Mit dem eigenen Pkw zu den Klienten: AK fordert Verlängerung des Mobilitätsbonus für Beschäftigte in mobilen Pflegediensten

Der im vergangenen Jahr beschlossene Mobilitätsbonus für die Beschäftigten in den mobilen Pflegediensten ist mit 31.12.2022 ausgelaufen. Damit bleiben rund 2.000 Beschäftigte wieder auf den vollen und hohen Mobilitätskosten sitzen, die am Weg zu den Klienten/-innen anfallen. „Der Großteil von ihnen muss das private Auto nutzen. Manche überlegen sich aufgrund der hohen Kosten, den Beruf zu wechseln“, berichtet AK-Präsident Andreas Stangl. Gerade angesichts des akuten Personalmangels in der Pflege fordert er das Land Oberösterreich auf, den Mobilitätsbonus auch im Jahr 2023 zu gewähren.

Den im Oktober im Landtag beschlossenen Mobilitätsbonus in Höhe von 6 Cent pro Kilometer haben rund 2.000 Beschäftigte in der mobilen Betreuung und Hilfe, Hauskrankenpflege, Familienhilfe und mobilen Hospiz erhalten. Der Großteil von ihnen nutzt den eigenen Pkw, um die so wichtige soziale Arbeit leisten zu können.

Mit 31.12.2022 ist der Mobilitätsbonus ausgelaufen. Und das, obwohl die Teuerung nach wie vor hoch ist. Zwar sind die Spritpreise wieder gesunken, aber die Erhaltungskosten, etwa für Service oder Reifen, sind zuletzt enorm gestiegen. Viele Beschäftigte sind in Sorge, dass sie sich das Auto, das sie für dienstliche Zwecke brauchen, nicht mehr leisten können. „Manche überlegen bereits, den Beruf zu wechseln. Beim aktuellen Personalmangel in der Pflege wäre das fatal“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl. Er fordert daher das Land Oberösterreich auf, den Mobilitätsbonus als Teuerungsausgleich wieder einzuführen, auf 18 Cent zu erhöhen und auf Beschäftigte, die mit Menschen mit Behinderungen arbeiten, auszuweiten. Um die Mobilitätskosten aller Beschäftigten abzufedern, soll die Bundesregierung das amtliche Kilometergeld auf 60 Cent pro Kilometer erhöhen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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