„Jugend im Fokus“: 300 Jugendliche zu Gast in der AK

Unter dem Titel „Jugend im Fokus – Krisen der Gegenwart. Chancen der Zukunft“ lud die Arbeiterkammer Oberösterreich am 19. Jänner 2023 in die AK-Zentrale in Linz. Insgesamt 300 Jugendliche aus Polytechnischen Schulen, AusbildungsFit-Projekten und Produktionsschulen folgten der Einladung. Am Programm standen Workshops mit den AK-Experten/-innen und spannende Vorträge.

300 Jugendliche aus Polytechnischen Schulen, AusbildungsFit-Projekten und Produktionsschulen besuchten am 19. Jänner die Veranstaltung „Jugend im Fokus – Krisen der Gegenwart. Chancen der Zukunft“ in der Arbeiterkammer Oberösterreich. Neben dem Kennenlernen der Aufgaben der Arbeiterkammer, standen aktuelle Probleme und Herausforderungen und die Chance, an ihnen zu wachsen, im Vordergrund.

AK-Direktorin Andrea Heimberger, MSc
(C) Wolfgang Spitzbart/AKOÖ

AK als wichtige Ansprechpartnerin für Jugendliche

Was macht die Arbeiterkammer und mit welchen Fragen kann man sich an sie wenden? In Workshops mit AK-Experten/-innen aus den Bereichen Arbeit & Arbeitsbedingungen, Konsumentenschutz, Rechtschutz, Wirtschaft- und Sozialpolitik, Bildung sowie Frauen- und Gleichstellung lernten die Teilnehmer/-innen die verschiedenen Fachgebiete der Arbeiterkammer kennen. „Uns ist es wichtig, dass die Jugendlichen wissen, dass sie sich jederzeit mit ihren Fragen, Anliegen und Sorgen an die Arbeiterkammer wenden können. Junge Menschen brauchen Anlaufstellen, auf die sie sich verlassen können. Besonders beim Berufseinstieg ist man noch unerfahren und unsicher, aber auch Themen wie die erste eigene Wohnung oder der Handyvertrag beschäftigen die Jugendlichen“, sagt AK-Direktorin Andrea Heimberger und weist auf das umfangreiche Beratungsangebot der Arbeiterkammer hin. Fragen können auch unkompliziert auf www.fragdieak.at gestellt werden.

Paria Kafai und Ali Mahlodji begeisterten mit ihren Vorträgen

Am Nachmittag konnten sich die Besucher/-innen auf zwei tolle Vorträge freuen: Paria Kafai, Gewinnerin des Bundes-Jugendredewettbewerbes für die Berufsschulen und Ali Mahlodji, EU-Jugendbotschafter, Gründer der Berufsorientierungsplattform „whatchado“, erzählten von ihrer Lebensgeschichte und warum es sich lohnt, niemals aufzugeben. Als Moderator konnte Andreas Onea, Paralympics Schwimmer und ORF-Moderator, gewonnen werden. 

Junge haben mehr verdient

Die Arbeiterkammer steht den jungen Menschen nicht nur als Beraterin zur Verfügung, sondern macht sich auch für ein besseres und gerechtes Leben für die junge Generation stark.

Die Forderungen der Arbeiterkammer für Jugendliche im Überblick:

·         Kostenlose psychosoziale Angebote müssen flächendeckend massiv ausgebaut werden. Die Versorgung aller psychisch belasteten und kranken Menschen muss stationär und ambulant sichergestellt werden.

  • Ausbau sozialraumorientierter, aufsuchender Jugendarbeit, um Jugendliche zu motivieren, die Ausbildung fortzusetzen.

·         Eine zentrale, niederschwellig nutzbare, gut beworbene Beratungsstelle, die an alle vorhandenen Unterstützungsmöglichkeiten vermittelt, würde die Inanspruchnahme erleichtern.

  • Freifahrt und „Jugendticket-Netz“ für alle Jugendlichen in Ausbildung – auch für jene, die sich in Produktionsschulen, Berufsorientierungskursen und Stabilisierungsprojekten befinden.
  • Verstärkte Angebote zur Berufs- und Bildungswegorientierung.

·         Qualitätssicherung in der dualen Lehrausbildung: Bei der betrieblichen Lehrstellenförderung braucht es eine Förderschiene für Betriebe, die sozial benachteiligten Jugendlichen eine Chance geben, niedrige Lehrabbruchsquoten haben und qualitätsvoll ausbilden.

  • Kostenloses Nachholen von Lehrabschlüssen sowie die Übernahme der Kosten für die Prüfungsgebühren im zweiten Bildungsweg und – analog zur Regelung für Lehrlinge.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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