Keine Punkte für die Red Bulls in Wien

Zwei Tore im Mitteldrittel entschieden die Partie für die spusu Vienna Capitals
Wien, 25. November 2022 | Der EC Red Bull Salzburg unterlag im Auswärtsspiel der win2day ICE Hockey League gegen die spusu Vienna Capitals mit 0:3. Nach einem ausgeglichenen Beginn zogen die Vienna Capitals im zweiten Abschnitt mit zwei Toren davon. Die heute ordentlich dezimierten Red Bulls zeigten dann ein starkes Schlussdrittel, brachten die Scheibe aber einfach nicht im Tor unter. Der Treffer ins leere Salzburger Tor kurz vor dem Ende fixierte dann die 0:3-Niederlage der Red Bulls in Wien, die im Abschluss viel Pech hatten.

Mit reduziertem Lineup – zu den Rekonvaleszenten Ty Loney, Troy Bourke, Tyler Lewington und Florian Baltram (krank) mussten heute auch die erkrankten Lucas Thaler, Ali Wukovits und Peter Hochkofler passen – ging es für die Red Bulls in Wien zurück in die ICE Hockey League. Die Salzburger bekamen im Sturm Hilfe von den Akademiestürmern Oskar Maier und Nikolaus Heigl und begannen auch stark. Peter Schneider und Andrew MacWilliam hatten in der Anfangsphase schon gute Möglichkeiten, ehe die Hausherren das Spiel etwa ab der 4. Minute öffneten und ebenfalls druckvoll nach vorn spielten. Rafael Rotter probierte es aus aussichtsreicher Position im Slot, kam aber an Salzburgs Goalie David Kickert nicht vorbei (8.). Bei hohem Tempo ging es jetzt auf und ab, beide Torhüter hatten viel zu tun. Nach der 14. Minute mussten die Red Bulls zweimal in Unterzahl spielen, machten das aber tadellos. Und just mit der Schlusssirene hämmerte Chay Genoway die Scheibe aus dem linken Bullykreis in die Maschen hinter Bernhard Starkbaum, doch das Tor wurde nach Videobeweis nicht gewertet, weil die Scheibe nicht vor Ablauf der Zeit im Tor war. Nach einem intensiven ersten Drittel ging es torlos in die Kabinen.

In der 21. Minute nahmen die Red Bulls bereits ihre dritte Strafe und diesmal nutzten die Wiener ihren numerischen Vorteil. Patrick Antal verwertete direkt vor David Kickert und schoss die Capitals in Führung (22.). Die Hausherren nahmen diesen Schwung mit und beschäftigten danach über weite Strecken die Salzburger Defensive, die in dieser Phase nur zu gelegentlichen Entlastungsangriffen kam. David Kickert vereitelte zudem einige hochkarätige Chancen der Wiener. Gegen den One-timer des direkt vor ihm freigespielten Maxwell Zimmer konnte aber auch er nichts machen, die Caps erhöhten in der Drangphase aufs 2:0 (34.). Erst in der Schlussphase wurden die Salzburger u.a. bei einem Powerplay wieder richtig gefährlich. Die guten Schüsse von Peter Schneider und Dominique Heinrich prallten aber an Bernhard Starkbaum ab, die Caps nahmen die 2:0-Führung nach 40 Minuten mit in die Kabine.

Fest entschlossen kamen die Salzburger zum Schlussdrittel aufs Eis und dominierten nun die Partie, beginnend mit den letzten 90 Sekunden eines Powerplays aus dem zweiten Abschnitt. Allein die Scheibe wollte trotz etlicher Hochkaräter nicht reingehen. Erst in der 48. Minute tauchten die Capitals wieder vor Salzburgs Tor auf und wurden sofort wieder gefährlich. Ab jetzt ging es wieder hin und her, beide Teams kreierten abwechselnd Chancen. Die letzten Minuten gehörten nochmal den Red Bulls, die weiterhin hohes Tempo gingen und nun bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufs Tor schossen. Mindestens der Anschlusstreffer wäre längst verdient gewesen, aber Bernhard Starkbaum hatte einen richtig guten Tag und ließ auch nichts durch, als die Red Bulls für 40 Sekunden mit 5:3-Powerplay (57.) – der Salzburger Goalie war da schon draußen – spielten. Am Ende traf Wiens Matt Bradley schließlich noch ins verwaiste Tor der Red Bulls und besiegelte damit deren 0:3-Niederlage in der Hauptstadt.


Salzburgs Head Coach Matt McIlvane
„Wir hatten richtig gute Chancen im ersten Abschnitt. Im zweiten Durchgang sind wir etwas vom Weg abgekommen und haben den Wienern Möglichkeiten eingeräumt, die sie auch genutzt haben. Das war der Unterschied im Spiel heute. Auch im dritten Abschnitt wäre mehr für uns möglich gewesen, auch mit dem jüngeren Lineup, aber das zweite Drittel war einfach das entscheidende.“


win2day ICE Hockey League
spusu Vienna Capitals – EC Red Bull Salzburg 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)

Tore:
1:0 | 21:44 | Patrick Antal | PP
2:0 | 33:17 | Maxwell Zimmer
3:0 | 59:13 | Matt Bradley | EN

Zuschauer: 4.500
Die nächsten Spiele der Red Bulls
So, 27.11.22 | EC Red Bull Salzburg – Steinbach Black Wings Linz | 15:00
Di, 29.11.22 | BEMER Pioneers Vorarlberg – EC Red Bull Salzburg | 19:30
Fr, 02.12.22 | HC TIWAG Innsbruck – Die Haie – EC Red Bull Salzburg | 19:15

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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