Lebensmittelverschwendung stoppen – ein Neujahrsvorsatz, der sich auszahlt

Inflation ist das Wort des Jahres 2022. Nicht ohne Grund, denn die Teuerung und die steigenden Lebenshaltungskosten stellen die Menschen vor viele Herausforderungen. Lebensmittel zu verwenden statt zu verschwenden ist ein wesentlicher Beitrag um Ressourcen zu schonen und Geld in der eigenen Geldtasche zu sparen. In Europa werden immer noch mehr Lebensmittel weggeschmissen als importiert werden. Sage und schreibe 153 Mio. Tonnen Nahrung landen jährlich in der Tonne.

Das sollte uns wirklich zu denken geben. Schade um die Lebensmittel und das verschwendete Geld“, betont Ernährungs-Landesrätin Michaela Langer-Weninger: „Österreichische Privathaushalte verlieren durch die Lebensmittelverschwendung jährlich zwischen 250 bis 800 Euro.“ Wer also noch auf der Suche nach einem guten, sinnvollen Neujahrsvorsatz ist, könnte sich um einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln bemühen.

Landesrätin Michaela Langer-Weninger hat sich für 2023 jedenfalls fest vorgenommen, dieses Thema stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Sie erklärt: „Die Lebensmittelverschwendung zu stoppen, zahlt sich aus – für den einzelnen Haushalt, als auch unser Klima. Wäre der weltweite Lebensmittelabfall ein eigener Staat, hätte er nach China und den USA den drittgrößten Treibhausgasausstoß.“

Die Jugend macht vor wie’s geht

Um eine möglichst breite Wirkung zu erzielen, setzt das oö. Agrar- und Ernährungsressort auf starke und motivierte Partner wie die EsserWisser, die wiederrum die Fachexpertise von Landwirt:innen, Seminarbäuer:innen und Ernährungswissenschafter:innen bündeln. Herauskommt daher eine digital zugängliche Wissenssammlung, die von Infos über Lebensmittelgruppen, nachhaltigen Einkauf, richtiger Lagerung bis zu Rezepten für die Restlküche reicht. Neben der Website www.esserwissen.at finden sich aber auch auf den Social-Media-Kanälen der EsserWisser hilfreiche Videos wie „Essen oder Wegwerfen?“

„Die EsserWisser erfüllen eine wichtige Rolle in der generationsübergreifenden Bewusstseinsbildung und haben daher meine vollste Unterstützung“, betont LRin Michaela Langer-Weninger und weiter: „Auf die Jugend von heute und damit die Konsument:innen von morgen möchte ich aber einen besonderen Fokus legen. Hier sind die acht landwirtschaftlichen Fachschulen mit dem Schwerpunkt Hauswirtschaft zentrale Partner. Dort erarbeiten die Schüler:innen laufend Nachhaltigkeitsprojekte und leben vor, wie ein bewusster und sorgsamer Umgang mit Lebensmitteln funktioniert!“

Best-Practice-Beispiele aus den Fachschulen Andorf & Lambach

·  Mach was draus

Eine Schulstunde für Volksschulkinder, wo nach einem theoretischen Input mit Obst und Gemüse, das nicht mehr „perfekt“ ist, eine Jause zubereitet wird.

·  Restessen to go

Den Andorfer Schüler:innen wird ermöglicht, sich übriggebliebene Speisen aus der Lehr- oder Wirtschaftsküche mit nach Hause zu nehmen.

· Pellets (Coffee) to go

Aus den bei der Kaffeerösterei an der Schule übrigbleibenden Resten wird Dünger hergestellt.

· Restlos genießen

Unter diesen Titel haben die Lambacher Schüler:innen für die Welser Tafel gekocht.

Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger: „Lebensmittel sind wertvoll. Ob nun in der Kantine oder zuhause – achten wir darauf keine Lebenmittel zu verschwenden.“ Foto: Land OÖ/Margot Haag

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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