Heizen für null Euro?

„P.M. Wissen“, Do., 15.12, ab 20:15 Uhr

Dass fossile Energiegewinnung nicht nötig sein muss, zeigt das Sanierungsprojekt eines Salzburger Wohnhauses in Zusammenarbeit mit der FH Salzburg. Dort wird aus Abwasser und verbrauchter Raumluft Energie gemacht. „P.M. Wissen“ geht der Frage nach, wie das genau funktioniert und wie die Zukunft der Energieversorgung aussehen kann. Außerdem: Wie und was künstliche Haut fühlen kann, die Wichtigkeit der Artenvielfalt und andere Themen.

Wie lässt sich wirklich Energie sparen zu Hause?

Was braucht mehr Energie: von Hand abspülen oder mit dem Geschirrspüler? Ein voller oder ein leerer Kühlschrank? Gerade jetzt angesichts der steigenden Energiepreise kursieren viele Energiespar-Mythen und Halbwahrheiten. Von der morgendlichen Routine im Bad übers Arbeiten im Home Office bis hin zu Haushaltstätigkeiten wie Kochen oder Waschen – es gibt viel Potenzial, Energie zu sparen – man muss nur wissen, wie. Durch welche simplen Tricks sparen wir am meisten? P.M. Wissen klärt anhand von praktischen Alltagsbeispielen auf.

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Kann eine künstliche Haut fühlen?

Wir spüren einen Lufthauch, nehmen wahr, ob etwas weich oder rau ist und zucken vor der heißen Herdplatte zurück. Auf einem Quadratzentimeter Haut sitzen durchschnittlich zwei Wärme-, 13 Kälte-, 25 Druck- und 200 Schmerzpunkte. Unsere Haut ist ein komplexes Wahrnehmungssystem, das Wissenschaftler jetzt künstlich nachbauen wollen. Materialforscherin Dr. Anna Maria Coclite von der TU Graz hat eine hauchdünne „Smartskin“ entwickelt – eine künstliche Haut mit elektronischen Sensoren, die Feuchtigkeit, Temperatur und Druck erkennen kann. Ihre Arbeit könnte Menschen mit Amputationen helfen, diese Reize auch über ihre Prothese wieder wahrzunehmen. Auch Unfall- oder Brandopfer könnten an der verletzten Hautstelle dank einer künstlichen Haut wieder fühlen. Doch wie erkennt die Smartskin Druck, Feuchtigkeit und Temperatur? 

Warum ist Artenvielfalt so wichtig?

Ohne Biodiversität, also ohne eine ausreichende biologische Vielfalt auf unserem Planeten, könnte der Mensch nicht überleben. Doch warum ist das so? In Sachsen-Anhalt befindet sich eine der modernsten Anlagen zur Erforschung biologischer Vielfalt: das „Ecotron“. Um die Mechanismen gesunder Ökosysteme genauer zu verstehen, sind für die Forschung besonders Naturwiesen interessant. Sie sind die wichtigste Nahrungsgrundlage unserer Insekten. Unter kontrollierten Bedingungen wachsen im Ecotron 96 kleine Wiesen in Glaskästen heran – den sogenannten Bio-Units. Alle Wiesen unterscheiden sich in ihrer Pflanzen- und Bodenzusammensetzung. Wie wirken sich die unterschiedlichen Kombinationen auf deren Wachstum aus? Warum sind artenreiche Ökosysteme „gesünder“, und was genau bedeutet das?

Außerdem: Wie kann die Artenvielfalt im Meer ermittelt werden? Wie wurde früher geheizt? Wie flirten Kapuzineräffchen? Und: Warum heißt ein Frosch „Berghühnchen“?

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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