ÖSV – Wintersportsplitter: Traumtag für das Traumpaar – PSL-Triumphe für Schöffmann und Payer

Die ÖSV-Raceboarder haben am Sonntag beim ersten Weltcup-Einzelrennen in dieser Saison groß abgeräumt! Bei den Damen triumphierte Sabine Schöffmann beim Parallelslalom in Winterberg (GER) durch einen Erfolg im großen Finale über die Schweizerin Julie Zogg und feierte damit ihren fünften Weltcup-Einzelsieg. Olympia-Silbermedaillengewinnerin Daniela Ulbing setzte sich im kleinen Finale gegen die Deutsche Melanie Hochreiter durch und wurde Dritte.

Den Traumtag für das rot-weiß-rote Traumpaar machte Alexander Payer perfekt! Der Lebensgefährte von Schöffmann ließ seiner Bestzeit in der Qualifikation ein überragendes Rennen folgen, bezwang im großen Finale den Slowenen Tim Mastnak und durfte sich über seinen zweiten Weltcup-Einzelsieg freuen. Erstmals stand der Kärntner im Dezember 2017 beim PGS in Cortina (ITA) auf der obersten Stufe des Siegespodests. Im Duell um Rang drei behielt der Deutsche Stefan Baumeister gegen den Italiener Edwin Coratti die Oberhand.

Sabine Schöffmann erreichte durch Erfolge über die Schweizerin Ladina Jenny (+0,12 Sekunden), die Slowenin Gloria Kotnik (DNF) und Hochreiter (+0,39) das große Finale, in dem sie Zogg um 0,17 Sekunden das Nachsehen gab. „Das war ein Mega-Rennen und ein echt cooler Tag. Mein letzter Slalomsieg ist schon eine Weile her (Dezember 2017 in Cortina, Anm.), daher freue ich mich besonders über diesen Erfolg. Ein Dank geht auch an unser Trainerteam, mit dem ich zuletzt noch an meiner Slalomtechnik gefeilt habe“, jubelte Schöffmann, die sich natürlich auch mit ihrem Herzblatt mitfreute.

„Alex und ich stehen heute zum ersten Mal gemeinsam bei einem Einzelrennen ganz oben auf dem Podium. Dass das in Winterberg passiert, ist vielleicht kein Zufall. Im März 2017 habe ich hier schon einmal gewonnen, und Alex ist bei diesem Rennen bei den Herren Dritter geworden. Wenig später hat es dann zwischen uns auch privat gefunkt“, sagte Schöffmann. „Das ist ja fast schon ein bisschen kitschig“, meinte Payer, der zugab, vor dem großen Finale nervöser als in den Läufen davor gewesen zu sein.

„Ich habe am Start mitbekommen, dass Sabine gewonnen hat. Da wollte ich unbedingt nachziehen“, lächelte Payer, der speziell im Achtelfinale mit Sebastian Kislinger (+0,86) hart zu kämpfen hatte. Nach einem Fehler des Steirers knapp vor dem Ziel schlug das Pendel jedoch zugunsten Payers aus. Mit weiteren Laufsiegen gegen den Steirer Matthäus Pink, Baumeister und Mastnak, die der überragend fahrende Kärntner allesamt zu Fehlern zwang, machte Payer seinen Triumph perfekt. „Der Hang ist zwar nicht sonderlich schwer, aber er erlaubt nicht den geringsten Fehler. Sauber zu fahren, war auch der Schlüssel zum Erfolg. Die gestrige Quali-Bestzeit hat mir zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. Ich bin sehr happy, wie das heute gelaufen ist.“

Mit Benjamin Karl (5.) und Matthäus Pink (7.) erreichten zwei weitere Österreicher das Viertelfinale, wobei Pink mit Platz sieben sein bestes Weltcupergebnis holte. Arvid Auner (11.), Fabian Obmann (12.), Andreas Prommegger (14.) und Sebastian Kislinger (15.) komplettierten die mannschaftlich starke Vorstellung des ÖSV-Teams.

Daniela Ulbing, die am Samstag im Mixed-Teambewerb an der Seite von Andreas Prommegger Zweite geworden war, strahlte über ihren zweiten Podestplatz an diesem Wochenende: „Es war im Rennen ganz anders zu fahren als in der Quali, deshalb habe ich heute sehr mit der Linie zu kämpfen gehabt. Ich bin froh, dass sich trotzdem noch der dritte Platz ausgegangen ist“, resümierte Ulbing, die im kleinen Finale gegen Hochreiter um neun Hundertstel das bessere Ende für sich hatte. Claudia Riegler, die dritte Österreicherin im 16er-Finale, musste sich in der Auftaktrunde Kotnik geschlagen geben und wurde Neunte.

