Oberösterreichs Industrie bei Forschung
und Entwicklung im Spitzenfeld

Erfolge der oö. Industriebetriebe in den FFG-Programmen

„Oberösterreichs Industrie ist im Bereich Forschung und Entwicklung nach wie vor im nationalen und internationalen Spitzenfeld angesiedelt. Dies zeigen auch aktuelle Zahlen der FFG- und Horizon Europe Programme“, sagt Martin Bergsmann, Technologiesprecher der Sparte Industrie in der WKO Oberösterreich.

Die geschätzte Forschungsquote 2022 in Österreich liegt mit 3,26 Prozent bereits zum neunten Mal in Folge über dem europäischen Zielwert von 3 Prozent und somit im europäischen Spitzenfeld. Laut Globalschätzung 2022 werden die Ausgaben für Forschung und experimentelle Entwicklung in Österreich 14,1 Mrd. Euro betragen, davon trägt Oberösterreich etwa 2,7 Mrd. Euro (19,2 Prozent) und liegt mit einer Forschungsquote von 3,51 Prozent auf Platz drei der österreichischen Bundesländer. „Die Stärken des Industriestandortes Oberösterreich werden durch die Erfolge der oberösterreichischen Industriebetriebe in den FFG-Programmen widergespiegelt“, so Bergsmann.

Mit 74,7 Mio. Euro im Jahr 2022 gingen beinahe 23 Prozent der Förderungen für FFG-Basisprogramme an oberösterreichische Unternehmen und Forschungseinrichtungen, so die aktuell verfügbaren Daten der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Die Statistik der FFG für das Jahr 2022 weist Oberösterreich gemeinsam mit Wien und der Steiermark als eine der drei Spitzenregionen Österreichs bei den FFG-Basisprogrammen aus. Einmal mehr zeigt sich für die heimische Forschung ein stark ausgeprägter Fokus auf den Themenbereich Produktion mit 40 Prozent, dahinter liegen die Themen Informations- und Kommunikationstechnik mit 27  Prozent, Mobilität mit 12 Prozent, Lifescience mit 8 Prozent sowie Energie und Umwelt mit 6 Prozent des Fördervolumens. „Diese Verteilung zeigt uns, die Wichtigkeit der Produktionsthemen in den FFG-Programmen und die Notwendigkeit, diese weiter zu forcieren“, fordert Bergsmann. Die Tatsache, dass 47 Prozent der Gesamtförderung in Oberösterreich auf Großunternehmen entfallen, beweist laut Bergsmann wieder einmal die Stärke der industriellen Basis in unserem Bundesland.

In den ersten Jahren des neuen Horizon Europe Rahmenprogramms (2021 bis 2027) zeigt sich eine sehr erfolgreiche Beteiligung österreichischer Betriebe und Institutionen. Bisher konnten 435 Mio. Euro an Förderungen eingeworben werden. Das entspricht einem Anteil von 3,1 Prozent der vergebenen Mittel, was im Vergleich zu Horizon 2020 bereits jetzt einen Anstieg um 0,2 Prozentpunkte bedeutet. Von den bisher österreichweit eingeworbenen Förderungen entfielen rund 23 Mio. Euro auf Oberösterreich. 95 Mrd. Euro stehen im größten transnationalen Förderprogramm bis 2027 für Wissenschaftsexzellenz, globale Herausforderung, Industrielle Wettbewerbsfähigkeit, sowie Innovationen in Europa, in den verschiedensten Themengebieten zur Verfügung. Von den österreichischen Institutionen, die  an bewilligten Horizon Europe Projekten beteiligt sind, sitzen 77 in Oberösterreich. Die Beteiligten Institutionen teilen sich in 33 (43 Prozent) Unternehmen, 28 (36 Prozent) außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, sowie 8 (11 Prozent) Hochschulen auf, die restlichen 8 Institutionen (11 Prozent) können unter Sonstige zusammengefasst werden.

„Auch bei internationalen Kooperationsprojekten zeigt sich Oberösterreichs besondere Stärke in der industriellen Forschung. Insgesamt kann man bereits jetzt, nach der kurzen Laufzeit des neuen Horizon Europe Rahmenprogramms, eine deutliche Verbesserung in der Performance Österreichs, im Vergleich zu Horizon Europe 2020 sehen. Diese Entwicklung ist gerade in diesen ungewissen Zeiten besonders erfreulich und ebenso wichtig“, sagt Bergsmann.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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