Red Bulls München unterliegen Zug im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League. Red Bulls Salzburg erfolgreich.

Red Bulls München


RBM – EVZ 1:5 | Varejcka: „Werden nicht aufgeben“
Dienstag, 15. November 2022. Red Bull München hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den EV Zug mit 1:5 (0:3|0:2|1:0) verloren. Vor 4.283 Zuschauern erzielte Filip Varejcka den einzigen Treffer für das Team von Trainer Don Jackson. Das Rückspiel in Zug steigt nächste Woche Mittwoch um 19:45 Uhr.

Spielverlauf

Beide Teams spielten mit Tempo und viel Körpereinsatz, Torchancen waren zunächst Mangelware. Das änderte sich mit dem ersten Powerplay der Partie für Zug: Brian O’Neill kam frei zum Abschluss und stellte auf 0:1 (7.). Wenige Sekunden später machte Dario Simion den Doppelschlag der Gäste perfekt (8.). Die Red Bulls auf der Suche nach der schnellen Antwort und mit einer Großchance, doch Ben Street brachte den Puck nicht im Tor von Leonardo Genoni unter. Effizienter war der EVZ: Peter Cehlarik erzielte noch vor der ersten Drittelpause das 0:3 (14.).

Auch der zweite Abschnitt gehörte den Gästen. So legte Sven Senteler in der 23. Minute den vierten Treffer nach. Zug mit der deutlich besseren Chancenverwertung: Nachdem München in Überzahl mehrere Möglichkeiten nicht nutzen konnte, erhöhte Cehlarik auf 0:5 (28.). Danny aus den Birken machte daraufhin seinen Platz im Münchner Kasten für Daniel Allavena frei. Der Youngster war sofort auf Temperatur und verhinderte einen höheren Rückstand nach 40 Minuten.

Die Red Bulls versuchten im Schlussabschnitt noch einmal alles und belohnten sich mit dem 1:5 von Varejcka (45.). Das war gleichzeitig der Startschuss für eine lange Schlussoffensive. Genoni rückte immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens. Das Resultat waren Topchancen, doch Yasin Ehliz (55.) und seine Mitspieler konnten den Schlussmann der Schweizer kein weiteres Mal bezwingen. Es blieb beim 1:5.

Filip Varejcka:
„1:5 ist hart. Aber wir werden nicht aufgeben, sondern versuchen, das Resultat umzubiegen.“

Tore
0:1 | 06:45 | Brian O’Neill
0:2 | 07:10 | Dario Simion
0:3 | 13:06 | Peter Cehlarik
0:4 | 22:16 | Sven Senteler
0:5 | 27:24 | Peter Cehlarik
1:5 | 44:33 | Filip Varejcka

Zuschauer:
4.283

Red Bulls Salzburg bezwingen Rögle BK im CHL-Meisterduell sensationell mit 3:1
Salzburg hat die Tür zum Viertelfinale weit geöffnet

Salzburg, 15. November 2022 | Der EC Red Bull Salzburg gewann das Hinspiel im Achtelfinale der Champions Hockey League gegen Rögle BK mit 3:1 und zeigte dabei in einem echten Eishockeyfest eine der besten Saisonleistungen. 2.745 Zuschauer in der Salzburger Eisarena feierten die Red Bulls, die nach dem 1:1-Ausgleich der Gäste im zweiten Abschnitt im Schlussdrittel groß aufspielten und mit zwei Toren den 3:1-Erfolg über den CHL-Titelverteidiger fixierten. Das Rückspiel steigt in einer Woche (22. November) in Ängelholm, Schweden.

Es herrschte fast knisternde Spannung, als die Red Bulls in die Begegnung gegen Rögle BK starteten und Paul Hubers Schuss aus kurzer Distanz (4.) die erste starke Aktion markierte. Auch die Gäste tauten schnell auf und kamen kurz darauf mit einem 2 auf 1-Konter erstmals gefährlich vors Salzburger Tor. Die Schweden wurden dann dominanter und trugen immer wieder feine Schüsse an, die aber alle an Atte Tolvanen abprallten. In der 13. Minute gerieten die Red Bulls in Unterzahl und mussten die druckvollste Periode der Gäste im ersten Abschnitt meistern. Rögles Kim Rohsdal setzte die Scheibe dabei einmal an die Stange. In der Schlussphase waren die Salzburger wieder am Drücker; Nicolai Meyer fuhr durch die gesamte schwedische Hintermannschaft, kam aber nicht durch gegen Rögles Torhüter Calle Clang (16.), Tyler Lewington zog aus vollem Lauf ab (18.). Nach ersten sehenswerten 20 Minuten ging es zunächst torlos in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang dominierten anfangs die Red Bulls das Spiel. Bei einem ersten Powerplay (23.) verpasste Benjamin Nissner knapp das halboffene Tor. Drei Minuten später setzte Ali Wukovits die Scheibe im kurzen Eck an die Stange. Die Schweden sorgten erst ab der 28. Minute wieder für ein offenes Spiel und zeigten gleich wieder ihre Gefährlichkeit. Aber Salzburg blieb dran und übernahm in der 29. Minute die Führung. Dennis Robertsons Schuss von der blauen Linie ging an Freund und Feind vorbei ins Netz, Rögles Goalie Calle Clang hatte null Sicht. Danach wechselten die Chancen auf beiden Seiten. Salzburgs Chay Genoway (31.) fuhr allein durch die Abwehr, konnte nur nicht verwerten. Kurz darauf hatte Rögles Marco Kasper allein vor Atte Tolvanen die Möglichkeit, scheiterte aber am Finnen. Genauso wie Ludvig Larsson (32.) mit einem harten Schuss aus Halbdistanz. Die Red Bulls sorgten danach im emotionaler werdenden Spiel für weitere brisante Szenen vor dem schwedischen Tor, doch die Gäste nutzten in der 39. Minute ihr zweites Powerplay und zogen nach 40 Minuten nach Tor von Ludvig Larsson mit 1:1 gleich.

