Alpinereignis – guter Ausgang dank der Bergrettung

Presseaussendung der Polizei Salzburg

Am Vormittag des 29. Oktober startete ein 26-jähriger Ungar gemeinsam mit sieben Freunden eine Bergtour über die Ramseider Scharte auf den Berggipfel „Sommerstein“ (2307 Meter) im Steinernen Meer, im Gemeindegebiet von Maria Alm. Aufgrund der Fußverletzung eines Mitgliedes der Gruppe beschloss ein Teil der Gruppe während des Aufstieges im Bereich des Riemannhaus wieder umzukehren. Der 26-jährige setzte mit zwei weiteren Bergkameraden den Gipfelanstieg fort. Nach Erreichen des Gipfels stiegen die drei Ungarn über die bereits bekannte Aufstiegsroute ab. Als die Bergsteiger ungefähr die Hälfte des Abstieges über die „Ramseider Scharte“ bewältigt hatten, trennte sich der 26-jährige von seinen Freunden, um noch einige Fotos zu machen bzw. die Aussicht zu genießen. Als der 26-jährge die bereits einsetzende Dämmerung bemerkte, beschloss er im Zuge seines weiteren alleinigen Abstieges, eine Abkürzung im Bereich unterhalb des sogenannten „Schmusriedei“ zu nehmen. Der Alpinist, der für seine Bergtouren kein geeignetes Leuchtmittel mitführte und lediglich mit einem „Turnsackerl“, Trainingsanzug und Winterstiefel bekleidet war, geriet dabei in wegloses, mit Gras, Fels und Latschen durchsetztes Gelände. Um 17:30 Uhr gelangte er auf einer Seehöhe von 1690 Metern in eine Felswand und bemerkte, dass ein weiterer Abstieg sowie der Wiederaufstieg für ihn zu gefährlich bzw. unmöglich wären. Er verständigte daraufhin telefonisch den Rest der Gruppe, welche einen Notruf absetzten. Der sofort alarmierte Polizeihubschrauber „Libelle Salzburg“ der Flugeinsatzstelle Salzburg konnte gemeinsam mit einem Bergretter der Bergrettung Salzburg/Ortstelle Saalfelden – Maria Alm noch einen Sichtungsflug durchführen, bei dem der ungefähre Standort des Ungarn ausfindig gemacht werden konnte. Eine Taubergung war aufgrund der einsetzenden Dunkelheit nicht mehr durchführbar. Sechs Bergretter sowie ein Alpinpolizist stiegen in weiterer Folge im Bereich oberhalb des in Not geratenen Alpinisten auf, um die terrestrische Bergung mittels 200 Meter langen Spezialseilen durchzuführen. Aufgrund der Dunkelheit und dem unübersichtlichen sowie schwierigen Gelände wurde die „Libelle FLIR Salzburg“ zur Unterstützung dieser Bergung angefordert. Nach Einweisung der „Libelle FLIR Salzburg“ mittels Wärmebildkamera (FLIR – Forward Looking Infrared) konnte der Bergetrupp den 26-jährigen Ungarn im Zuge des Ablassens lokalisieren und in weiterer Folge ins Bergesystem übernehmen. Die Bergung erfolgte schließlich nach Oben mittels Mannschaftsflaschenzug. Bergrettung und Alpinpolizei brachten den unverletzten Ungarn danach ins Tal.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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