Salzburg: Neue Waggons machen die Salzburger Lokalbahn hochmodern

Heute wurde in Karlsruhe (Deutschland) enthüllt, wie die neuen und hochmodernen Garnituren für die Salzburger Lokalbahn aussehen werden. Durch einen gemeinsamen Auftrag bekommt Salzburg sozusagen Rabatt. „Wir arbeiten gerade daran, dass wir künftig ein einheitliches Öffi-Erscheinungsbild bei Bahn und Bus umsetzen“, so Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.

„Ich war heute sehr begeistert von den neuen Zuggarnituren für die Salzburger Lokalbahn. Die neuen Garnituren sind der richtige Schritt in die Zukunft, denn wenn wir wollen, dass die Menschen die Öffis benutzen, müssen sie modern und komfortabel sein“, so Landesrat Stefan Schnöll am Dienstag bei der Präsentation in Karlsruhe. Die neuen Waggons wurden gemeinsam mit anderen in einem „Großauftrag“ bestellt, 20 davon sind für Salzburg.

Gemeinsamer Auftrag spart Geld

Im Jänner 2022 hat Salzburg nach einer deutsch-österreichischen Gemeinschafts-Ausschreibung mit fünf Partnern den Auftrag für insgesamt bis zu 504 moderne Züge um insgesamt vier Milliarden Euro an die Stadler AG mit Sitz in der Schweiz erteilt. 20 davon gehen ab 2026 nach Salzburg, mit Option auf weitere fünf. Heute wurde in Karlsruhe ein „MockUp“, ein Modell des Zugs in Originalgröße, enthüllt. An diesem können nun vor dem Produktionsprozess alle Details abgestimmt werden.

Schnöll: „Optimiert für die Fahrgäste.“

Mit dem Einsatz der neuen Züge will Landesrat Stefan Schnöll den Komfort und die Qualität der Lokalbahn für die Fahrgäste massiv erhöhen. „Modernste Fahrzeuge für einen attraktiven öffentlichen Verkehr, das ist unser Ziel. Diesem sind wir mit diesem Projekt einen großen Schritt nähergekommen. Der renommierte Hersteller und ein Team von Experten verschiedenster Bahnbetreiber garantieren zudem beste Qualität und technische Innovation, die für die Ansprüche unserer Linien genau passt. Und sie werden nun noch an die Bedürfnisse der Fahrgäste angepasst“, so Schnöll.

Standardbahn mit sechs Varianten

Die Ausschreibungspartner für die neuen „Tram-Trains“, die zugleich Eisenbahn und Straßenbahn sind, haben mit dem Hersteller zusammen eine Standardbahn entwickelt. Aus dieser entstehen sechs Varianten, mit beispielsweise unterschiedlichen Einstiegshöhen, individuellem Farbdesign und weiteren Details. Auch das in Karlsruhe enthüllte Modell kann in die unterschiedlichen Varianten umgebaut werden, um Zeit und Kosten zu sparen.

Der letzte Feinschliff

In den kommenden Wochen wird das Zug-Modell in Karlsruhe auf Herz und Nieren getestet. „Dadurch kann man ein Gefühl für die neuen Züge bekommen. Gemeinsam geben wir den Fahrzeugen zusammen mit dem Hersteller den letzten Feinschliff, bevor sie in die Produktion gehen“, sagt Christian Höglmeier, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe, die gemeinsam mit Salzburg und drei weiteren Partnern in Summe 504 Garnituren bestellt haben. Salzburg investiert 97 Millionen Euro für die Fahrzeuge, mit Instandhaltung auf 32 Jahre beträgt das Gesamtvolumen 237 Millionen Euro.

Schlaues Konzept

Durch maximale Standardisierung und eine geteilte Entwurfsplanung werden die Kosten für die neuen Züge auf bis zu eine Million Euro pro Garnitur reduziert. „Da haben kluge Menschen mit Weitblick vor vielen Jahren eine Idee in die Realität umgesetzt, die jetzt in Zeiten von knappen Kassen eine kostensparende Beschaffung ermöglicht“, meint der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup.

Bereits 2026 neuer Fahrkomfort

Die erste Fahrzeuglieferung ist für Salzburg 2026 geplant, also schon in drei Jahren. Sie werden umgehend auf der Lokalbahnstrecke zwischen Salzburg und Ostermiething beziehungsweise Bürmoos eingesetzt. Bis dahin sind auch die Gleise auf modernsten Stand gebracht.

2022 © DÖLLMANN Design + Architektur ZT GmbH

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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