Für die Raceboarder geht es in der kommenden Woche mit zwei Parallelriesentorläufen in Italien weiter, wo die Klassiker in Carezza (Donnerstag) und Cortina (Samstag) auf dem Programm stehen.

Sabine Schöffmann und Alexander Payer jubeln über ihre Siege beim Weltcup-Parallelslalom in Winterberg. (Alle Fotos: FIS / Miha Matavz

SKI ALPIN  11 Dezember 2022 Val d’isere (FRA)

FELLER ERNEUT AM PODEST

Der erste Herren Slalom der Saison stand in Val d’Isère (FRA) am Programm und war für den ÖSV, besser gesagt, für Manuel Feller, wieder sehr erfolgreich. Er stand, wie schon beim Riesentorlauf am Tag zuvor, als Zweiter am Podest. Den Sieg holte sich der junge Norweger Lucas Braathen, dritter wurde der Schweizer Loic Meillard.

Nach den sensationellen zweiten Platz im Riesentorlauf konnte Manuel Fellner auch beim Slalom zeigen, das er in Topform ist. „Der zweite Lauf war okay, sehr solide, natürlich nicht am Limit. […] Es ist einfach ein extrem schwieriger Hang. Zwei Mal Zweiter in Val d’Isère kann sich glaub ich sehen lassen. Es war sicher eine gute Leistung.“

Marco Schwarz belegte in der Endwertung den neunten Platz und ist mit seiner Leistung in Frankreich zufrieden. „Es war ein solides Wochenende. Zweimal unter den besten zehn, da kann ich nicht ganz unzufrieden sein, aber natürlich will ich mehr. Ich habe auch mehr drauf.“

Für Fabio Gstrein, als erster Österreicher in den zweiten Durchgang gestartet, reichte es zum Schluss für Platz 12. „Der zweite Lauf war um einiges besser als der erste. […] Das war eine recht gute Fahrt, ich habe probiert mehr Gas zu geben, mich mehr zu überwinden, das ist mir gelungen.“

Adrian Pertl fuhr seinen ersten Slalom nach seinem Kreuzbandriss im Vorjahr und zeigte im ersten Durchgang, dass er wieder ein gutes Gefühl auf den Skiern hat. „Der erste Durchgang war ganz okay, da war ich halbwegs zufrieden. Im Zweiten habe ich nicht mehr ganz so reingefunden.“ So wurde es Platz 26 für ihn bei seinem Comebackrennen.

Drei ÖSV-Läufer konnten sich leider nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Simon Rüland, mit Startnummer 65 ins Rennen gegangen, verpasste die Qualifikation nur ganz knapp und landete auf Platz 31 im ersten Durchgang. Michael Matt auf Rang 34 und Dominik Raschner auf Rang 42 hatten die hundertstel Sekunden nicht auf seiner Seite. 

Johannes Strolz ist bereits im ersten Durchgang ausgeschieden.

SKI ALPIN  11 Dezember 2022 Sestriere (ITA)

ENTTÄUSCHENDES ERGEBNIS IM SLALOM

Ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis gibt es bei den Technik-Damen in Sestriere (ITA). Beim Slalom schafften es lediglich zwei ÖSV-Läuferinnen in den zweiten Durchgang. Um den Sieg konnten sie aber nicht mitreden. Den schnappte sich wieder Wendy Holdener (SUI), vor Mikaela Shiffrin (USA) und Petra Vlhova (SVK). 

Katharina Liensberger und Katharina Truppe waren die einzigen beiden ÖSV-Läuferinnen im zweiten Durchgang. In der Endwertung war es nicht mehr als ein 14. Platz für Katharina Liensberger und ein 17. Platz für Katharina Truppe. „Heute war es richtig hart. Es ist einfach gar nichts gegangen, bei keiner von uns. E ist schon extrem schlecht, dass es überhaupt nur zwei von uns unter die Top 30 geschafft haben und dann so ein Ergebnis. […] Ich habe mir vorgenommen, dass ich auf Zug komme, aber es ist einfach überhaupt nicht gegangen.“ So die enttäuschenden Worte von Kathi Truppe.

Marie-Therese Sporer konnte sich für den zweiten Durchgang leider nicht qualifizieren. 