Atte Tolvanen verhinderte zu Beginn des Schlussdrittels in Unterzahl einmal mehr mit starken Reaktionen eine mögliche Gästeführung. Danach ging es auf und ab, die Torschüsse wechselten fast im Sekundentakt. Und dann packte Mario Huber den Hammer aus und traf im Powerplay mit einem unhaltbaren Schuss aus Halbdistanz zur neuerlichen Führung (45.). Anschließend nahm Rögle die Aufholjagd auf und drückte die Red Bulls Großteils in die Verteidigungszone zurück. Erst ab der 52. Minute öffneten die das Spiel wieder und sorgten im ungemein intensiven Schlussdrittel wieder für Chancengleichheit. Und das sollte sich auszahlen. Florian Baltram verpasste zunächst noch seinen möglichen Treffer nach schöner Einzelleistung vorm Tor (56.). In der 59. Minute aber fuhren die Hausherren einen Konter, den Benjamin Nissner nach optimalem Querpass von Peter Schneider unhaltbar ins Kreuzeck nagelte und damit den 3:1-Endstand fixierte. Die Red Bulls wurden am Ende von einem frenetischen Publikum gefeiert und haben nun vor dem Rückspiel in einer Woche in Ängelholm einen 2-Tore-Vorsprung.


Salzburgs Torschütze Mario Huber
“Das ist erstmal nur ein Teilerfolg, wir müssen nun auch in Ängelholm bestehen. Aber wir sind sehr stolz, dass wir heute so aufgetreten sind. Heute hat einfach jeder für den anderen gearbeitet. Wenn man gegen so eine Mannschaft so ein Spiel zeigt, kann man schon stolz sein.“


Champions Hockey League | Achtelfinale
EC Red Bull Salzburg – Rögle BK 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)

Tore:
1:0 | 28:57 | Dennis Robertson
1:1 | 38:42 | Ludvig Larsson | PP
2:1 | 44:55 | Mario Huber | PP
3:1 | 58:18 | Benjamin Nissner

Zuschauer: 2.745
CHL | Playoff-Modus

In den CHL-Playoffs werden die ersten drei Playoff-Runden (Achtel-, Viertel- und Halbfinale) mit Heim- und Auswärtsspiel im bewährten Aggregate Score-Modus gewertet werden. Die Saison endet am 18. Februar mit dem Finale, das in einem Spiel ausgetragen wird.

Aggregate Score | Das Achtelfinale wird in einem Hin- und Rückspiel bestritten. Die Mannschaft mit dem besseren Gesamtergebnis aus beiden Spielen steigt ins Viertelfinale auf. Das erste Spiel endet auch bei einem Unentschieden nach 60 Minuten. Eine 10-minütige Verlängerung (3 vs. 3) und ein mögliches Penalty-Schießen (5 Penaltys pro Team, danach bis zur Entscheidung) kann es erst nach dem zweiten Spiel geben, wenn dort nach 60 Minuten das Gesamtergebnis beider Spiele unentschieden ist. Gewinnt eine Mannschaft das erste Spiel und das zweite Spiel endet unentschieden, gibt es auch keine Verlängerung, da das Gesamtergebnis eindeutig für den Sieger des ersten Spiels spricht.


Die nächsten Spiele der Red Bulls
win2day ICE Hockey League
Fr, 18.11.22 | EC Red Bull Salzburg – BEMER Pioneers Vorarlberg | 19:15
So, 20.11.22 | Moser Medical Graz99ers – EC Red Bull Salzburg | 16:00

Champions Hockey League | Achtelfinale
Di, 22.11.22 | Rögle BK – EC Red Bull Salzburg | 18:05

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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