Der Weltspartag steht vor der Tür

Tipps zu Sparformen und Anlagemöglichkeiten

Auch heuer findet wieder der Weltspartag statt, und zwar am 31. Oktober. Seit knapp 100 Jahren hat dieser Tag seine Tradition und ruft das Sparen immer wieder in Erinnerung. Der Weltspartag dient von seinen Urgedanken her nicht nur dazu, die Menschen zum Sparen zu animieren, sondern soll auch den pädagogischen Aspekt der Finanzerziehung erfüllen.

„Viele von uns erinnern sich bestimmt noch daran, wie sie als Kind mit dem Sparschwein unter dem Arm ihr erstes Erspartes am Weltspartag zur Bank gebracht haben und sich — aufgeregt und in spannender Erwartung — darauf gefreut haben, an diesem besonderen Tag eine Belohnung zu erhalten, sei es einen Luftballon oder ein anderes kleines Geschenk. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Am Weltspartag laden wir alle unseren Kunden — von klein bis groß — ein und widmen ihnen unsere besondere Aufmerksamkeit, denn der persönliche Kontakt ist uns ein großes Anliegen“, betont die Spartenobfrau der oö. Banken und Versicherungen, Michaela Keplinger-Mitterlehner.

Insbesondere für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, ein Gefühl für Geld zu bekommen, denn je früher sie die Bedeutung von Geld begreifen, desto leichter fällt es ihnen später, vernünftig da-mit umzugehen. Ausgegeben ist Geld schnell, Sparen und Haushalten will aber gelernt sein. Eine langjährige Forderung der heimischen Banken ist daher, das Thema Finanzbildung mehr in den Mittelpunkt der schulischen Ausbildung zu stellen.

„Sparen ist wichtig, denn es ermöglicht eine finanzielle Rücklage, auf die man in schwierigen Zei-ten zurückgreifen kann. Dies beginnt beim klassischen Sparbuch für unsere ganz jungen Kunden über das online-Sparen bis hin zu den vielen Spar- und Anlagemöglichkeiten, die wir Erwachsenen anbieten können. Diesbezüglich stehen unsere Experten nicht nur am Weltspartag, sondern das ganze Jahr über für Beratungen gerne zur Verfügung und geben Tipps, wie man sparen und anlegen kann“, so Keplinger-Mitterlehner.

Sparen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, mit der man am besten früh beginnt: das war und ist Ziel des Weltspartags. Auch der Staat muss dieser Aufgabe wieder mehr nachkommen. So hat die Direktorin des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria, Monika Köppl-Turyna, auf Einladung der Sparte Bank und Versicherung der WKOÖ auf die Notwendigkeit einer besseren Verwendung von Steuergeld hingewiesen. Mit einigen weiteren Begleitmaßnahmen würde dies nach Ansicht der Wirtschaftsforscherin zu einer wesentlichen Steigerung der Sparquote führen.

In ihren Ausführungen „Wegweiser für den Standort Österreich“ betonte sie weiters die besondere Notwendigkeit von weiteren Digitalisierungsschritten zur Nutzung von Effizienzpotenzialen bei öffentlichen Leistungen (Verwaltung, Bildung und Gesundheit). Diese Maßnahmen haben alleine ein Potenzial von bis zu 7 Mrd. Euro.
 
Darüber hinaus ist die Finanzierung von radikalen Innovationen zur ökologischen Transformation für die Erreichung der Klima- und Energieziele sicherzustellen. Der Schulterschluss zwischen öffentlicher Hand, Banken und PrivateEquity/VentureCapital ist hier unabdingbar, um den Investitionsbedarf von jährlichen 260 Mrd. Euro (EU-weit) bis 2030 finanzierbar zu machen. Allein das Beispiel der Breitbandadoption um 10 Prozentpunkte führt zu einem jährlichen BIP-Wachstum von 0,9 auf 1,5 Prozentpunkte, so Köppl-Turyna in ihrer Präsentation.

Spartenobfrau Michaela Keplinger-Mitterlehner (r.) mit Direktorin Köppl-Turyna (l.)
© H. Wakolbinger

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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