Steinbach Black Wings Linz – Graz99ers 2:4 (2:0, 0:3, 0:1). Linzer geben Vorsprung und Heimrecht aus der Hand

Nach einem starken ersten Drittel und einer verdienten 2:0-Führung unterlagen die Steinbach Black Wings Linz im ersten Aufeinandertreffen der Pre-Playoffs gegen die Graz99ers mit 2:4. Bereits am kommenden Freitag kämpfen die Stahlstädter auswärts gegen das vorzeitige Saison-Aus.

Tore: 1:0 Shawn St-Amant (PP/10. Min), 2:0 Shawn St-Amant (18. Min), 2:1 Gustav Bouramman (PP/32. Min), 2:2 Sam Antonitsch (38. Min), 2:3 Andrew Yogan (40. Min); 2:4 Daniel Woger (47. Min)

Mit jeder Menge Schwung starteten die Steinbach Black Wings Linz am Dienstagabend in das erste von maximal drei Spielen im Rahmen der Pre-Playoffs. Von Beginn an traten die Linzer selbstbewusst auf: Martin Schumnig feuerte bereits in der ersten Minute einen Warnschuss auf Nicolas Wieser ab, der im Tor der Gäste stand. Auch in der Folge setzten die Hausherren die Gäste aus der Steiermark gehörig unter Druck und kamen in der vierten Minute zur ersten Großchance: Graham Knott feuerte einen Querpass auf Stefan Gaffal ab, der das Spielgerät nur knapp nicht zum 1:0 unterbringen konnte. Während die Stahlstädter einen Schuss nach dem anderen auf das gegnerische Tor brachten, hatten die Gäste in dieser Phase des Spiels Schwierigkeiten, ins Match zu finden. Immer wieder störten die Linzer die Offensive der 99ers frühzeitig und zeigten aggressives Forechecking. Belohnt wurde ihr Einsatz schließlich im Powerplay.

Früh konnten sich die Linzer dort im Angriffsdrittel festsetzen, ehe es Shawn St-Amant war, der in der 10. Minute von Michael Haga zentral in der Mitte bedient wurde und das Spielgerät unhaltbar zum 1:0 in die Maschen beförderte. Auch im Anschluss lief das Spiel nur in eine Richtung, ehe die LinzAG Eisarena in der 18. Minute erneut zum Toben gebracht wurde: Wieder war es der zuletzt in fünf Spielen glücklose St-Amant, der die Scheibe im Konter per Innenstange zum 2:0 versenkte. Auch in Unterzahl zeigten sich die Linzer auf der Gegenseite hellwach und befreiten sich ein ums andere Mal. Unter Applaus der 2500 Zuschauer ging es mit dem verdienten 2:0 in die erste Pause des Abends.

Black Wings geben Spiel aus der Hand

Zurück im Mittelabschnitt konnten die Black Wings auch die restlichen Sekunden des Powerplays unversehrt überstehen und in der 22. Minute wieder einen schnellen Angriff fahren.

Eine Minute später zeigten jedoch die Gäste zum ersten Mal, dass sie gefährlich werden können: Sie schossen gleich dreimal auf das Tor von Höneckl, aber der Torwart war zur Stelle. Die Black Wings hatten die Chance, in der 24. Minute auf 3:0 zu erhöhen, als Graham Knott – bedient durch St-Amant – auf Wieser zulief, aber an ihm mit einem Haken scheiterte. Kurz darauf hatten die Hausherren immer wieder gute Chancen, etwa durch Romig in der 26. Minute.

Während die Steinbach Black Wings noch nach der zündenden Idee suchten, kamen die Gäste im Laufe des Mittelabschnittes immer besser ins Spiel. In der 32. Minute belohnten sich Daniel Oberkofler und Co. im Powerplay mit dem Anschlusstreffer durch Bouramman. Während die Linzer noch versuchten, schnell zu antworten, kam es in der Folge noch bitterer: Sam Antonitsch erzielte in Minute 38 den Ausgleich durch die Hosenträger von Höneckl und brachte das Spiel damit zum Kippen. In einer umstrittenen Szene trafen die Grazer 14 Sekunden vor der zweiten Pause durch Andrew Yogan zur 3:2 Führung und stellten das Match endgültig auf den Kopf.

Black Wings scheitern an eigenen Fehlern

Zurück im letzten Spielabschnitt des Abends starteten beide Mannschaften ausgeglichen. Im Konter vergab Emilio Romig in der 42. Minute eine weitere Riesenmöglichkeit im Alleingang deutlich. Immer wieder versuchten die Linzer auch im Schlussabschnitt, den wichtigen Ausgleichstreffer zu erzielen: in der 44. Minute verpasste etwa St-Amant die Möglichkeit auf den Hattrick. Doch wie bereits in den Duellen im Grunddurchgang präsentierten sich die Grazer in ihrer Chancenauswertung eiskalt und verpassten den Steinbach Black Wings wieder einmal einen Nackenschlag. Daniel Woger bekam alleine vor Höneckl viel zu viel Zeit und Raum und markierte mit einem eleganten Haken die Entscheidung zum 4:2 für die Gäste. Nach dem Treffer wirkten die Gastgeber sichtbar geschockt.

Waren es in Drittel Nummer eins noch die Hausherren, die gegnerische Aktionen früh zunichte machten, drehten die Gäste nun den Spieß um. Zwar arbeiteten die Linzer in den letzten zehn Minuten hart daran, noch einmal anzuschreiben, scheiterten aber immer wieder an der eigenen Fehleranfälligkeit – und nicht zuletzt an Nicolas Wieser. Rund drei Minuten vor Schluss entschied sich Headcoach Philipp Lukas schließlich für das Time-Out und nahm Tirronen, der nach dem vierten Gegentreffer ins Tor rückte, vom Eis, um den sechsten Spieler zu erhalten: Doch auch dieser nützte den Linzern an diesem Abend nichts mehr.

Die Steinbach Black Wings mussten sich damit in Spiel 1 der Pre-Playoffs daheim mit 2:4 geschlagen geben. Am kommenden Freitag kämpfen die Stahlstädter in Graz gegen das vorzeitige Saison-Aus und darum, die Serie mit einem Entscheidungsspiel am Sonntag zurück nach Linz zu bringen. Tickets für ein eventuelles Spiel 3 würden nach Spielende am Freitag unter tickets.blackwings.at in den Vorverkauf gehen.

Quelle: Black Wings

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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