Wings for Life: Noch 100 Tage zur Jubiläums-Ausgabe des größten Lauf-Events der Welt

Am 27. Jänner sind es noch genau 100 Tage bis zu einer ganz besonderen Ausgabe des Wings for Life World Run: Der Charity-Lauf findet am 7. Mai 2023 bereits zum 10. Mal statt, um Geld für die Forschung zur Heilung von Rückenmarksverletzungen zu sammeln. In Österreich kann man beim Flagship Run durch die Wiener Innenstadt und via interaktivem App Run an dem weltweiten Event teilnehmen. Die Registrierung für den Wings for Life World Run 2023 ist bereits möglich.

Mehr als 250 Mal um die Welt: Mit rund 1,1 Millionen Teilnehmern, über 10 Millionen zurückgelegten Kilometern und mehr als 38 Millionen Euro gesammelten Spenden für die Rückenmarksforschung hat der Wings for Life World Run im vergangenen Jahrzehnt neue Maßstäbe gesetzt. Der Startschuss für die beispiellose Erfolgsgeschichte des globalen Lauf-Events zugunsten der Wings for Life Stiftung ertönte am 4. Mai 2014. Heute ist der Wings for Life World Run mit seiner einzigartigen mobilen Ziellinie, dem sogenannten Catcher Car, das größte Laufsport-Event der Welt. Anita Gerhardter, Geschäftsführerin der Stiftung, freut sich bereits jetzt auf die Jubiläums-Ausgabe: „Dieser Lauf ist etwas ganz Besonderes. Jeder kann mitmachen und alle Startgelder werden für einen guten Zweck gespendet. Je mehr Geld wir sammeln, desto mehr Studien können wir finanzieren – und desto schneller können wir unser Gesamtziel erreichen.“

© Philip Platzer / Wings for Life World Run

Österreich läuft für die, die es nicht können

Mit 27. Jänner sind es exakt 100 Tage bis zum Startschuss für den 10. Wings for Life World Run, der am 7. Mai 2023, um exakt 13.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit, erneut so viele Menschen wie möglich weltweit für ein gemeinsames Ziel vereinen möchte: die Heilung von Querschnittslähmung. Ob Hobby-Läufer, Profisportler oder Rollstuhlfahrer, jeder kann an dem Lauf teilnehmen und unterstützt unabhängig von der persönlichen Distanz die gute Sache. Als eine von insgesamt sechs Städten ist Wien auch heuer Gastgeber für einen der beliebten Flagship Runs. Über 10.000 Teilnehmer werden dabei vom Start am Rathausplatz erneut gemeinsam auf die eindrucksvolle Strecke entlang zahlreicher Wahrzeichen der Stadt gehen, solange bis sie das Catcher Car einholt. Die Teilnehmerzahl für den Flagship Run Wien ist begrenzt, darum empfiehlt sich die frühzeitige Anmeldung unter www.wingsforlifeworldrun.com.

Mit der Wings for Life World Run App können Teilnehmer zudem wieder landesweit von überall teilnehmen, wo sie möchten, und gegen das virtuelle Catcher Car antreten. Dank der integrierten Team-Funktion sowie der einzigartigen Audio Experience sind auch App Runner während des Laufs von überall mit dem weltweiten Starterfeld verbunden. Alle, die gerne gemeinsam laufen, haben mit der limitierten „Bring a friend“-Aktion jetzt zudem die Chance, den Spaß zu verdoppeln: Jeder, der sich zwischen dem 27. Jänner und dem 14. Februar 2023 für den App Run anmeldet, bekommt vom offiziellen Partner Philips Sports Headphones einen zweiten Startplatz geschenkt sowie einen Gutschein für einen neuen Philips Sportkopfhörer zusätzlich.

Unterstützung für vielversprechende Forschungsprojekte

Als die Stiftung Wings for Life im Jahr 2004 von Dietrich Mateschitz und Heinz Kinigadner gegründet wurde, gab es nur wenige Projekte, die sich mit Grundlagenforschung beschäftigten – und vor allem viel zu wenig finanzielle Mittel. Das sollte sich ab diesem Zeitpunkt und noch einmal mehr mit der Premiere des Wings for Life World Runs 2014 ändern. „Wir haben seit 2014 mit den Wings for Life World Runs über 38 Millionen Euro an Spendengeldern gesammelt, die zu 100% in die Rückenmarksforschung fließen“, erklärt Anita Gerhardter, CEO der Wings for Life Stiftung. „Wir haben sechs Forschungsprojekte so weit gebracht, dass sie bereits in klinischen Studien getestet werden. Darauf sind wir unheimlich stolz.“

Dank der finanziellen Unterstützung durch Wings for Life können Forscher auf der ganzen Welt derzeit in verschiedenen Bereichen nach Lösungen für Betroffene von Rückenmarksverletzungen suchen. So arbeitet unter anderen Professor Michael Kilgard von der University of Texas an der Stimulation des Vagusnervs, die es Menschen mit hoher Querschnittslähmung ermöglichen würde, ihre Hände wieder zu bewegen. In der Schweiz versetzt Grégoire Courtine von der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) Betroffene mit Hilfe von Elektrostimulation wieder in die Lage, ein paar Schritte zu gehen. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Forschung, die derzeit von Professor Stephen Strittmatter durchgeführt wird. Dazu gehört eine Studie an der Ohio State University über die „Nogo-Falle“, die es dem Körper ermöglicht, durchtrennte Nervenfasern zu regenerieren und so ein neuronales Netz wiederherzustellen.

Insgesamt wurden bisher 276 verschiedene Projekte nach einem strengen Auswahlverfahren gefördert. Dr. Verena May, wissenschaftliche Koordinatorin von Wings for Life, erklärt: „Derzeit gibt es 74 Forschungsprojekte auf der ganzen Welt, darunter 16 neue Projekte seit 2022. Diese befassen sich vor allem mit Regeneration, Wiederaufbau und Folgeschäden.“ Der Rückblick auf diese wichtigen Meilensteine der vergangenen Jahre schenkt Betroffenen Hoffnung und lässt Anita Gerhardter zuversichtlich in die Zukunft schauen: „Auch wenn es nie eine Wunderpille geben wird, die alle Fälle heilt, sind in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht worden. Es hat eine ganze Reihe von interessanten Entwicklungen gegeben. Längst geht es nicht mehr um die Frage, ob es jemals eine Heilung geben wird, sondern wann dies der Fall sein wird. Der Wings for Life World Run spielt hier eine wichtige Rolle, indem er sowohl wertvolle Spendengelder als auch Aufmerksamkeit sammelt.“

ZAHLEN & FAKTEN DES WINGS FOR LIFE WORLD RUN 2022

  • 892 registrierte Teilnehmer aus 192 Nationen
  • 231.813,71 erlaufene Kilometer
  • Spendensumme von 4,7 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung
  • Gesamtsieger Frauen weltweit: Nina Zarina, 56 km, USA
  • Gesamtsieger Herren weltweit: Jo Fukuda, 64,4 km, Japan
  • Gesamtsieger Frauen Österreich: Kerstin Springer, 44,2 km, Wien
  • Gesamtsieger Herren Österreich: Tom Evans, 63,4 km, Wien

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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