Landesrat Lindner vor Ort in Molln: „Die Menschen in der Region gut einbinden“

Bei einem Lokalaugenschein in Molln machte sich Landesrat Mag. Michael Lindner als zuständiger Gemeindereferent diese Woche ein Bild zur aktuellen Lage im Falle des Erdgasfundes. Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Rußmann besuchte er das Jaidhaus-Tal, in dem von den Projektwerbern ein Gasvorkommen von 22 Mrd. Kubikmetern vermutet wird.

Am Mittwoch informierte sich LR Michael Lindner persönlich bei einem Besuch in Molln über den aktuellen Stand zu den Plänen des Gasabbaus. Im Austausch mit Bürgermeister Andreas Rußmann, der kurz zuvor ein Treffen mit Vertretern des australischen Unternehmens ADX hatte, kritisierte LR Lindner die Vorgehensweise und Informationspolitik seitens des Bundes: „Es stellt sich die Frage, wie es dazu kommt, dass diese Lizenz an ein ausländisches Unternehmen vergeben wurde. Wir müssen darauf achten, dass kein Ausverkauf Österreichs stattfindet und die heimischen Interessen gewahrt werden.“ Er stehe hinter Bürgermeister Andreas Rußmann und den Mollner/innen und fordert klare Transparenz von Seiten des Unternehmens und den Entscheidungsträgern. „Die Öffentlichkeit hat das Recht auf umfassende Informationen zu den Vorgängen rund um den Erdgas-Deal. Es müssen jetzt die Menschen in der Region, die lokale Politik und die Naturschutzorganisationen ordentlich eingebunden werden. Sie haben das Recht auf volle Transparenz“, fordert Landesrat Lindner.

Landesrat Mag. Michael Lindner besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Rußmann das Jaidhaus-Tal
 (C) MecGreenie Production OG

Nationalpark und Naturschutzgebiete dürfen nicht beeinträchtigt werden

Das Erdgasfeld befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet und somit im Naherholungsgebiet der Mollner/innen. Daher stellt sich Landesrat Lindner als zuständiger Gemeindereferent hinter Bürgermeister Andreas Rußmann: „Die Folgen eines möglichen Abbaus müssen im Vorhinein genau geklärt und die Auswirkungen auf die Umwelt geprüft werden. Der Nationalpark Kalkalpen und die angrenzenden Naturschutzgebiete dürfen nicht beeinträchtigt werden.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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