Salzburgs Weg zum Klima- und Energieziel 2050

Regelmäßige Evaluierung der Schritte / Zahlreiche Maßnahmen umgesetzt

Salzburger Landeskorrespondenz, 20. Dezember 2022

(LK)  Das Land hat sich in seiner ambitionierten Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 zum Ziel gesetzt, bis Mitte des Jahrhunderts klimaneutral und energieautonom zu sein. Bis 2030 sollen bereits 50 Prozent an Treibhausgasen im Vergleich zu 2005 eingespart und der Anteil an erneuerbaren Energien auf 65 Prozent erhöht werden. Das Land überprüft dabei regelmäßig die Fortschritte.

Am Montagabend tagte das „Klimakabinett“ unter der Leitung von Landeshauptmann-Stellvertreterin Martina Berthold. Eine erste Zwischenbilanz zeigt, dass viele Maßnahmen bereits greifen. So war der Anteil der erneuerbaren Energie im Jahr 2020 bereits bei 56 Prozent und deutlich über den für diesen Zeitpunkt angepeilten 50 Prozent. Die Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen lag, im Vergleich zu 2005, im Vorjahr bei minus 16 Prozent.

Viele Lebensbereiche abgedeckt

Vieles wurde also bereits umgesetzt, einiges an Arbeit wartet noch, um die Ziele von SALZBURG 2050 zu erreichen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Klimaschutz alle von uns betrifft, aber gemeinsam ist es machbar“, so die Vorsitzende des Steuerungsgremiums, Martina Berthold.

Berthold: „Gemeinsame Kraftanstrengung.“

Für Landeshauptmann-Stellvertreterin Martina Berthold steht fest, dass die ambitionierten Ziele nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller, von Politik über Unternehmen bis zu jeder Bürgerin und jedem Bürger, erreicht werden können: „Ich unterstütze aktiv den Austausch von Ölkesseln und die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen. Erst kürzlich habe ich einen einzigartigen Fördercall für PV-Großanlagen gestartet. So erzeugen wir mehr sauberen Strom im eigenen Bundesland und versiegeln keine zusätzlichen Flächen. Das ist gut fürs Klima und für die so notwendige Unabhängigkeit in der Energieversorgung.“

Klambauer: „Sanierungen entlasten Klima.“

Für Landesrätin Andrea Klambauer steht fest, dass zukunftsfitter Umweltschutz eine Entlastung von Klima und Menschen bedeutet: „Der Gebäudesektor erreicht erneut die angestrebten Ziele. Ich nehme den Klimaschutz in meinem Bereich sehr ernst und verfolge die Strategie, auf die sich die Landesregierung geeinigt hat, konsequent. Allein die Sanierungen im Vorjahr machten 16.717 Tonnen an eingespartem CO2 aus. Das bedeutet eine deutliche Entlastung der Menschen, da sie jährlich weniger Energiekosten fürs Wohnen aufwenden müssen.“

Schnöll: „Klimafreundlicher Verkehr.“

Landesrat Stefan Schnöll kann auf eine Reihe von Initiativen zurückblicken, welche die Mobilitätswende vorantreiben: „Die Umsetzung des günstigen Klimatickets Salzburg war dabei ein wichtiger Hebel, um die Menschen zur Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu bewegen. Wir bauen auch die Infrastruktur für den Öffentlichen Verkehr, aber auch für Radfahrer in allen Bezirken aus. Darüber hinaus unterstützen wir Salzburger Unternehmen beim nachhaltigen Gütertransport per Schiene.“

Schwaiger: „Flächenfraß wurde gestoppt.“

Landesrat Josef Schwaiger sieht im neuen Landesentwicklungsprogramm, das einer weiteren Versiegelung von Flächen Einhalt gebietet und den Ausbau erneuerbarer Energien forciert, zahlreiche Elemente für den Klimaschutz. „Zur Erreichung der Ziele müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, die wir hier im Land haben: Wasser, Wind, Biomasse und Sonne. Mit dem neuen Grundverkehrsgesetz und den Novellen in Baurecht, Raumordnungs- und Landeselektrizitätsgesetz haben wir die Grundlagen für schnellere Verfahren und damit einfachere Umsetzung von Projekten für erneuerbare Energien geschaffen. Im neuen Landesentwicklungsprogramm haben wir zum Beispiel in allen Bezirken Windvorrangzonen festgelegt. Dadurch werden die Verfahren zur Nutzung von Windkraft massiv beschleunigt.“

Klimaschutz nimmt Fahrt auf

Zusammenfassend hält die Vorsitzende Martina Berthold die Ergebnisse im Klimakabinett fest: „Der Klimaschutz nimmt Fahrt auf. Dabei braucht es viele unterschiedliche Maßnahmen. Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien, bei den PV-Anlagen, der Windenergie und der Wasserkraft kommen wir große Schritte weiter.“

©Land Salzburg/Grafik

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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