Im ersten Durchgang nicht ins Ziel gekommen sind: Katharina Huber, Chiara Mair, Franziska Gritsch, Nina Astner

Johannes Aigner großer Abräumer von St. Moritz
***Erster Saisonsieg für Carina Edlinger in Vuokatti***


Der Niederösterreicher Johannes Aigner feiert beim Paraski-Weltcup-Auftakt in St. Moritz den vierten Sieg im vierten Rennen. Im heutigen Slalom der sehbehinderten Männer macht der 17-Jährige den Traumstart in den Weltcupwinter perfekt. Den Slalom der sehbehinderten Frauen gewinnt seine Schwester Veronika. Beim nordischen Weltcup in Vuokatti (FIN) gewinnt Paralympics-Siegerin Carina Edlinger den Sprint-Bewerb der sehbehinderten Frauen. 

Gemeinsam mit Guide Matteo Fleischmann dominiert Johannes Aigner die Konkurrenz einmal mehr in beiden Durchgängen. Der Niederösterreicher triumphiert 1,95 Sekunden vor dem Italiener Giacomo Bertagnolli. Dritter wird der Franzose Hyacinthe Deleplace (+11,34 Sek.). Aigner liegt damit auch im Gesamtweltcup überlegen in Führung. 

Veronika Aigner (mit Guide Elisabeth Aigner) revanchiert sich mit einem Sieg für das Aus im gestrigen zweiten Slalom von St. Moritz. Sie gewinnt mit deutlichem Vorsprung vor Alexandra Rexova aus der Slowakei (+9,18 Sek.) und der Griechin Eva Nikou (+9,22 Sek.). Schwester Barbara Aigner kommt nicht in die Wertung. 

Bei den stehenden Herren belegt der Kärntner Thomas Grochar Rang zehn und verliert dabei 12,29 Sekunden auf Triumphator Arthur Bauchet aus Frankreich. Fortgesetzt wird der Weltcup ab Mittwoch in Steinach am Brenner. Dort stehen je zwei Super-G und Riesentorläufe auf dem Programm. 

***Erster Saisonsieg für Carina Edlinger***

Einen Tag nach Platz drei über 5 Kilometer lässt die Salzburgerin Carina Edlinger beim nordischen Weltcup in Vuokatti (FIN) ihren ersten Saisonsieg folgen. Beim Langlauf-Sprint im freien Stil setzt sich Edlinger gemeinsam mit Neo-Begleitläufer Tobias Eberhard vor dem deutschen Duo Linn Kazmaier und Leonie Maria Walter durch.

ÖSV Nordisch

Biathlon: Leitner nach Aufholjagd in der Verfolgung auf Rang 13

Zum Abschluss des Heimweltcup-Wochenendes in Hochfilzen stand heute für die Herren ein Verfolgungswettkampf auf dem Programm. Der Sieg ging dabei ein weiteres Mal in souveräner Manier an Johannes Thingnes Boe. Der Norweger lieferte wie schon im Sprint am Freitag eine eindrucksvolle Vorstellung ab, leistete sich insgesamt nur zwei Fehlschüsse und feierte damit seinen bereits dritten Sieg an diesem Wochenende. 47,9 Sekunden dahinter belegte Sturla Holm Laegreid Rang zwei. Der 25-Jährige musste ebenfalls zweimal in die Strafrunde abbiegen und sorgte damit für einen norwegischen Doppelsieg. Das Podest komplettierte der Franzose Emilien Jacquelin (+1:13,9 min./3 Fehlschüsse).

Bester Österreicher war heute Felix Leitner. Der Tiroler, der von Rang 29 ins Rennen gestartet war, lieferte vor allem Schießstand eine überragende Vorstellung ab. Der 25-Jährige leistete sich im gesamten Rennen keinen einzigen Fehlschuss, verbesserte sich damit um 16 Plätze nach vorne und belegte am Ende mit einem Rückstand von 2:08,3 Minuten Rang 13. Auch Simon Eder arbeitete sich einige Positionen nach vorne. Der Routinier musste nur beim letzten Stehendschießen zwei Fehlschüsse in Kauf nehmen und belegte mit einem Rückstand von 3:44,7 Minuten Rang 34. David Komatz (+4:43,5 min./2 Fehlschüsse) und Harald Lemmerer (6:05,4 min./5 Fehlschüsse) landeten im Endklassement auf den Rängen 44 und 53.
STIMME: 
Felix Leitner (Rang 13): „Das Rennen heute hat auf jeden Fall gutgetan. Am Schießstand fühle ich mich brutal wohl, ich kenne hier alles in und auswendig und das ist mir heute sicher entgegengekommen. Läuferisch habe ich aber eindeutig noch Luft nach oben. Jetzt heißt es dranbleiben, weiterkämpfen und vor allem weiterhin so gut zu schießen.“ 


