Einige Fälle von Wirtschaftsbetrug in Salzburg

Kryptowährung-Betrug

Presseaussendung der Polizei Salzburg

Ein bislang unbekannter Täter nahm im Jänner 2023 telefonisch Kontakt mit einem 66-jährigen Flachgauer auf und verkündete, dass dem Opfer bereits rund 70.000 € in Kryptowährung zur Verfügung stehen würde. Nachdem der Flachgauer vor Jahren bereits minimal in Kryptowährungen investierte, fiel ihm zunächst der Betrug nicht auf. Der Täter gab weiters an, dass bei einer gewünschten Auszahlung jedoch Liquiditätsprüfungen in Form von Überweisungen durchgeführt werden müssten. Nach einigen Geldtransaktionen innerhalb mehrerer Tage brach der Kontakt zum Anrufer ab und der Geschädigte bekam weder seinen vermeintlichen Krypto-Gewinn noch seine Überweisungen zurück. Es entstand ein Schaden im niedrigen fünfstelligen Euro-Bereich.

58 Überweisungen getätigt

Presseaussendung der Polizei Salzburg

Eine 42-jährige Salzburgerin nahm bereits im November 2021 über eine soziale Plattform Kontakt zu einer Hellseherin namens Mari auf. Die unbekannte Täterschaft forderte von der Salzburgerin im Laufe der Zeit immer wieder Überweisungen. Insgesamt bezahlte die 42-Jährige einen fünfstelligen Eurobetrag in 58 Überweisungen an die Unbekannte. Die letzte Überweisung sollte schließlich für ein am Zoll sichergestelltes Armband sein, in welchem Diamanten versteckt waren und die Salzburgerin in Haft geht sollte sie nicht bezahlen. Daraufhin hat das Opfer Anzeige erstattet.

Klärung eines schweren Betruges

Presseaussendung der Polizei Salzburg

Ein zunächst unbekannter Täter nahm Ende September via Social Media Plattform Kontakt mit einer 73-jährigen Salzburgerin auf. Der Täter gab sich als Armeeangehöriger, welcher im Ausland stationiert ist, aus. 
Nach rund zwei Wochen ersuchte der Mann das erste Mal, unter dem Vorwand einer Notsituation (Arztkosten nach schwerem Unfall), um finanzielle Unterstützung. Insgesamt wurden von der Salzburgerin bis Ende Oktober vier Überweisungen auf verschiedene Konten getätigt. 
In enger Zusammenarbeit mit der bayrischen Grenzpolizei konnten nunmehr drei Nigerianer (21-jähriger Mann, eine 27-jährige und eine 28-jährige Frau) als Beschuldigte ausgeforscht werden, wobei gegen den 21-Jährigen bereits mehrere Ermittlungsverfahren wegen Betruges und Geldwäscherei in Deutschland geführt werden. Die in Deutschland lebenden Beschuldigten werden bei der Staatsanwaltschaft Salzburg zur Anzeige gebracht. Insgesamt entstand der Salzburgerin ein Schaden im niedrigen fünfstelligen Euro-Bereich.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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