Wertschöpfen statt Abschöpfen!

WKOÖ-Präsidentin Hummer zur Abschöpfung von „Übergewinnen“: „Cost Plus-Modell wäre der bessere Weg“

Die österreichische Bundesregierung hat heute eine Abschöpfung der Zufallsgewinne von Energieunternehmen angekündigt. So soll bei Öl- und Gasfirmen ein Teil des Gewinns abgeschöpft werden, bei Stromerzeugern werden die Erlöse gedeckelt. „Diese Abschöpfung der ‚Übergewinne‘ der Energieunternehmen ist nicht nur standort- und wettbewerbspolitisch sowie auch marktwirtschaftlich problematisch, diese wirft auch viele Fragen auf, insbesondere zur Umverteilung“, hält WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer nichts von einem derartigen Abschöpfungsmodell. „Zuerst gibt die Politik den Energieunternehmen die Möglichkeit, diese Gewinne zu machen, jetzt greift sie in deren Taschen, um mit den abgeschöpften Gewinnen Haushalte und Firmen zu unterstützen. Da hätte es bessere Möglichkeiten gegeben, um als Beispiel das von der WKOÖ propagierte Cost Plus-Modell zur Strompreisregulierung zu nennen!“

Die oberösterreichische Wirtschaftskammerpräsidentin plädiert für ein an den Produktionskosten orientiertes Preisbildungssystem, das die Stromkosten tatsächlich für alle Teilnehmer senkt. „Das kostet keinen einzigen Steuer-Euro und spart ein kompliziertes Umverteilungssystem. Damit haben die Unternehmen Planungssicherheit, der Standort Oberösterreich wird abgesichert und die Wertschöpfung im Land gehalten.“ Über 50.000 Unternehmerinnen und Unternehmer haben sich bereits für dieses Modell und eine Senkung der Energiesteuern ausgesprochen, verweist Hummer auf die breite Unterstützung der Kampagne „unternimmwas-ooe.at“.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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