***ÖSV-Damen belegen Rang neun***
Bereits zuvor absolvierten die Damen mit einem Staffelrennen ihren Abschlussbewerb beim diesjährigen Heimweltcup in Hochfilzen. Dabei sicherte sich das französische Team mit Lou Jeanmonnot, Anais Chevalier-Bouchet, Chloe Chevalier und Julia Simon den Sieg. Das Quartett lieferte vor allem am Schießstand eine überragende Vorstellung ab, benötigte insgesamt nur vier Zusatzpatronen und setzte sich am Ende mit 10,4 Sekunden Vorsprung gegen das Team aus Schweden (9 Nachlader) durch. Platz drei belegte die Mannschaft aus Italien (+18,5 sec./4 Fehlschüsse).
Das österreichische Team in der Formation Dunja Zdouc, Anna Gandler, Julia Schwaiger und Lisa Hauser hatte heute vor allem am Schießstand mit ein paar Problemen zu kämpfen und belegte am Ende mit zwölf Nachladern und zwei Strafrunden mit einem Rückstand von 3:24,2 Minuten Rang neun.
STIMME:
Lisa Hauser: „Der neunte Platz ist solide, aber es wäre heute eindeutig mehr möglich gewesen. Alles in allem habe jetzt hier in Hochfilzen drei Top-12-Ergebnisse erreicht. Damit kann ich absolut zufrieden sein und das taugt mir persönlich natürlich sehr. Es war auch einfach richtig schön, dass wieder so viele Zuschauer vor Ort waren. Ich kann bisher auf einen super Saisonstart zurückblicken und das hätte ich mir so vorher nicht erwartet. Jetzt freue ich mich schon auf die Rennen in Frankreich.“

Kraft in Titisee-Neustadt (GER) am Podest

ÖSV-Skispringer Stefan Kraft hat am Sonntag in Titisee-Neustadt (GER) bereits den fünften Podest-Platz im laufenden Weltcup-Winter errungen. Der amtierende Weltrekordinhaber aus Salzburg wurde hinter dem überragenden Polen Dawid Kubacki und dem Slowenen Anze Lanisek Dritter. Mit Michael Hayböck (10.) landete noch ein weiterer Österreicher in den Top-Ten. Manuel Fettner (17.), Jan Hörl (24.) und Philipp Aschenwald (25.) sammelten Weltcup-Punkte. Daniel Tschofenig (33.) und Markus Müller (39.) verpassten den Finaldurchgang.

In der Gsamtwertung liegt Stefan Kraft nun 93 Zähler hinter Dawid Kubacki (470 Punkte) auf dem dritten Rang. Anze Lanisek liegt 54 Zähler hinter Kubacki auf Platz zwei. In der Nationenwertung führt Österreich (1147 Punkte) weiterhin mit 122 Zählern Vorsprung auf Norwegen.

Pinkelnig Siebte bei den Damen

Im Damen-Einzelbewerb in Titisee-Neustadt verpasste die bis dahin Führende des Weltcups, Eva Pinkelnig, als Siebte das Podium. Mit Chiara Kreuzer (9.) sprang eine weitere Österreicherin in die Top Ten. Sara Marita Kramer (16.) und Hanna Wiegele (25.) machten Weltcup-Punkte. Der Tagessieg ging an die Deutsche Katharina Althaus, die damit auch das Gelbe Trikot von Eva Pinkelnig übernimmt. Allerdings trennen die beiden gerade mal 4 Punkte. Sara Marita Kramer liegt in der Gesamtwertung auf dem vierten Platz. In der Nationenwertung liegen die rot-weiß-roten Damen mit 33 Punkten Vorsprung auf Norwegen in Front.

Stimmen

Stefan Kraft: „Es war ein richtig cooler Abschlusssprung. Ich war da um zwei Stockwerke höher, habe den Schanzentisch das erste Mal so richtig erwischt, und das hat sich einfach cool angefühlt. Es ist einfach das schönste Gefühl, wenn du bei der grünen Linie bist und weißt, das geht sich so leicht aus. Dafür trainierst du unter der Woche. Es war richtig schwer, ich habe mich geplagt, mit Platz drei habe ich nicht gerechnet, von dem her genial. Derzeit läuft es ganz gut, ich schwebe auf einer Welle, aber es ist eng beisammen.“

Eva Pinkelnig: „Ich habe meinen Job nicht so gut gemacht auf der Schanze, ich habe die Technik nicht so umgesetzt, bin aber trotzdem in den Top Ten. Der gestrige Sieg war der Hammer, jetzt bin ich ein bisserl müde.“

Chiara Kreuzer: „Das ist für mich schon extrem wichtig. Ich habe mit dem heutigen Tag eine Freude. Der neunte Platz stimmt mich positiv und ich weiß, dass da noch ganz viel mehr nach oben möglich ist.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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