ÖSV – Wintersportsplitter: Jakob Dusek im zweiten SBX-Weltcuprennen in Cervinia auf Platz fünf


Aufregung um den Viertelfinal-Crash von Alessandro Hämmerle

Nach dem Doppelsieg am Freitag durch Alessandro Hämmerle und Jakob Dusek hat das ÖSV-Team im zweiten Snowboardcross-Weltcuprennen in Cervinia (ITA) nicht in die Vergabe um die Podestplätze eingreifen können. Dusek landete als Sieger des kleinen Finales als bester Österreicher auf dem fünften Gesamtrang. Julian Lüftner erreichte ebenfalls das kleine Finale, in dem der Wahl-Vorarlberger als Vierter die Ziellinie überquerte und damit in der Endabrechnung Platz acht belegte.

Aufregung gab es um eine Situation im Viertelfinal-Heat mit Alessandro und Luca Hämmerle, dem späteren Sieger Loan Bozzolo (FRA) und Lucas Eguibar (ESP). Hinter dem führenden Bozzolo fuhr Alessandro Hämmerle als Zweiter in die vorletzte Kurve ein, als Eguibar zu einem Überholmanöver ansetzen wollte. Der amtierende Weltmeister aus Spanien fuhr dabei jedoch Hämmerle auf das Brett und verursachte dadurch einen Sturz des Österreichers. Dass diese fragwürdige Aktion im Gegensatz zum Rennen am Vortag, in dem für ein viel harmloseres Vergehen von Jake Vedder an Martin Nörl (GER) der US-Amerikaner mit der gelben Karte aus dem Bewerb genommen wurde, keine Konsequenzen zur Folge hatte, stieß Hämmerle sauer auf.

„Es darf nicht sein, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Ich werde einfach über den Haufen gefahren – und das übrigens nicht zum ersten Mal –, und es passiert nichts. Andere Aktionen werden dafür viel strenger geahndet. Das regt mich auf und das muss auch einmal klar angesprochen werden. Es geht hier um den Weltcup und um viele Punkte, da muss bei den Sanktionen eine klare Linie her. Ich wäre heute nach dem Sturz zwar nicht mehr weitergekommen, aber ich ärgere mich sehr darüber, wie unterschiedlich hier in den beiden Rennen die Entscheidungen getroffen worden sind“, fand Hämmerle, der sich nach dem Aus im Viertelfinale mit Rang 13 zufrieden geben musste, klare Worte. „Izzis“ Bruder Luca Hämmerle holte als Neunter einen Top-Ten-Platz.
Nach den Rängen zwei und fünf zog Jakob Dusek natürgemäß eine positivere Bilanz über den Cervinia-Trip als Alessandro Hämmerle. „Das war eine brutal gute Woche für mich. Das einzige Manko war heute das Semifinale, in dem ich leider nicht meinen besten Lauf erwischt habe und aus den ersten beiden Kurven nicht genug Speed mitgenommen habe. Aber ansonsten bin ich sehr zufrieden – ich bin ein Super-Training und Bestzeit in der Quali gefahren und habe zwei Topresultate geholt. So kann das Kalenderjahr enden.“
Auch Julian Lüftner atmete nach Rang acht tief durch. „Ich habe mich mit diesem Kurs erst anfreunden müssen, das hat in den vergangenen Tagen mental sehr viel Energie gekostet. Die Piste war ziemlich ruppig, und in den Heats ist es ständig hin- und hergegangen. Gott sei Dank habe ich es trotzdem geschafft, mich in dieses Rennen hineinzukämpfen und ein gutes Ergebnis zu holen“, sagte Lüftner.
Andreas Kroh, Lukas Pachner und David Pickl teilten sich nach ihrem Achtelfinal-Aus Platz 25, Elias Leitner wurde 33. Loan Bozzolo feierte vor Martin Nörl, Kalle Koblet (SUI) und Lucas Eguibar seinen ersten Weltcupsieg.
Das ohne die erkrankte Österreicherin Pia Zerkhold ausgetragene Damenrennen entschied die Britin Charlotte Bankes vor der Australierin Josie Baff und der Französin Chloe Trespeuch für sich.

SKI ALPIN 16 Dezember 2022 St. Moritz (SUI)
HÜTTER BESTE ÖSTERREICHERIN



Die erste Abfahrt in St. Moritz (SUI) ist nicht nach Wunsch verlaufen. Nach den Speederfolgen in Übersee ist man mit einem 11. Platz von Cornelia Hütter nicht zufrieden. Der Sieg geht an die Italienerin Elena Curtoni, vor ihrer Landsfrau Sofia Goggia und der Lokalmatadorin Corinne Suter.

