebenswerter Alpenraum, JKU Linz), Mag. Christian Schirlbauer (Geschäftsführer Tourismusverband Inneres Salzkammergut)
(C) Edwin-Husic-Fotografie

Mit diesem Projekt engagiert man sich, um einen lebenswerten Lebensraum für die kommende Generation zu gestalten. Die Veranstaltung selbst zeigt, dass länderübergreifende Zusammenarbeit und ein bewusster Umgang mit den Ressourcen der Alpen der Schlüssel zur Erreichung dieses wichtigen Ziels sind.

Aktuell hat auch eine Status Quo-Befragung der Bewohner*innen im Salzkammergut und in der Region Chiemgau / Chiemsee gestartet, um zu erheben, wie zufrieden die Einheimischen mit der nachhaltigen Ausrichtung ihrer Regionen sind. Unter allen Teilnehmenden werden je 5 Wochenenden im Chiemgau und Salzkammergut verlost.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Comments

  1. ## Benutzer, dem selbst nichts dazu einfällt:
    “das Gästeaufkommen entzerren” erinnert mich fatal an die antike Mär von Prokrustes. Sieht eine höhere Intelligenz die Möglichkeit mir zu erklären, wie ich da auf einen Zusammenhang gekommen sein könnte?
    ## Bing
    Die Geschichte von Prokrustes aus der griechischen Mythologie könnte tatsächlich eine interessante Metapher für das “Entzerren des Gästeaufkommens” sein. Prokrustes war bekannt dafür, dass er Reisende in sein Haus einlud und sie dann auf ein Eisenbett legte. Wenn die Reisenden zu groß für das Bett waren, hackte er ihre überschüssigen Glieder ab. Wenn sie zu klein waren, streckte er ihre Glieder auf einem Amboss.
    In Bezug auf das “Entzerren des Gästeaufkommens” könnte man sagen, dass Prokrustes versuchte, die “Passform” seiner Gäste zu “entzerren”, indem er sie an eine vorgegebene Norm anpasste – in diesem Fall die Größe seines Bettes. Dies könnte als Metapher für den Versuch gesehen werden, das Gästeaufkommen zu entzerren, indem man versucht, es an eine bestimmte Kapazität oder einen bestimmten Zeitplan anzupassen.
    Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur eine Interpretation ist und der tatsächliche Zusammenhang von vielen Faktoren abhängen kann, einschließlich des spezifischen Kontexts, in dem der Ausdruck “das Gästeaufkommen entzerren” verwendet wird.

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