Zehn Photovoltaik-Großanlagen für Salzburg

Im Land Salzburg werden zehn Photovoltaik-Großprojekte auf bereits versiegelten Flächen umgesetzt. Insgesamt fördert das Land diese mit 6,6 Millionen Euro.

Den Anfang der Photovoltaik-Großprojekte machen die Salzburger Nachrichten und das Druckzentrum in Salzburg-Maxglan. Dort werden die Parkplätze mit 176,7 beziehungsweise 124,8 Kilowatt Peak Sonnenstrom-Paneelen überdacht und fungieren künftig auch als Kraftwerke. Acht weitere Flächen im Bundesland werden ebenso einer sinnvollen Doppelnutzung zugeführt.

v.l.n.r: Gerhard Löffler (Leiter Referat Energiewirtschaft und -Beratung), Landeshauptmann-Stellvertreterin Martina Berthold, Wolfram Summerer (Koordinator Klima+Energie 2050), Martin Weber
(C) Land Salzburg/Neumayr/Hofer

Berthold: „Mehr Unabhängigkeit.“

Große Photovoltaikanlagen auf versiegelten Flächen sind für Salzburg ein weiterer wichtiger Puzzlestein zur Erreichung der Salzburg 2050 Ziele. „So erzeugen wir mehr sauberen Strom im eigenen Bundesland. Das ist gut fürs Klima und für die so notwendige Unabhängigkeit in der Energieversorgung“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Martina Berthold, die am Montag die Großprojekte vorgestellt hat. Für kommendes Jahr kündigte sie eine Wiederholung der erfolgreichen Fördercalls an.

6,6 Millionen Euro für Solarstrom

Gereiht nach der Effizienz kamen die folgenden zehn Projekte zum Zug und erhalten in Summe 6,6 Millionen Euro. Mindestgröße pro Anlage sind 100 Kilowatt Peak. Im Überblick die Anlagen, die nun umgesetzt werden:

  • Salzburger Nachrichten, Parkplatzüberdachung mit 176,7 Kilowatt Peak
  • Druckzentrum Salzburg, Parkplatzüberdachung mit 124,8 Kilowatt Peak
  • Graskraft Steindorf, Überdachung Fahrsiloanlage mit 902 Kilowatt Peak
  • Autohaus Lindner in Hof, Parkplatzüberdachung mit 125,5 Kilowatt Peak
  • Norbert Loindl in Neumarkt, Überdachung Lagerplatz mit 531 Kilowatt Peak
  • Creneaux Immobilien/Stadion Siezenheim, Parkplatzüberdachung mit 2.093 Kilowatt Peak
  • Pölzleitner Transporte in Neumarkt, Überdachung LKW-Parkplatz mit 330 Kilowatt Peak
  • Sony DADC in Thalgau, Parkplatzüberdachung mit 1.000 Kilowatt Peak
  • Panzerhalle in Salzburg-Maxglan, Parkplatzüberdachung mit 132 Kilowatt Peak
  • Salzburger Landeskliniken, Parkdecküberdachung mit 604 Kilowatt Peak

7,2 Gigawattstunden Jahresertrag

Die zehn Sonnenkraftwerke, die zukünftig sauberen Strom erzeugen und keine zusätzliche Fläche in Anspruch nehmen, bringen einen Jahresertrag von 7,2 Gigawattstunden. „Das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 1.850 Einfamilienhäusern und dafür musste kein zusätzlicher Quadratmeter Boden versiegelt werden“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Martina Berthold

Löffler: „Mehr Sonnenstrom pro Person.“

Bei der Erzeugung von Sonnenstrom hat das Land Salzburg im Masterplan Klima + Energie 2030 klare Ziele definiert. „Bis zum Jahr 2030 soll auf eine Salzburgerin, einen Salzburger ein Kilowatt Peak an Photovoltaik-Paneelen kommen“, so Gerhard Löffler, Leiter des Referates Energiewirtschaft und -beratung. „Um dieses Ziel zu erreichen, müsste die aktuelle Leistung der Photovoltaik vervierfacht werden“, rechnet Löffler vor. Derzeit sind im Bundesland im Schnitt rund 250 Watt pro Person verbaut.

500 Gigawattstunden PV bis 2030

Für die Energiewende beim Strom sind in Salzburg laut Berthold bis zum Jahr 2030 zusätzliche 500 Gigawattstunden an Photovoltaik im Masterplan vorgesehen. Davon sollen 250 auf großen Dachflächen, 125 auf kleinen Dächern und 125 Gigawattstunden auf vorzugsweise bereits versiegelten Freiflächen errichtet werden. Zum Vergleich: In Salzburg werden derzeit jährlich rund 4.500 Gigawattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wasser, Sonne und Biomasse erzeugt.

100 Prozent erneuerbarer Strom

Die Photovoltaikförderung für versiegelte Flächen ist ein Baustein auf dem Weg zur Erreichung der Salzburger Klima- und Energieziele. „Im Masterplan 2030 ist festgelegt, dass wir bis 2030 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugen. Der gesamte Energieverbrauch soll bis dahin zu 65 Prozent mit Erneuerbaren gedeckt werden und der CO2-Ausstoß soll im Vergleich zum Basisjahr 2005, um die Hälfte verringert sein“, fasst Wolfram Summerer, Leiter der Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit zusammen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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