Beim Abschwingen im Ziel hat man kaum zufriedenen Gesichter gesehen. Die Bedingungen waren schwer und dementsprechend unzufrieden waren die meisten Athletinnen im Ziel. Nicht an die Leistungen aus Übersee konnte die ÖSV-Mannschaft anschließen. Cornelia Hütter wird als beste Österreicherin 11. und ist mit ihrem Skifahren nicht glücklich, aber auch nicht unzufrieden.

„Es war heute richtig zach! Ich habe versucht, mich richtig reinzuknien und das Rennfahren auszupacken. An manchen Stelle habe ich es mir nicht zu 100% zugetraut, bei diesen Bedingungen bedingungslos den Ski laufen zu lassen, aber im Großen und ganzen war es ok – nicht gut aber auch nicht schlecht. Natürlich möchte ich definitiv weiter vorne platziert sein.“ Cornelia Hütter
Positiv hervorzuheben gibt es Christina Ager. Die Tirolerin fährt mit Startnummer 36 auf den 13. Endrang und sichert sich damit ihre beste Saisonplatzierung!

„Es ist richtig cool! Ich habe mir am Start gedacht, gestern war die Sicht auch schlecht, ich mache es heute gleich wie gestern. Im Sommer habe ich viel mental gearbeitet und ich denke, ich habe nun einen guten Weg gefunden und so soll es in Zukunft weitergehen.“ Christina Ager

EC: HÖRHAGER AM PODEST

Lisa Hörhager wird beim Slalom im Ahrntal (ITA) Zweite. Der Sieg geht an die US-Amerikanerin Paula Molzan und Platz drei belegt Moa Bostroem aus Schweden. 

Die junge Österreicherin konnte sich im zweiten Durchgang um 9 Plätze verbessern und das Rennen am Podest beenden. Auf die Siegern Molzan fehlen jedoch 1.16 Sekunden. Den nächsten EC-Slalom gibt es bereits am 17.12. – ebenfalls im Ahrntal (ITA).

Anna Gandler als Elfte beste Österreicherin


Nach dem Sprintrennen gestern stand für die Damen heute beim Weltcup in Le Grand Bornand (FRA) ein Verfolgungswettkampf auf dem Programm. Dabei lieferte Anna Gandler erneut eine eindrucksvolle Talentprobe ab. Die Tirolerin, die bereits im Sprint mit Rang 20 für das beste österreichische Ergebnis sorgte, verbesserte sich heute im Laufe des Rennens immer weiter nach vorne und belegte am Ende mit einem Rückstand von 2:47,8 Minuten den hervorragenden elften Platz.
Die 21-Jährige absolvierte die erste Rennhälfte zunächst großteils gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Lisa Hauser, ehe sie eine Strafrunde beim dritten Schießen etwas an Zeit kostete. Beim letzten Stehendanschlag traf die junge Österreicherin jedoch wieder alle fünf Scheiben und durfte sich damit am Ende als Elfte über ihr bisher bestes Weltcup-Karriereresultat freuen. Auf die Top-Ten fehlten der Tirolerin lediglich zehn Sekunden.

Auch die weiteren Österreicherinnen zeigten eine ansprechende Leistung. Lisa Hauser hielt sich zunächst über weite Strecken des Rennens in der Nähe der Top-Ten. Beim letzten Stehendschießen musste die 29-Jährige allerdings zwei Strafrunden in Kauf nehmen und belegte damit am Ende mit einem Rückstand von 3:25,7 Minuten Rang 22. Mit Tamara Steiner (+4:14,5 min./1 Fehlschuss) und Dunja Zdouc (+4:25,0 min./2 Fehlschüsse) auf den Rängen 31 und 35 klassierten sich zudem zwei weitere heimische Athletinnen in den Weltcup-Punkterängen. Julia Schwaiger belegte Rang 53 (+6:38,9 min./6 Fehlschüsse).

Der Sieg ging heute an Elvira Oeberg. Die Schwedin leistete sich im gesamten Rennen keinen einzigen Fehlschuss und setzte sich souverän mit 20,4 Sekunden Vorsprung gegen die Italienerin Lisa Vittozzi (2 Fehlschüsse) durch. Rang drei ging an die französische Lokalmatadorin Julia Simon (+46,9 sec./3 Fehlschüsse).

STIMME:
Anna Gandler (Rang elf): „Das war heute wieder richtig cool. Leider sind sich die Top-Ten knapp nicht ausgegangen, aber mit diesem elften Platz kann ich natürlich auf jeden Fall zufrieden sein. Heute hatten wir richtig schwierige Bedingungen. Es war extrem eisig und man hatte das Gefühl, als würde man nicht vom Fleck kommen. Solche Verhältnisse liegen mir normal gar nicht, aber ich bin jetzt natürlich voll zufrieden und das war wirklich wieder ein lässiges Rennen.“ 

Weiteres Weltcup-Programm Le Grand Bornand (FRA): 
Sonntag, 18.12.2022, Massenstart Herren, 12.10 Uhr
Sonntag, 18.12.2022, Massenstart Damen, 14.15 Uhr

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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