Red Bulls wollen in Székesfehérvár neuerlich reüssieren

Nach zuletzt drei Heimspielen um den Jahreswechsel herum begibt sich der EC Red Bull Salzburg in der win2day ICE Hockey League heute wieder auf Reisen. Morgen, Freitag, steht das Auswärtsspiel gegen Hydro Fehérvár AV19 auf dem Spielplan (19:15 Uhr, Livestream). Die Red Bulls wollen auch in Ungarn gewinnen und die aktuelle vier Spiele zählende Siegesserie verlängern.

In den letzten Runden lief es richtig gut für die Red Bulls. Beginnend mit dem hart erarbeiteten 2:1-Shootout-Sieg in Feldkirch am 28. Dezember gewannen die Salzburger auch die drei folgenden Heimspiele gegen Ljubljana, Villach und Linz und wurden dabei von Spiel zu Spiel besser. Mit dem vorläufigen Höhepunkt am letzten Dienstag, als sie die Black Wings Linz trotz vieler namhafter Ausfälle zuhause bei dem klaren 4:0-Erfolg zumeist dominierten.

Am Freitag wollen die Red Bulls diese Performance nun auch in Ungarn abrufen. Erfahrungsgemäß ist das in der 3.500 Zuschauer fassenden Gábor Ocskay Jr. Ice Hall in Székesfehérvár nicht so einfach; die in die Jahre gekommene Halle ist beengend, die Großteils fanatischen Fans sitzen und stehen dicht am Eis und sind eine lautstarke Macht.

Das hilft auch der Heimmannschaft, die zuhause immer noch eine Schaufel drauflegen und es jedem Gegner schwermachen kann. In der laufenden Meisterschaft läuft es für den Vizemeister allerdings (noch) nicht nach Wunsch. Die Ungarn, die in der letzten Saison erstmals in der Club-Geschichte das Playoff-Finale der ICE Hockey League erreichten (und dort in vier Spielen gegen die Red Bulls unterlagen), halten sich in der aktuellen Saison fast von Beginn an im mittleren Tabellendrittel auf und kämpfen aktuell als Siebentplatzierte um den Aufstieg unter die ersten Sechs, die nach dem Grunddurchgang fix fürs Playoff qualifiziert sind.

Die Red Bulls haben die bisherigen zwei Saisonduelle mit den Ungarn gewonnen – im September zuhause mit 4:1 und Mitte Oktober auswärts mit 6:4 – und wollen auch diesmal drei Punkte mitbringen. Besonders gut gefallen hat’s beim letzten Mal Paul Huber, der damals in Székesfehérvár gleich doppelt traf, auch wenn man mit der Atmosphäre erstmal klarkommen muss: „Die Fans sind sehr nahe am Eis, es ist meistens ausverkauft und damit eine Wahnsinns Stimmung. Jede Schiedsrichterentscheidung wird angezweifelt, wir werden ständig ausgebuht. Das ist nicht so leicht, dort zu spielen. Aber mir gefällt es, wenn Stimmung da ist, egal ob für oder gegen dich, das pusht immer.“

Der 22-jährige Stürmer versucht das aber genauso wie seine Teamkollegen auszublenden: „Am besten, man konzentriert sich gleich auf den nächsten Shift oder aufs nächste Play und dann steht auch diesmal einem Sieg nichts im Weg.“ Auch in Anbetracht der aktuellen Form will Paul Huber drei Punkte: „Zuletzt gegen Linz haben wir ein gutes und dominantes Spiel gezeigt. Dieses Selbstvertrauen nehmen wir mit nach Ungarn und wollen dort wieder so kompakt auftreten.“

Das Lineup bleibt indes unverändert, sprich die Rekonvaleszenten Ty Loney, Troy Bourke, Aljaž Predan, Thomas Raffl, Dominique Heinrich und Peter Hochkofler werden die Reise nicht mitmachen. Bei Ty Loney zeichnet sich für Sonntag im Heimspiel gegen Asiago das Comeback ab, auch Aljaž Predan könnte da wieder mit von der Partie sein.

Foto: EC Red Bull Salzburg

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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