Erstmals auch im Winter mit starkem Zeichen gegen sexuelle Belästigung

Awareness-Kampagne „NO GO“ des Landes OÖ und dem
autonomen Frauenzentrum in Linz wird in
oö. Hallenbädern fortgesetzt

LH-Stv.in Haberlander: „Weiterhin gilt: Jeder Fall ist einer zu viel. Daher der Aufruf an die oö. Gemeinden und oö. Thermen, sich zu beteiligen. Die Teilnahme ist ein klares Bekenntnis gegen sexuelle Belästigung!“ NO GO – schau nicht weg bei sexueller Belästigung im Schwimmbad geht in der Wintersaison auch in die oö. Hallenbäder und Thermen. Unter anderem auch aus diesem Grund wird die landesweite AwarenessKampagne mit dem Titel „NO GO – schau nicht weg bei sexueller Belästigung im Schwimmbad“ ab sofort auch in den oberösterreichischen Hallenbädern und Thermen fortgeführt. Die Pilotgemeinden St. Ulrich bei Steyr und Ried im Innkreis sowie die Gemeinden Traun und Pregarten haben bereits zugesagt, die Kampagne in ihren Hallenbädern umzusetzen.

Bereits im ersten Jahr der Kampagne im Sommer 2021 gab es große Unterstützung seitens der Gemeinden. Diese konnte auch in der Fortführung noch weiter ausgebaut werden, sodass im heurigen Jahr rund 90 Prozent aller oberösterreichischen Gemeinden und Städte mit Schwimmbädern ihre
Unterstützung und Teilnahme an der Kampagne im Sommer 2022 zusicherten.

„Dass diese Kampagne in Oberösterreich von so vielen Städten und Gemeinden unterstützt wird, zeigt die Wichtigkeit des Themas auf. Aus diesem Grund führen wir die Bewusstseinsbildung heuer erstmalig auch über die Wintermonate fort. Jede und jeder darf und soll sich in unseren Schwimmbädern, ob Freibad oder Hallenbad, wohlfühlen können. Das kann man nicht oft genug wiederholen“, unterstreicht Frauenreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander und ruft die oö. Gemeinden mit Hallenbädern sowie die oö. Thermen auf, sich aktiv an der Kampagne zu beteiligen. Das Ziel des Projektes ist es auch weiterhin, dass Mädchen und Frauen das Hallenbad und die Therme als sicheren Ort erleben, den sie unbehelligt von sexuellen Übergriffen in Anspruch nehmen können. Im Rahmen einer Informations- und Sensibilisierungskampagne sollen Thermen-, Hallenbad- und KioskbetreiberInnen als KooperationspartnerInnen gewonnen werden.

LH-Stv.in Haberlander: „Weiterhin gilt: Jeder Fall ist einer zu viel. Daher der Aufruf an die oö. Gemeinden und oö. Thermen, sich zu beteiligen. Die Teilnahme ist ein klares Bekenntnis gegen sexuelle Belästigung!“
(C) Land OÖ

Hilfe und Unterstützung für Betroffene bietet die Online Frauenberatung Oberösterreich

Die Online-Frauenberatung Oberösterreich – https://www.frauenberatung-ooe.at ist ein Online-Angebot, welches den Frauen und Mädchen in Oberösterreich kostenlos und anonym zur Verfügung steht. Durch die Vielfalt der Beratungseinrichtungen, wie etwa das Gewaltschutzzentrum OÖ, VFQ, ZOE, AFZ und viele mehr, können Beratungsanfragen zu unterschiedlichsten Themen gestellt werden. Onlineberatung ist eine erste Orientierung bei schwierigen Lebenssituationen und hilft vor allem jenen Frauen und Mädchen, denen es leichter fällt, ihre Gedanken niederzuschreiben als auszusprechen.

So schaut die Kampagne aus…

Die Awareness Kampagne „NO GO – Schau nicht weg bei sexueller Belästigung im Schwimmbad“ startete im Juli 2021 als landesweite SocialMedia- und Plakat-Kampagne. In Kooperation mit oberösterreichischen Gemeinden, die Hallenbäder betreiben, werden den BetreiberInnen sowie Kiosken Plakate, Sticker und Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. „Die Botschaft bleibt klar: sexualisierte Übergriffe jeglicher Art werden nicht geduldet, Grenzüberschreitungen haben Folgen und Betroffene erhalten direkt
Hilfe und Unterstützung. Dadurch soll mehr Sicherheit in oberösterreichischen Bädern garantiert werden. In unserem Oberösterreich hat Gewalt jeglicher Art absolut keinen Platz und ist ein NO GO“, sagt LandeshauptmannStellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

Annemarie Wolfsjäger- Bürgermeisterin St. Ulrich bei Steyr, LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander, Margit Schönbauer, BA – aFZ – Autonomes Frauenzentrum, Mag. (FH) Bernhard Zwielehner – Bürgermeister Ried im Innkreis
 (C) Land OÖ/Margot Haag

Unterschiedliche Menschen in Badekleidung zeigen sich auf den Plakaten mit gekreuzten Armen vor dem Oberkörper: Sie signalisieren damit ein klares „Nein“, „Das finde ich nicht in Ordnung!“ und gleichzeitig Schutz vor der Privatsphäre. Die abgebildeten Personen können potenzielle Opfer sexueller Belästigung sein, aber auch solidarisch mit ihnen sein, weil sie nicht wegschauen, sondern auf das
Problem hinweisen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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