Comeback dank irrer Schlussphase: Red Bulls München gewinnen auch in Wolfsburg

WOB – RBM 5:6 n. P. | Szuber: „Unsere offensive Stärke ist beeindruckend“

Donnerstag, 8. Dezember 2022. Red Bull München hat bei den Grizzlys Wolfsburg nach 2:5-Rückstand mit 6:5 im Penaltyschießen (2:2|1:3|2:0|0:0|1:0) gewonnen. Vor 2.019 Zuschauern erzielten Frederik Tiffels, Yasin Ehliz, Maximilian Kastner, Austin Ortega und Zach Redmond die Münchner Treffer in der regulären Spielzeit. Maksymilian Szuber avancierte im Shootout zum Matchwinner für den Tabellenführer, der seinen neunten DEL-Sieg in Folge feierte.

Spielverlauf

München nach wenigen Sekunden erstmals in Überzahl und prompt klingelte es: Tiffels fälschte zur Führung ab (1.). Nur wenige Momente später legte Ehliz das 2:0 nach (2.) und machte damit den Traumstart der Red Bulls perfekt. Sogar der dritte Treffer war möglich, doch Grizzlys-Keeper Dustin Strahlmeier parierte gegen Ben Street (4.). Der Weckruf für Wolfsburg. Die Niedersachsen steigerten sich und schlugen zurück: Jordan Murray (6.) und Darren Archibald (12.) sorgten dafür, dass das unterhaltsame erste Drittel mit 2:2 endete.

Offensiv-Eishockey auch nach dem Seitenwechsel. Vor beiden Toren wurde es gefährlich – so wie in der 25. Minute: Redmond knallte den Puck über den Wolfsburger Kasten, im Gegenzug scheiterte Tyler Morley an Mathias Niederberger. Kurz darauf war der Münchner Keeper chancenlos: Spencer Machacek und Dustin Jeffrey stellten per Doppelschlag auf 4:2 (26.). Die Niedersachsen danach zwingender und mit dem 5:2 durch Laurin Braun (37.). Niederberger wurde daraufhin von Danny aus den Birken abgelöst. Dieser musste im Mittelabschnitt nicht mehr eingreifen, dafür verkürzte Kastner im Powerplay (40.).

Die Red Bulls im Schlussabschnitt zunächst unter Druck, denn Wolfsburg spielte für längere Zeit in Überzahl. Aus den Birken rückte in den Fokus und hielt sein Team im Spiel. Seine Mitspieler versuchten alles, am Spielstand änderte sich aber bis in die Schlussphase nichts. In der 57. Minute brachte Trainer Don Jackson erstmals den zusätzlichen Feldspieler – und das Risiko zahlte sich aus: Ortega verkürzte auf 4:5 (58.). Kurz darauf fuhr aus den Birken erneut vom Eis, wieder schlug der Spitzenreiter zu: Redmond sorgte mit seinem Tor für die Verlängerung (59.).

In der Overtime waren die Red Bulls dem Siegtreffer näher, doch Wolfsburg rettete sich ins Penaltyschießen. Da traf nur einer: Szuber. Der Verteidiger sicherte den Red Bulls den Zusatzpunkt – und krönte damit das starke Comeback.

Maksymilian Szuber:
„Wir sind gut gestartet, im zweiten Drittel haben sie uns aber überrannt. Zum Glück haben wir im letzten Drittel zurück ins Spiel gefunden. Unsere offensive Stärke ist beeindruckend.“

Tore
0:1 | 00:35 | Frederik Tiffels
0:2 | 01:04 | Yasin Ehliz
1:2 | 05:18 | Jordan Murray
2:2 | 11:45 | Darren Archibald
3:2 | 25:33 | Spencer Machacek
4:2 | 25:53 | Dustin Jeffrey
5:2 | 36:14 | Laurin Braun
5:3 | 39:22 | Maximilian Kastner
5:4 | 57:28 | Austin Ortega
5:5 | 58:30 | Zach Redmond
5:6 | 65:00 | Maksymilian Szuber

Zuschauer:
2.019

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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